Autor Thema: Lilly-Fee: Verstopfung, Ovarialzysten, Artherom-OP  (Gelesen 13851 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Katharina

  • Team-Mitglied
  • *
  • Beiträge: 293
    • Das Meerschweinchen Forum
Antwort: Lilly-Fee: Verstopfung, Ovarialzysten, Artherom-OP
« Antwort 30 am: 02. Juni 2015, 09:43 Uhr »
Bei Vergesellschaftungen gibt es zumeist sehr viele Aspekte, die zu berücksichtigen sind. Im Idealfall - bei einer stabilen Gruppe und einem abschätzbaren gesundheitlichem und psychischen Risiko für neue und alteingesessene Tiere - gibt es keine Probleme, sofern die neuen Tiere im Charakter harmonieren und einigermaßen gut sozialisiert sind. Üblicherweise spare ich den Tieren und mir den ganzen Firlefanz mit einer vorsichtigen Vergesellschaftung und setze sie gleich zusammen.

Ich habe auch schon in sehr instabile und unharmonische Gruppenkonstellationen neue Tiere aufgenommen, (massive Spannungen zwischen einzelnen alteingesessenen Tieren, ältliche und schwache Tiere, Trauer über den Tod eines Gruppenmitglieds) und es lief alles glatt. Nach ein paar Stunden oder am zweiten Tag war alles weitgehend geklärt, oft waren es gerade in schwierigen Situationen absolute "Traumvergesellschaftungen" und sämtliche Befürchtungen, die ich hegte, waren völlig unbegründet. Die Neuzugänge erwiesen sich als Gewinn für die Gruppe.

Wenn das gesundheitliche oder psychische Risiko für alteingesessene oder neue Tiere jedoch zu hoch erscheint um ein einzelnes Tier aus schlechter Haltung sofort zu integrieren - oder wie hier bei Steffis Lilly-Fee noch dazu ein frisch operiertes und kränkliches Tier - dann muß ein Alleinesitzen eben u.U. erstmal sein und sämtliche Vorsichtsmaßnahmen sind dann angebracht, also auch eine länger währende Quarantäne und eine vorsichtige schrittweise Vergesellschaftung.

Eine sofortige oder sehr schnelle Vergesellschaftung wäre mehr als leichtsinnig und könnte schlimmstenfalls den Tod von mehreren Tieren verursachen. Man hat da eine große Verantwortung als Halter. Bei kranken, verwahrlosten, schlecht sozialisierten oder gestörten Neuzugängen ist das Risiko immer hoch, dass bei der Vergesellschaftung etwas schiefläuft. Aber es ist auch die Chance sehr hoch, dass die möglichst schnelle Vergesellschaftung dem kranken Neuzugang hilft, vielleicht sogar das allerbeste ist - oder überhaupt die einzige Möglichkeit ist.

Ich denke, Steffi verfügt über genügend Erfahrungen um da die Risiken gegeneinander klug abzuwägen und die bestmöglichen Entscheidungen zu treffen.

Eine längerwährende Trennung durch Gitter bei "normalen" Vergesellschaftungen von gesunden Tieren finde ich völlig kontraproduktiv, gerade dann, wenn es voraussichtlich Zündstoff geben könnte. Oft dauert es ohnehin eine Weile, bis das neue Tier nicht mehr ignoriert wird, sondern es Kontaktaufnahmen gibt und Front gemacht wird. Es macht die Tiere dann nur verrückt, wenn sie sich ständig sehen, aber nichts miteinander klären können. Da wäre dann für mich ein Versuch der Vergesellschaftung auf neutralem Boden eher das Mittel meiner Wahl. Und wenn das einigermaßen klappt, dann geht es in das gemeinsame Gehege, das neue Tier zuerst, damit es sich da erstmal ein wenig umsehen kann. So werde ich das nun heute bei meiner (hoffentlich einigermaßen gesunden) Lilofee machen, da ich ihr Sozialverhalten und ihre Reaktionen innerhalb der Gruppe noch überhaupt nicht abschätzen kann. 

Gittertrennungen sind m.M.n. nur etwas für frisch operierte Tiere, die sich bereits kennen und verstehen und den Kontakt zur Gruppe nicht ganz verlieren sollen, aber besser alleine sitzen, weil sonst z.B. Gefahr für die Nähte besteht...oder sie sind wie hier in Steffis Gruppe, die ihre Kratzbürsten auf diese Weise vom kranken Tier abgehalten hat, eine praktikable Lösung um erstmal ein verträgliches Tier zum Neuling dazuzusetzen.

Wie geht es deiner Lilly-Fee denn jetzt, Steffi?
Liebe Grüße
Katharina :ms2:

Saubergschweinchen

  • Gast
Antwort: Lilly-Fee: Verstopfung, Ovarialzysten, Artherom-OP
« Antwort 31 am: 02. Juni 2015, 11:19 Uhr »
Oh, ich hab ja hier garnicht weiter berichtet  :peinlich:
Danke für deinen nachträglichen Zuspruch  :fr:

Lilly-Fee geht es gut, über die Naht ist vollständig Fell gewachsen und sie hat auf 950g zugenommen. Die Zysten halten wir mittlerweile mit Vitalpilzen gut in Schach und sie hat auch wieder einen regelmäßigen Brunstzyklus. In unregelmäßigen Abständen leidet sie noch unter spontanen Aufgasungen die ich mit Colosan behandeln muss...ich denke ihre Verdauung bleibt noch länger eine Baustelle.
Sie ist in allem ein wenig langsamer...kommt später zum Futter, ist zaghafter und lässt sich auch von Babys wegschicken.
Sonst macht sie einen ganz zufriedenen Eindruck...schläft oft mitten im Gehege auf der Seite und scheint sich wirklich wohl zu fühlen.
Die Gruppe ist unter Wodan nun wieder völlig harmonisch...meine Furien brauchen eben eine starke Führung  ;)

Auf der Wiese ist sie sogar entspannter als meine Mädels unterwegs.



Kazaar

  • Gast
Antwort: Lilly-Fee: Verstopfung, Ovarialzysten, Artherom-OP
« Antwort 32 am: 02. Juni 2015, 11:49 Uhr »
Schön, dass sich die Süße so gut erholt hat  :-) Bitte mehr Fotos von ihr  :freu:

Saubergschweinchen

  • Gast
Lilly-Fee´s Baustellen
« Antwort 33 am: 22. November 2015, 09:27 Uhr »
Ich hab ja schön öfter geschrieben das ich kein gutes Gefühl bei der Süßen habe.
Sie hatte in letzter Zeit durch die Zysten einige schlechte Tage an denen sie viel herumgelegen und auch teilweise schlecht Luft bekommen hat. Auch die Verdauung macht ihr Probleme, die Zysten fordern so viel Raum das sie sehr zu Aufgasungen neigt.
Der Blinddarm ist trotz Medis fast durchgänig gebläht...was sich auch wieder auf die Atmung und das Wohlbefinden schlägt.

Seit zwei Wochen mache ich mir so meine Gedanken ob man nun noch was versucht oder sie zeitnahe gehen lässt. Aber ihre guten Tage sind einfach zu gut, sie popcorn und ist so eine süße, fast naive Maus  :traurig:

Nun sieht es heute aber so aus würde sie nun doch die Köfferchen packen wollen.
Gestern bekam sie Fieber, heute morgen war ich mit ihr in der Praxis...sie hat starken, blutigen Ausfluss, die Gebärmutter ist stark verändert und die Zysten weiter gewachsen.

Ich plädiere immer zur OP von Zysten, weil ich eben weis welche tödlichen Folgeerscheinungen sich einstellen können. Und natürlich treten diese bei Lilly nun auch auf. Eine OP kommt bei ihr weiterhin eigentlich nicht in Frage...das würde sie so oder so nicht überleben.
Wir haben nun mit AB begonnen, einen Tupfer vom Ausfluss genommen, der ins Labor geht um zu schauen ob das AB passt...die Rezidivrate ist unglaublich hoch, das weis ich aber ich wollte es wenigstens versuchen. Vlt. bekommt sie so noch einige schöne Tage.
Schlägt das AB nicht an oder geht es kurz nach der Behandlung wieder los werden wir je nach Zustand die OP versuchen. Hop oder Top  :grusel:

Milista

  • Gast-Mitglied
  • *
  • Beiträge: 16
Antwort: Lilly-Fee: Verstopfung, Ovarialzysten, Artherom-OP
« Antwort 34 am: 22. November 2015, 10:06 Uhr »
Oh das klingt ja gar nicht gut  :traurig:

ich drück dir ganz fest die Daumen, dass alles gut geht und sie noch einige wundervolle Tage bekommt

Vio

  • Team-Mitglied
  • *
  • Beiträge: 5158
    • Die "Schweinebande" auf Facebook
Antwort: Lilly-Fee: Verstopfung, Ovarialzysten, Artherom-OP
« Antwort 35 am: 22. November 2015, 11:31 Uhr »
mensch, so ein mist :( ich drück auch feste die daumen für die mausi!!!  :fr:
*Ein Tier zu retten, verändert nicht die Welt.
Aber die ganze Welt verändert sich für dieses eine Tier.*

Liebe Grüße von Vio und der Schweinebande :mms:

Saubergschweinchen

  • Gast
Antwort: Lilly-Fee: Verstopfung, Ovarialzysten, Artherom-OP
« Antwort 36 am: 23. November 2015, 09:05 Uhr »
Heute morgen geht´s ihr besser. Das Fieber ist runter und sie kam recht fröhlich und ohne Verzögerung zum Fressen...was gestern relativ frisches Blut war ist heute stinkender, blutiger Schleim...aber es läuft raus und das ist in dieser Situation das beste was passieren kann.
Sie bekommt nun auch den ABM, vlt. können wir die entartete Gebärmutter so ein wenig abfangen. Ich fände ja auch Cordyceps passend vor allem wegen der Zysten...wenn ich den aber anbiete überschlägt sie sich fast rückwärts und wehrt sich panisch...is also nix.
ABM nimmt sie gut...ich hoffe er hilft auch ihrer Verdauung ein wenig.
AB auf diesen geschrotteten Darm ist natürlich auch der Supergau  :wall:

Kazaar

  • Gast
Antwort: Lilly-Fee: Verstopfung, Ovarialzysten, Artherom-OP
« Antwort 37 am: 23. November 2015, 15:44 Uhr »
Ach herrje, arme Lilly-Fee  :wein:. Hoffentlich berappelt sie sich wieder  :daumen:. Halte uns bitte unbedingt auf dem Laufenden Steffi  :traurig:.

Vio

  • Team-Mitglied
  • *
  • Beiträge: 5158
    • Die "Schweinebande" auf Facebook
Antwort: Lilly-Fee: Verstopfung, Ovarialzysten, Artherom-OP
« Antwort 38 am: 23. November 2015, 19:06 Uhr »
ich drücke auch daumen!! klingt gut soweit, sie packt das schon! ein bisschen zeit ist hoffentlich noch drin, so eine kämpfermausi!!  :fr:
*Ein Tier zu retten, verändert nicht die Welt.
Aber die ganze Welt verändert sich für dieses eine Tier.*

Liebe Grüße von Vio und der Schweinebande :mms:

Saubergschweinchen

  • Gast
Antwort: Lilly-Fee: Verstopfung, Ovarialzysten, Artherom-OP
« Antwort 39 am: 26. November 2015, 12:50 Uhr »
Einige Tage Ab hat sie ganz gut weggesteckt, der Ausfluss ist weg und gestern wollten wir die Gäbärmutter nochmal schallen um zu kontrollieren ob es wirklich besser wird oder sie sich einfach nur geschlossen hat und nichts mehr rausläuft...das wäre ja der Supergau.

Leider haben wir vor lauter aufgegasten Darmschlingen nichts handfestes darstellen können, wir vermuten aber das es gut angeschlagen hat, einfach weil es ihr auch deutlich besser geht.

Heute morgen war sie sehr aufgegast und bekam schlecht Luft...mit Colosan geht´s besser, aber die Verdauung ist nun endgültig hinüber...zwei Tage noch AB und dann versuch ich mit Apfelpektin und Co. zu retten was zu retten ist. In der Hoffnung es bleibt von der Gebärmutter ruhig  :traurig:

Im großen und ganzen vorsichtiger Optimismus, einfach weil sie noch lebt.

Vio

  • Team-Mitglied
  • *
  • Beiträge: 5158
    • Die "Schweinebande" auf Facebook
Antwort: Lilly-Fee: Verstopfung, Ovarialzysten, Artherom-OP
« Antwort 40 am: 26. November 2015, 16:27 Uhr »
Oh Mann... Ich drücke dich und meine Daumen ganz fest!!!  :fr:
*Ein Tier zu retten, verändert nicht die Welt.
Aber die ganze Welt verändert sich für dieses eine Tier.*

Liebe Grüße von Vio und der Schweinebande :mms:

Kazaar

  • Gast
Antwort: Lilly-Fee: Verstopfung, Ovarialzysten, Artherom-OP
« Antwort 41 am: 26. November 2015, 18:09 Uhr »
Wir drücken hier auch sämtliche Daumen und Pfötchen für die Süße  :gube:

Saubergschweinchen

  • Gast
Antwort: Lilly-Fee: Verstopfung, Ovarialzysten, Artherom-OP
« Antwort 42 am: 01. Dezember 2015, 11:44 Uhr »
Sie lebt noch.
Die guten Tage sind auch noch besser geworden aber die schlechten Tage bleiben bestehen.
Sie hat nun noch das Schnorcheln angefangen aber nochmal AB kommt erstmal nicht in Frage  :nein:
Gebärmutter ist vorerst ruhig aber mein Optimismus hält sich in Grenzen...wir stopfen halt ein Loch nach dem anderen.

Die Verdauung is so lala, mal Matschkot, mal Steinköttel, viel Luft und Bauchweh.

Vitalpilze, Schwarzkümmelöl, Apfelpektin, Heilerde und viel Zeit sind nun eingeplant um sie wieder hinzubiegen. Sie ist ein wahnsinns Kämpferschwein, sie will halt einfach weiter tüddeln und das soll sie auch.
Solange es eben geht.

Vio

  • Team-Mitglied
  • *
  • Beiträge: 5158
    • Die "Schweinebande" auf Facebook
Antwort: Lilly-Fee: Verstopfung, Ovarialzysten, Artherom-OP
« Antwort 43 am: 01. Dezember 2015, 13:37 Uhr »
klasse, wie du sich um sie bemühst und was du alles für sie tust  :fr:
ich drücke fest die daumen für die maus!
*Ein Tier zu retten, verändert nicht die Welt.
Aber die ganze Welt verändert sich für dieses eine Tier.*

Liebe Grüße von Vio und der Schweinebande :mms:

Kazaar

  • Gast
Antwort: Lilly-Fee: Verstopfung, Ovarialzysten, Artherom-OP
« Antwort 44 am: 01. Dezember 2015, 17:52 Uhr »
Wir drücken mit  :gube:. So eine süße Maus muss einfach ein Kämpferschwein sein  :g: