Autor Thema: Auf Verdacht gegen Grabmilben behandeln?  (Gelesen 49 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Narnia

  • Aktives Mitglied
  • ****
  • Beiträge: 441
Auf Verdacht gegen Grabmilben behandeln?
« am: 22. Februar 2021, 18:16 Uhr »
Wir hatten ja vor einigen Monaten ziemlichen Stress mit der Vergesellschaftung unserer Böckchen; und vollständig entspannt sind die beiden aktuellen Gruppen bis heute noch nicht. Im Zuge der Vergesellschaftung fing unser Leittier an, sich vermehrt zu kratzen und zu beißen. Ich sehe nichts im Fell und auch die Haut ist zum Glück noch intakt. Ich habe bisher nichts dagegen getan, da ich nicht unnötig ein Spot-On verwenden will und zunächst abwarten wollte, ob es nur Nervosität ist, die wieder abklingt o.ä.

Er hatte im Frühsommer eine blutige Stelle vermutlich durch Grabmilben, damals aus meiner Sicht wegen Stress mit seinem Bruder. Etwa einen Tag nach der Anwendung von Advocate war das Kratzen vorbei und die Haut heilte schnell wieder. Dennoch habe ich die zweite Anwendung nach vier Wochen auch gemacht, wie es der Tierarzt gesagt hatte.

Nun ist meine Frage, ob ich weiter warte, bis es offensichtlich schlimmer oder besser wird oder ob ich noch einmal Advocate anwende. Der Tierarzt hat sich damals auch nur die aufgekratzte Stelle angesehen und keine Probe entnommen. Jetzt brauchte ich daher gar nicht erst hinzugehen mit dem Schweinchen.

Was mir an dem Auftropfen auch nicht gefallen hat, ist die Ungenauigkeit. Ich sollte einen kleinen Tropfen darauftun. Nur was ist das, bei einem Mittel, das aus der Tube läuft? Für Igel kenne ich die Empfehlung mit einer Tuberkulinspritze zu dosieren und daraus aufzutropfen, da es bei diesen Tieren leider öfters Todesfälle bei Spot-On-Anwendung gibt. Nur wieviel wäre dann für ein Schweinchen von rund 1200g richtig?

Wie macht Ihr das mit der Dosierung?

Woher bekommt Ihr das entsprechende Mittel bzw. welches nehmt Ihr?

Vio

  • Team-Mitglied
  • *
  • Beiträge: 5512
    • Die "Schweinebande" auf Facebook
Antwort: Auf Verdacht gegen Grabmilben behandeln?
« Antwort 1 am: 22. Februar 2021, 21:14 Uhr »
Hallo Narnia :-)

Ja, ich spotte zum Teil auch auf Verdacht. Ein Hautgeschabsel bringt nicht zuverlässig Sicherheit  und wenn es nicht trockene Haut (sehr selten macht das Juckreiz) oder Pilz ist, ist es meist ein krabbliger Mitbewohner.
Ich probiere erst immer Insecticide2000 und Kokosöl, hilft das nichts, spotte ich.

Dazu nutze ich, was ich da habe: Advocate, Ivermectin, Stronghold.
Etwas spritzen lassen von diesen Mitteln würde ich nie, weil es als Spot on meiner Erfahrung nach genauso gut wirkt und den Körper aber wohl weniger belastet.
Zum Teil spotte ich auch nicht nach nach 4/1/3 Wochen (Reihenfolge der Wochenzahlen passend zu den Mitteln oben), wenn der Befall nur leicht war, meiner Erfahrung nach ist das gar nicht immer nötig.
Im Zweifel würde ich es bei einem starken Befall immer tun, ist es nur ein wenig Juckreiz setze ich lieber auf Immunsystemstärkung oder Stressreduktion.
*Ein Tier zu retten, verändert nicht die Welt.
Aber die ganze Welt verändert sich für dieses eine Tier.*

Liebe Grüße von Vio und der Schweinebande :mms:

Hugomero

  • Aktives Mitglied
  • ****
  • Beiträge: 1004
Antwort: Auf Verdacht gegen Grabmilben behandeln?
« Antwort 2 am: 22. Februar 2021, 21:37 Uhr »

Was mir an dem Auftropfen auch nicht gefallen hat, ist die Ungenauigkeit. Ich sollte einen kleinen Tropfen darauftun. Nur was ist das, bei einem Mittel, das aus der Tube läuft? Für Igel kenne ich die Empfehlung mit einer Tuberkulinspritze zu dosieren und daraus aufzutropfen, da es bei diesen Tieren leider öfters Todesfälle bei Spot-On-Anwendung gibt. Nur wieviel wäre dann für ein Schweinchen von rund 1200g richtig?

Wie macht Ihr das mit der Dosierung?

Woher bekommt Ihr das entsprechende Mittel bzw. welches nehmt Ihr?

ich hatte damals Advocate abgefüllt in Spritzen bekommen und musste genau die 0,2 ml in den Nacken geben, bei Stronghold bekam ich die ganze Tube mit- ich glaub bei Igeln gibt es Medis /Spots, die tödlich wirken :-(

und ich hatte letztes Jahr bei meinem Kastrat u.a Verdacht auf Grabmilben, wir haben auch auf Verdacht gespottet, weil der TA auch dagegen war, ihm das schmerzhafte Hautgeschabsel anzutun
Susi mit Pino, Yuki, Enya ,Rosie, Lyria, Frou–Frou und Abigail

Vio

  • Team-Mitglied
  • *
  • Beiträge: 5512
    • Die "Schweinebande" auf Facebook
Antwort: Auf Verdacht gegen Grabmilben behandeln?
« Antwort 3 am: 22. Februar 2021, 23:08 Uhr »
Ach genau, sorry. Ich ziehe alles in einer 1 ml Spritze auf und gebe je einen Tropfen (oder je nach Konzentration des Mittels mehr/weniger) auf die freie Haut hinter den Ohren. Das klappt ganz gut und ich denke, bis auf das mü muss es bei diesen Mitteln nicht stimmen mit der Dosierung.
*Ein Tier zu retten, verändert nicht die Welt.
Aber die ganze Welt verändert sich für dieses eine Tier.*

Liebe Grüße von Vio und der Schweinebande :mms: