Autor Thema: Chronische Blasenentzündung  (Gelesen 1620 mal)

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Gabi

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Antwort: Chronische Blasenentzündung
« Antwort 75 am: 11. Februar 2021, 18:33 Uhr »
Hallo :winke:
es gibt gute Nachrichten von Martha! Gestern war ich noch ein wenig skeptisch nachdem ich das Schweinchen eine Stunde durch den Schnee gefahren hatte und erst zu Hause festgestellt habe, dass die ganze hintere Hälfte
der Martha nass ist, als sie sich dann aus ihrer Röhre herausgetraut hat. Da ist mir dann eingefallen, dass die mir die TA-Helferin noch gesagt hat, dass sie das Schweinchen gewaschen habe. Ich hätte es lieber verschmiert als nass mitgenommen bei der Kälte, kann ja leicht eine Blasenentzündung  geben und welches Schweinchen badet schon gerne ;) Aber auch das hat Martha gut überstanden, die OP scheint super verlaufen zu sein, ich kann es mir gar nicht vorstellen, wie man an so einer kleinen Blase operieren kann. Mir waren zwischenzeitlich auch Zweifel gekommen, ob es richtig war mit der OP, weil die Diagnose ja nicht eindeutig war und ich hätte mir auch so was wie Hugomero mit einem Tumorgeschehen vorstellen können, wo dann die Gebärmutter und die Blase betroffen ist. So war ich mega erleichtert, dass es sich um eine Art Blutgerinnsel gehandelt hat, das sich irgendwie in die Blase verirrt hatte. In der Rücküberweisung an den näher gelegenen Tierarzt heißt das: "Bei einer Zystotomie am 9.2.21 konnten wir ein amorphes mineralisiertes Konkrement aus der Blase entfernen, welches in ein Koagulum eingebettet frei in der Harnblase schwamm." Vio, vielleicht kannst du dir darunter was vorstellen, ein Röntgenbild habe ich nicht erhalten (Aufbewahrungspflicht TA 10 Jahre). Auf dem Röntgenbild von dem ersten Tierarzt war gar nichts zu erkennen, da hätte man einen Stein sehen können aber nichts, was weniger verdichtet ist. Das Röntgenbild von Frau Dr. Drescher war um Klassen besser und da war eine helle Stelle zu sehen. Im Bericht heißt das "mineralisierte Verschattung in der Harnblase" Ich hoffe sehr, dass es jetzt diese "Verschattung" war, die auch die Schmerzen verursacht hatte. Martha ist auf jeden Fall fit wie noch nie seit sie bei mir ist und futtert mit Begeisterung. Auch mit dem Pinkeln gibt´s keine Probleme mehr. Drei Tage soll ich jetzt noch das Baytril geben und dann wieder nach erst 14 Tagen die Fäden ziehen lassen. Die Rücküberweisung habe ich gleich schicken lassen, damit es da nicht wieder Schwierigkeiten gibt, eine Hinüberweisung hatte ich ja nicht wirklich aber das ist auch egal. Ich bin jetzt erst mal glücklich mit meinem Goldschweinchen. Martha hat tatsächlich ein seidiges sandfarbenes Fell, sehr edel, wahrscheinlich ist sie deshalb auch noch gewaschen worden aber abgesehen davon war ich wirklich sehr zufrieden in Stuttgart. Es wurde auch nochmal ein Röntgenbild gemacht ob die "Verschattung" nach der OP weg ist und vorher halt auch erstmals genau nachgesehen, was die Ursache sein könnte. Ich hoffe, dass ich so schnell nicht wieder zum Tierarzt muss aber das finde ich schon sehr wichtig, dass nach der Ursache der Beschwerden gesehen wird und die technische Ausstattung ist denke ich auch wichtig. Was nutzt ein Röntgenbild das nur die groben Umrisse zeigt. Also euch Allen nochmals vielen Dank und einen schönen Abend! Gabi 
 

Narnia

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Antwort: Chronische Blasenentzündung
« Antwort 76 am: 11. Februar 2021, 20:23 Uhr »
Gut, dass Martha sich trotz oder wegen der OP gut fühlt!

Da Du ja das Hin- und Her mit den zwei Tierärzten erlebt hast, würde ich wegen der Röntgenaufnahmen bei Gelegehenheit nachhaken. Die Praxis soll ja nicht die einzigen Aufnahmen hergeben, sondern nur Kopien davon. Ich weiß nicht genug davon, vermute aber, dass die Aufnahmen entweder digital gemacht wurden oder zumindest eine Kopie erzeugt werden kann, die die erhälst.

Ich finde es wichtig, das wir als engagierte Halter die Informationen über unsere Tiere zusammenhalten, uns weiter informieren und bei Bedarf einem anderen Tierarzt schnell Informationen, alter Aufnahmen u.ä. zeigen können.

Ich wünsche Martha gute Besserung und Dir auch Kraft und Entspannung!

Hugomero

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Antwort: Chronische Blasenentzündung
« Antwort 77 am: 11. Februar 2021, 20:58 Uhr »
Gut, dass Martha sich trotz oder wegen der OP gut fühlt!

Da Du ja das Hin- und Her mit den zwei Tierärzten erlebt hast, würde ich wegen der Röntgenaufnahmen bei Gelegehenheit nachhaken. Die Praxis soll ja nicht die einzigen Aufnahmen hergeben, sondern nur Kopien davon. Ich weiß nicht genug davon, vermute aber, dass die Aufnahmen entweder digital gemacht wurden oder zumindest eine Kopie erzeugt werden kann, die die erhälst.



Ich hatte das tatsächlich nur zweimal, daß ich keine Röntgenbilder bekommen habe, einmal war es noch ein richtiges Röntgen mit TÄ im Bleigürtel und auf Platte..das zweite mal hat sich der TÄ schlicht geweigert, wenn man in der Situation noch nerven hat, kann man es auch abfotografieren, aber wer denkt schon in der Sorge dran...
Mein jetziger TA übermittelt es mir alles direkt in eine spezielle App, ist vorallem beim US sehr praktisch
Susi mit Pino, Yuki, Enya ,Rosie, Lyria, Frou–Frou und Abigail

Vio

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Antwort: Chronische Blasenentzündung
« Antwort 78 am: 11. Februar 2021, 21:51 Uhr »
Bin sehr froh, dass Martha alles gut überstanden hat 🙏🏻😊
Dann gute Besserung und Erholung und ich hoffe, sie hat nun Ruhe!
Da sie nun zwei Mal in kurzer Zeit eine Naht hatte, würde ich diese gut im Auge behalten, manchmal kommt es dann zu Wundheilungsstörungen durch zu viel Narbengewebe in diesem Bereich und zu straff gespannte Haut, wenn die OPs kurz nacheinander waren. Wenn wieder ein Pflaster drauf ist, würde ich das nach 3-4 Tagen entfernen und nachsehen, wie es heilt😊

Ich gehe davon aus, dass die Röntgenbilder dann nicht digital waren, sonst hätte man sie dir ja schicken können per Mail.
In diesem Fall mache ich immer gleich beim TA ein Foto davon :-)
"Amorphes mineralisiertes Konkrement" geht für mich definitiv in Richtung Blasenstein. Es scheint mit einem Blutgerinnsel umhüllt gewesen zu sein. Mehr kann ich dazu leider nicht sagen, das würde aber auch erklären, warum man das auf dem Röntgenbild sah, denn rein Gewebe in der Blase sieht man da ja nicht.
Größe würde mich interessieren...

Ein weiterer Ultraschall wurde keiner gemacht oder? Hätte ich jetzt erwartet, um genauer zu sehen, was da ist und ob es Operabel ist - war es ja zum Glück.
Die Blase sah soweit ich mich erinnere im US doch immer gut aus, warum hat der Tierarzt in der Nähe das nicht gesehen? Natürlich doppelt ärgerlich, dass der Besuch bei ihm gar nichts brachte außer Kosten, wenn auch die Röntgenbilder so schlecht waren, dass man da gar nichts klar erkennen konnte.
Echt schade 😔 gut, dass du nochmal zu Frau Dr Drescher bist!

Lässt sich jetzt nur grob spekulieren, was das dann genau war... In jedem Fall gut, dass das operiert wurde und es nun raus ist und kein Tumor oder was auch immer blödes war😊🍀
Ich würde ihr jetzt wohl alles mögliche Gute für die Blase zur Heilung geben, hatte ja da ein paar Beiträge zuvor schon was genannt.
Hoffentlich heilt alles und sie hat nie wieder Probleme, das wäre schön🙏🏻❤️🍀 Ich drücke fest Daumen!

Blasen OPs sind nicht ohne, ist auch nicht selbstverständlich, dass ein Schweinchen zwei so große OPs nach schon länger Krankengeschichte so gut oder überhaupt übersteht.
Das spricht definitiv für ein gutes Narkose- und OP-Management der Tierärztin! 👍🏻
Bin immer sehr froh, wenn jemand wen Kompetentes in der Nähe hat. Mit den Tierärzten in der Nähe wärst du aufgeschmissen gewesen. 😔 Traurig, aber wahr. Ich hoffe, dass derjenige sich wenigstens fragt, warum er bei der Diagnostik sowas auffälliges nicht gefunden hat und da vielleicht an seiner Technik zur Diagnostik mal etwas verbessert.
*Ein Tier zu retten, verändert nicht die Welt.
Aber die ganze Welt verändert sich für dieses eine Tier.*

Liebe Grüße von Vio und der Schweinebande :mms:

Gabi

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Antwort: Chronische Blasenentzündung
« Antwort 79 am: 12. Februar 2021, 11:11 Uhr »
Hallo Vio,
noch mal kurz zum Thema Ultraschall. Es wurde insgesamt drei Mal Utraschall gemacht in der Praxis in der Nähe. Ich denke auch vor der OP in Stuttgart wurde ein US gemacht, steht allerdings nicht auf der Rechnung. Aber auch das Röntgenbild, das gemacht wurde um zu schauen, ob der Fremdkörper jetzt draußen ist, steht nicht auf der Rechnung. Frau Dr. Drescher hatte mir angeboten, vor der OP noch wo anders hinzugehen, wo es noch einen besseren US gegeben hätte. Wo das gewesen wäre, weiß ich nicht aber es war wohl auf dem US sehr schlecht etwas zu erkennen. Letztendlich habe ich Frau Dr. Drescher entscheiden lassen, ob die OP durchgeführt wird mit der wagen Diagnose einer "weichen Struktur" in der Blase. Ich war aber auch dafür, weil es dem Schweinchen Sonntag echt sehr schlecht ging. Montag war es ja auf wundersame Weise wieder wesentlich besser aber ich hatte nicht das Gefühl, dass man noch eine andere Praxis aufsuchen sollte was ja auch wieder ein Zeitverlust bedeutet hätte. Außerdem habe ich auch gesehen, dass auf dem Röntgenbild eben dieser hellere nicht klar abgegrenzte kleine Bereich war. Ich hoffe halt, dass es jetzt gut ist, ein wenig unruhig bin ich immer noch. Es geht Martha zwar immer noch sehr gut aber ich merke schon, dass ich bei jedem nicht so freudigen Geräusch von ihr einen Blick auf die Papiertaschentücher werfe. Eine größere Menge Teststäbchen habe ich mir auch gekauft, da werde ich die Lage weiter beobachten und auch wie die Naht verheilt. Ja, dann drücken wir doch mal die Daumen für Martha! Nochmal ganz herzliche Grüße aus dem verschneiten Schwabenland, vielen Dank für Alles! Gabi