Autor Thema: Zeit sparen durch Mattenbildung?  (Gelesen 1115 mal)

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Piggilotta

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Antwort: Zeit sparen durch Mattenbildung?
« Antwort 15 am: 12. Januar 2021, 10:00 Uhr »
Ich weiß nicht, ob das so ganz rüber gekommen ist: ich hab den Kokos genommen, um die unterste Schicht nicht allzu hoch machen zu müssen, da das Zeug ja soviel Flüssigkeit aufnehmen kann.
Zum Überstreuen war es mir dann zu teuer, bzw. da wollte ich was, das den Urin nicht aufnimmt, sondern nach unten sickern lässt, darum Stroh, weil das noch weniger aufnimmt als Heu.
Und das Heu der obersten Schicht war ja eigentlich ne Art "Doppelnutzen", recycling, weil ja immer so viel übrig bleibt und es so dann einen weiteren Zweck erfüllen konnte.

Was ich jetzt nicht als "Gebrauchsanleitung" meine, sondern um zu schildern, wie das "gewachsen" ist.
(Irgendwann staunte ich dann, wie dieses "System" einer Windelwerbung glich, mit der Menge an aufgenommenem Urin bei trockenen Popöchen.)
Hängt in der Realität sicher auch vom Platz ab, den man zur Lagerung der ganzen Komponenten hat, bzw. ob man, wie ich, das Zeug für den Kompost nehmen will.
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Fun fact: Ich hab auch versucht, den Kleinen Stufen anzubieten (die Wannen waren ja höher als sie selbst) da sind sie dann entweder daneben rein gesprungen oder über beides: Stufe und Rand. Die Großen sowieso.
Da kann man schön beobachten, warum Rampen besser sind...

Das wär ein eigenes Thema wert, wie viel Belastung nötig ist, um Gesund zu sein/bleiben/werden und ab wann es zu viel ist.

Ich steh in so Fällen/bei so Fragen immer auf Kombinationen mit ähnlichen Problemen.
Hier bieten sich Steine zum Krallen abwetzen an, lieber drei, vier nebeneinander als nur einen.
Wenn ich sie schon zu was "nötige".
(Hindernisse von nur wenigen Zentimetern fand ich auch immer sehr "naturnah", bzw. die Wutzen haben rumliegende Äste gerne übersprungen, auch wenn das ein "Umweg" war.)

Murx Pickwick

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Antwort: Zeit sparen durch Mattenbildung?
« Antwort 16 am: 14. Januar 2021, 10:57 Uhr »
Ich hatte, als ich noch Meerschweinchen hatte, sie ganzjährig draußen bei 200qm mind. Weide ... diese Meerschweinchen übersprangen fast alle zu meinem Leidwesen 40cm, die jungen Meerschweinchen waren auch durchaus noch bei 60cm dabei - und sprangen dadurch häufiger und höher wie meine Kaninchen, die problemlos 2m Höhe überwinden könnten, wenn sie gewollt hätten, aber zu faul waren, 60cm zu überspringen.
Das Ende vom Lied waren 1m hohe, recht schwere Zaunelemente - schwer, weil die Ausreißerkönige sich ohne Probleme sonst unter den Zaunelementen durchgedrückt hätten. Wenn ich nicht aufpaßte, daß die Zaunelemente alle noch mal zum Boden hin abgesichert waren, hatten das die Jungschweinchen auch regelmäßig gemacht ...  :aug:

Trotzdem die Meerschweinchen viel und hoch sprangen, waren sie alle gesund im Bewegungsapparat (bis auf Brabbelchen, die kam schon mit Osteoporose zu mir und sprang logischerweise wegen der Schmerzen nie)

Narnia

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Antwort: Zeit sparen durch Mattenbildung?
« Antwort 17 am: 15. Februar 2021, 22:29 Uhr »
Vor gut drei Wochen habe ich mit je einem Einstreubereich pro Gruppe wieder begonnen. Wir haben dazu eine genau für den Platz passende "Wanne" aus Siebdruckplatte mit 12cm hohem Rand und Abtrennung bei etwa der Hälfte gebaut. Bei dieser Randhöhe brauchen unsere Jungs doch auf Dauer Einstiegshilfen, d.h. Rampen. Mittlerweile passt das bei der Dreiergruppe sehr gut, bei den andere muss ich noch etwas nachbessern+.

Bisher bringt es eine große Arbeitserleichterung!  :freu:

Ich habe derzeit nur Kokostreu in Verwendung und das Heu bildet eine Deckschicht, weil sie ja nie alles futtern wollen. In den drei Wochen habe ich etwa dreimal etwas an Böhnchen entfernt und gestern das Heu und alle oberflächlichen Böhnchen abgetragen. Da merkte ich dann schon etwas Ammoniak-Geruch. Ich habe dann etwas  Kokosstreu darüber getan und bei der Dreiergruppe war es damit auch wieder gut. Die Zweigruppe hatte schon vorher das Einstreu durch viele Schnellstarts u.ä. aufgewühlt. Stellenweise gab es auch nur noch Heu bis zum Grund daher.

Jedenfalls drehte einer dann ein paar Stunden nach dem Säubern einige ausgelassene Runden in der Einstreu und dann stank es richtig. Er hatte anscheinend nicht verstanden, dass man die Matte nicht anbrechen darf.  :roll: Als Sofortmaßnahme habe ich nach dem Lüften Stroh übergestreut. Das scheint es jetzt wieder beruhigt zu haben.

Ich habe den Eindruck, dass das Kokosstreu sogar zu trocken und nicht zu nass ist. Trocken und fein wie es ist, rutscht es dann weg - selbst nach drei Wochen Benutzung.

Das ist erst mal mein Zwischenstand.

Vio

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Antwort: Zeit sparen durch Mattenbildung?
« Antwort 18 am: 22. Februar 2021, 15:48 Uhr »
Das klingt gut und spannend! Ich finde es immer wieder interessant, wie unterschiedlich die Erfahrungen bei den unterschiedlichen Haltern sind.
Es scheint wirklich viel eben auch mit Handhabung und Gehegegrösse zu tun zu haben.
Und mit Schweinchen und ob sie tiefspurig durchs Streu rasen und dabei alles aufwedeln oder halt nicht  :g:

Falls du irgendwann noch kleinere Einstreubereiche dazubauen willst, ich habe sehr gute Erfahrungen mit den 10cm-hohen Kotwannen von Breker gemacht und da 4 Stück unterschiedlicher Grösse (gibt da einige Grössen-Kombinationen) im Gebrauch. Den Rand können geschickte Tiere locker überspringen, aber ich hab zum Teil mit einem Messer mühsam Einstiegslöcher rein geschnitten oder mit Steinen eine Treppe gebaut.
*Ein Tier zu retten, verändert nicht die Welt.
Aber die ganze Welt verändert sich für dieses eine Tier.*

Liebe Grüße von Vio und der Schweinebande :mms: