Autor Thema: Zahnschweinchen Finn - kann ich noch was tun?  (Gelesen 1249 mal)

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Hugomero

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Antwort: Zahnschweinchen Finn - kann ich noch was tun?
« Antwort 30 am: 17. Juli 2020, 21:41 Uhr »
Es tut mir sehr leid, dass er der Kleine nicht geschafft hat...
Danke, dass Du Dich gemeldet hast, ich finde es trotz allem „ schön „ wenn man weiß wie es weiterging, weil wir ja alle mitfiebern
Viel Kraft für die nächste Zeit
Susi mit Pinola, Chillie ,Yuki und Enya

Narnia

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Antwort: Zahnschweinchen Finn - kann ich noch was tun?
« Antwort 31 am: 17. Juli 2020, 21:53 Uhr »
Danke, dass Du berichtet hast. Das ist ja wirklich traurig!

Wenn ich es richtig im Kopf habe, wusstest Du zuletzt nicht, was sein eigentliches Problem war und dabei ist es auch geblieben? Ein Tier mit 3 Jahren stellt ja nicht das Fressen (außer Brei) weitgehend ein. Du hast um ihn gekämpft, aber ohne die richtige Unterstützung eines Tierarztes kommen wir mitunter nicht weiter.

Für ihn kann es keinen Unterschied mehr machen, aber für Deine anderen Tiere würde ich mir überlegen, welchem Tierarzt Du sie künftig anvertrauen willst. Wenn es erst einmal zu einer Notsituation kommt, hat man meistens dafür keine Zeit mehr.

Ich will Dir damit keinen Vorwurf machen. Du hast Dich um ihn bemüht, nur einiges was Du von der einen Ärztin geschrieben hast, hörte sich fragwürdig an. Auch wäre es wichtig gewesen, herauszufinden, was denn nun sein Problem war. Das hat anscheinend - bitte korrigiere mich sonst - die andere Ärztin auch nicht getan.

Ich wünsche Dir jetzt, dass bald die schönen Erinnerungen an ihn als andere überwiegen und der Schmerz über den Verlust abklingt.

Vio

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Antwort: Zahnschweinchen Finn - kann ich noch was tun?
« Antwort 32 am: 18. Juli 2020, 15:57 Uhr »
Auch von mir herzliches Beileid! Tut mir leid, dass der kleine Schatz nicht noch länger bei euch sein konnte.
Aber du hast versucht, das Beste für ihn rauszuholen und mit Sicherheit hat er deine Sorge und Liebe gespürt  :fr:
*Ein Tier zu retten, verändert nicht die Welt.
Aber die ganze Welt verändert sich für dieses eine Tier.*

Liebe Grüße von Vio und der Schweinebande :mms:

Gurkenschnäuzchen

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Antwort: Zahnschweinchen Finn - kann ich noch was tun?
« Antwort 33 am: 19. Juli 2020, 09:51 Uhr »
Danke für eure lieben Worte!

Ich habe ja schon lange Meeris und es ist immer hart, wenn eines gehen muss, aber Finns Geschichte hat mich schon besonders getroffen. Die letzten Wochen hat sich praktisch alles nur noch um ihn gedreht. Dabei fing alles aus meiner Sicht so harmlos an. Ich denke immer noch, dass bei dem ersten Schliff der Front etwas schief gelaufen ist. Ich hätte ihn damals nehmen und wieder gehen sollen. Aber meine TA war nun mal nicht zu erreichen und hinterher ist man ja leider immer schlauer.

Narnia, dass meine TA der Ursache für all das nicht weiter nachgegangen ist, ist so nicht ganz richtig. Als medizinischer Laie kann ich es nicht so gut beschreiben, aber sein Kiefer saß nicht mehr an der richtigen Stelle, dazu kam eine schlimme Gebissfehlstellung.
Ich weiß nicht, ob ein anderer TA noch etwas für ihn hätte tun können und sei mir nicht böse: Ich will es jetzt auch nicht mehr wissen.

Ja, als ich mich hier angemeldet habe, hatte ich mein Vertrauen verloren. Es war aber auch alles sehr emotional. Die plötzliche Diagnose, ihn unter Narkose so da liegen zu sehen…
Meine TA kennt mich da eigentlich als recht vernünftig und sie hat mir bestimmt auch nicht angemerkt, dass in dem Moment eine kleine Welt für mich zusammengebrochen ist.

Beim letzten TA- Besuch habe ich dann extra noch angekündigt, dass ich mehr Zeit mit meiner TA brauche, weil ich an dem Tag nicht mal wusste, wohin die Reise geht. Weitere Untersuchungen? Aufgeben? Nochmal kämpfen? Wir haben wirklich viel geredet und ich habe mir nochmal all das sagen lassen, was ich am Tag der ersten Diagnose vor lauter Schock nicht mehr behalten hatte.

Die Entscheidung, ihm trotz der ausweglosen Fehlstellung nochmal die Zähne zu richten und ihm Zeit zu verschaffen kam von mir und meine TA war auch der Meinung, dass das vertretbar ist, so lange er keine Anzeichen von Schmerz zeigt.
Bedenkt, bis auf die Brei-Fütterungen hatte ich ein lebenslustiges Schweinchen vor mir! Die Gasnarkose hat er auch wieder super verkraftet. Mir war da schon klar, dass wir nur noch wenig Zeit haben. Aber man hat ihm mit jedem Tag angemerkt, dass er leben will!

Die größte Angst hatte ich davor, dass ich in Nachhinein sagen werde, dass ich falsch entschieden habe. Aber das habe ich nicht. Er hatte noch eine schöne Zeit und einen schnellen, ruhigen Tod in gewohnter Umgebung.

Ob meine TA jetzt in allen Bereichen die Richtige ist, ist ein anderes Thema. Sie ist zumindest besser als so einige TAs, die ich in der Vergangenheit hatte. Ihr liegt auch das Wohl von so einem ‚Nur-Meerschweinchen‘ sehr am Herzen. Kompetent wirkt sie auch.
Aber die Frage nach dem richtigen TA ist eine Diskussion, die wir vielleicht irgendwann an anderer Stelle starten können. Jetzt gerade bin ich noch nicht so weit.

Narnia

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Antwort: Zahnschweinchen Finn - kann ich noch was tun?
« Antwort 34 am: 19. Juli 2020, 13:53 Uhr »
Wenn ich es richtig verstehe, hatte er von einem Tag auf den anderen eine so schlimme Kieferfehlstellung, dass er nie mehr richtig zu fressen anfing. Das ist es, was ich nicht verstehe und warum Du ja auch selbst überlegt hast, ob bei der ersten Zahnkorrektur der Tier massiv verletzt wurde (Riss im Kiefer, ausgerenkt o.ä.). Da habe ich hier, soweit ich mich erinnere, auch von der zweiten Ärztin keine Erklärung gelesen.

Aber ich verstehe, dass Du jetzt nicht immer wieder darüber nachgrübeln willst. Es dauert ja hoffentlich auch noch lange, bis Du wieder mit einem Schweinchen zum Tierarzt musst.

Hugomero

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Antwort: Zahnschweinchen Finn - kann ich noch was tun?
« Antwort 35 am: 19. Juli 2020, 16:52 Uhr »
Wenn ich es richtig verstehe, hatte er von einem Tag auf den anderen eine so schlimme Kieferfehlstellung, dass er nie mehr richtig zu fressen anfing. Das ist es, was ich nicht verstehe und warum Du ja auch selbst überlegt hast, ob bei der ersten Zahnkorrektur der Tier massiv verletzt wurde (Riss im Kiefer, ausgerenkt o.ä.). Da habe ich hier, soweit ich mich erinnere, auch von der zweiten Ärztin keine Erklärung gelesen.

Ich denke, man weiß immer nie ob eine Entscheidung richtig oder falsch war..aber aus der Entfernung sehen wir ja immer nur einen kleinen Bericht, und nicht das Tier...ich kann schon nachvollziehen, dass wenn gurkenschnäuzchen so voller Trauer ist, nicht noch Überlegungen erträgt, was vielleicht anders gemacht werden könnte....ich hatte auch Phasen, wo ich mir genug Vorwürfe , schlaflose Nächte gemacht habe..und wenn dann ein „ erhobener Zeigefinger „ kommt, ist es kaum zu ertragen ( wie gesagt, ich hab meine eigene Meinung , ja vielleicht hätte ich auch einiges anders gemacht ...aber das will ich völlig wertfrei schreiben , weil ich es selbst erlebt habe....in dem Moment kann man nicht drüber naChdenken, das geht erst mit Abstand...oder eben nicht, wenn die Seele zu tief verletzt  ist )
Susi mit Pinola, Chillie ,Yuki und Enya

Narnia

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Antwort: Zahnschweinchen Finn - kann ich noch was tun?
« Antwort 36 am: 19. Juli 2020, 18:32 Uhr »
Ich verstehe, was Du meinst Hugomero. Hoffentlich ist es bei Dir, Gurkenschnäuzchen, nichts als lieblos angekommen, was ich geschrieben habe. Ich wollte auch nicht "nachlegen", sondern nur erklären, was ich meinte.

Also bitte nicht böse sein!

Gurkenschnäuzchen

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Antwort: Zahnschweinchen Finn - kann ich noch was tun?
« Antwort 37 am: 22. Juli 2020, 13:34 Uhr »
Keine Sorge, Narnia, ich bin nicht böse.   :winke:

Allerdings musste ich das alles jetzt auch erst mal sacken lassen. Wie Hugomero schon schreibt, die Gedanken stehen sowieso nicht still. Es waren sehr, sehr schlimme Wochen mit Kämpfen, Hoffen und Zweifeln. Am Ende von Allem hab ich jetzt auch noch das Gefühl mich rechtfertigen zu müssen. Was ich sehr schade finde, denn ich hoffe und denke, dass ich alles in meiner Macht stehende für Finn getan habe.

Ich lese aus euren Beiträgen immer wieder heraus, dass ihr noch mehr Meinungen und mehr Untersuchungen gemacht hättet. Glaubt mir bitte, ich hätte das auch, wenn ich nicht an einen Punkt angekommen wäre, an dem ich den Sinn dahinter nicht mehr sehen konnte. Finn war ein sensibles Schweinchen. Ich wollte ihm die letzte Zeit schön machen und ihn nicht von TA zu TA schleppen. Mal ganz davon abgesehen, dass die Suche nach einem guten TA ja eher der Nadel im Heuhaufen gleicht.

Zwischen meinem ersten Posting und meinem Letzten lagen immerhin ein paar Wochen, in denen viel passiert ist. Die Frage ‚Liegt es an den Zähnen/Kiefer oder an etwas Anderem‘ hatte sich geklärt. Es war deutlich zu sehen und auch zu spüren, dass es das Kiefer ist und sich die Zähne praktisch ein Stück nach hinten verschoben hatten, so dass die Schneidezähne plötzlich aufeinander standen. Hier lag ein Schaden vor, den weitere Diagnostik nicht hätte gut machen können.

Aber wie kam es jetzt dazu?
Dass du nachfragst, Narnia, kann ich gut verstehen. Genau diese Frage lässt mir ja selber keine Ruhe!
Meine TA meinte, sie könne sich bei so etwas allenfalls einen Unfall vorstellen.
Ich könnte mir kein Szenario vorstellen, bei dem er sich so verletzt haben könnte, ohne dass es mir aufgefallen wäre. Allerdings hat alles mit einem abgebrochenen Schneidezahn angefangen. Der bricht ja auch nicht von alleine…

Fakt ist, dass Finn nach der ersten Zahnkorrektur deutlich mehr Probleme hatte als vorher.
Fakt ist auch, dass mir die erste TA zwar viel erklärt hat, aber mit keinem Wort eine Kieferfehlstellung erwähnt hat.
Direkt nach der Korrektur sahen die Schneidezähne irgendwie ‚falsch‘ aus. Aber das ist nur meine Laien-Meinung.
Jedenfalls würde Aussage gegen Aussage stehen.
Und damit werde ich wohl nie erfahren, was wirklich passiert ist und muss damit klar kommen, meinen süßen kleinen Finn verloren zu haben.  :traurig2:

Wenn ich eins aus der Sache gelernt habe, dann dass ich ab jetzt alles beim TA noch sehr viel mehr hinterfragen werde und Bilder/Befunde immer mithaben will. Auch eure vielen Tipps und Anregungen waren mir wichtig und ich habe sie auch  in der Praxis angesprochen. Ich will wirklich nicht den Eindruck erwecken, als wäre mir das alles egal gewesen! Ich habe so viel gelesen, recherchiert... ihr könnt euch gar nicht vorstelle, wie viele Nächte ich mir um die Ohren geschlagen habe.

Wenn ihr mir aber wirklich einen Vorwurf daraus macht, dass ich Finn nicht noch weiter mit Untersuchungen belastet habe, dann muss ich ehrlich sagen, dass es mir nicht Leid tut. Lieber hatte ich ein Meeri, dass noch eine kurze Zeit ein Leben hatte, als eins das bis zum Ende gestresst in der Ecke sitzt.

Auch das ist nicht böse gemeint. Ich hoffe, ihr versteht, was ich damit sagen will. Für mich ist das alles einfach noch immer furchtbar traurig.

Hugomero

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Antwort: Zahnschweinchen Finn - kann ich noch was tun?
« Antwort 38 am: 22. Juli 2020, 20:19 Uhr »
Keine Sorge, Narnia, ich bin nicht böse.   :winke:

Allerdings musste ich das alles jetzt auch erst mal sacken lassen. Wie Hugomero schon schreibt, die Gedanken stehen sowieso nicht still. Es waren sehr, sehr schlimme Wochen mit Kämpfen, Hoffen und Zweifeln. Am Ende von Allem hab ich jetzt auch noch das Gefühl mich rechtfertigen zu müssen. Was ich sehr schade finde, denn ich hoffe und denke, dass ich alles in meiner Macht stehende für Finn getan habe.

............ Genau diese Frage lässt mir ja selber keine Ruhe!
Meine TA meinte, sie könne sich bei so etwas allenfalls einen Unfall vorstellen.
Ich könnte mir kein Szenario vorstellen, bei dem er sich so verletzt haben könnte, ohne dass es mir aufgefallen wäre. Allerdings hat alles mit einem abgebrochenen Schneidezahn angefangen. Der bricht ja auch nicht von alleine…

Fakt ist, dass Finn nach der ersten Zahnkorrektur deutlich mehr Probleme hatte als vorher.
Fakt ist auch, dass mir die erste TA zwar viel erklärt hat, aber mit keinem Wort eine Kieferfehlstellung erwähnt hat.
Direkt nach der Korrektur sahen die Schneidezähne irgendwie ‚falsch‘ aus. Aber das ist nur meine Laien-Meinung.
Jedenfalls würde Aussage gegen Aussage stehen.
Und damit werde ich wohl nie erfahren, was wirklich passiert ist und muss damit klar kommen, meinen süßen kleinen Finn verloren zu haben.  :traurig2:

Wenn ich eins aus der Sache gelernt habe, dann dass ich ab jetzt alles beim TA noch sehr viel mehr hinterfragen werde und Bilder/Befunde immer mithaben will. Auch eure vielen Tipps und Anregungen waren mir wichtig und ich habe sie auch  in der Praxis angesprochen. Ich will wirklich nicht den Eindruck erwecken, als wäre mir das alles egal gewesen! Ich habe so viel gelesen, recherchiert... ihr könnt euch gar nicht vorstelle, wie viele Nächte ich mir um die Ohren geschlagen habe.

Wenn ihr mir aber wirklich einen Vorwurf daraus macht, dass ich Finn nicht noch weiter mit Untersuchungen belastet habe, dann muss ich ehrlich sagen, dass es mir nicht Leid tut. Lieber hatte ich ein Meeri, dass noch eine kurze Zeit ein Leben hatte, als eins das bis zum Ende gestresst in der Ecke sitzt.

Auch das ist nicht böse gemeint. Ich hoffe, ihr versteht, was ich damit sagen will. Für mich ist das alles einfach noch immer furchtbar traurig.

Hab jetzt nur einiges zitiert, aber wollte nochmal schreiben, dass es mir immer noch leid tut ...

Ich weiß nicht wieviele Schweinchen du schon verloren hast, aber manche Schicksale beschäftigte uns sehr sehr lange....andere wiederum nicht, wenn es relativ eindeutig war ..und wie du schon schreibst, es ist auch nicht einfach , wenn man seinem Gefühl vertraut und dann einige ( au h ich ) schreiben, mach das oder jenes...meine Erfahrung ist wirklich, die Röntgenbilder mit Freunden oder in einer Gruppe zu besprechen schadet nicht ...Es ist zwar kein Trost, aber oft wissen wir nicht, was die Ursache war ( mir Bzw meinem Schwein hat mal ein Ta einen riß im Kiefer zugefügt, das ist noch gar nicht so lange her )
Was ich trotzdem immer gut finde, wenn man nicht nur die eine Praxis hat, sondern einfach noch eine Alternative

Hoffe, du kannst den Verlust mit der Zeit verarbeiten, die anderen Schweine brauchen dich
Susi mit Pinola, Chillie ,Yuki und Enya

Irnima

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Antwort: Zahnschweinchen Finn - kann ich noch was tun?
« Antwort 39 am: 22. Juli 2020, 21:33 Uhr »
Hallo Gurkenschnäuzchen!

Auch von mir unbekannterweise mein Beileid! Ich habe deine Postings mitverfolgt, konnte aber bisher nichts dazu beitragen. Ich denke jetzt aber, dass es Finn so wie du schreibst, sehr gut bei dir hatte! Lebensqualität misst sich ja bei keinem Lebewesen "nur" an der Dauer. Er hat kürzer gelebt aber wie du schreibst, bis zum Schluss in liebevoller "Obhut"; das ist ja sehr viel Wert.
Alles Gute dir!

Gurkenschnäuzchen

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Antwort: Zahnschweinchen Finn - kann ich noch was tun?
« Antwort 40 am: 28. Juli 2020, 09:11 Uhr »
Hallo ihr Lieben,

danke nochmal für eure Worte.
Nach 20 Jahren Meeri-Haltung war Finn nicht mein erster Verlust, aber so heftig hat mich bisher noch keiner getroffen. Hugomero, was dir da passiert ist, tut mir auch sehr Leid.

So langsam kehrt hier der Alltag wieder ein, auch wenn mich diese Sache definitiv noch lange beschäftigen wird. Meine anderen 4 Jungs haben nach Finns Tod erst mal kräftig die Rangordnung ausdiskutieren müssen. Zum Glück haben sie sich ohne Verletzungen oder zu viel Stress einigen können. Eine Trennung hätte mir jetzt gerade noch gefehlt.  :roll:
Das waren jetzt auch nochmal ein paar aufreibende Tage.

Zitat
Was ich trotzdem immer gut finde, wenn man nicht nur die eine Praxis hat, sondern einfach noch eine Alternative

Da gebe ich dir absolut Recht!
Hätte ich einen weiteren guten TA zur Hand gehabt, hätte ich Finn dort bestimmt auch noch vorgestellt.
Aber genau da fängt ja das Problem an.

Wie findet man einen guten TA?
Ich habe schon 4 TAs durch gehabt, ehe ich meine jetzige gefunden hatte. Was ich da teilweise erlebt habe, macht einem ja Angst! Bestimmt hätte man das ein oder andere Schweinchen auch retten können, wenn man damals schon mehr hinterfragt hätte. Letztendlich muss man als Laie aber nun mal darauf vertrauen, was einem gesagt wird.

Das ist allerdings schon ein paar Jährchen her.
Auch ich hab viel dazu gelernt und lerne noch.
Heute hätte ich wirklich mein Schwein genommen und wäre wieder gegangen.
Bei meiner jetzigen TA habe ich aber immer noch ein gutes Gefühl - wobei ein Zweiter echt nicht schaden würde.
Bisher hat sie ja eigentlich auch nichts getan, was einen komplett zweifeln lässt, oder?
So traurig es ist, in Nachhinein hatte sie ja auch Recht damit, das man Finn nicht mehr helfen konnte. Mehr Untersuchungen… ja… die hat sie aber zumindest angesprochen, mir aber auch gesagt, dass es nichts ändern würde und dem Tier nur mehr Stress zumutet. Ich finde das spricht für sie. Sie hätte sich an uns ja auch noch bereichern können. Bei einer empfohlenen Untersuchung hätte ich bestimmt nicht nein gesagt.

Ich würde das Thema gerne mal unabhängig von Finn zur Diskussion stellen bzw. nachlesen, falls es hier im Forum schon etwas zur TA-Suche/Erfahrungen gibt. Habe bei der Forensuche jetzt allerdings nichts gefunden.

Narnia

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Antwort: Zahnschweinchen Finn - kann ich noch was tun?
« Antwort 41 am: 28. Juli 2020, 14:19 Uhr »
Einen Tierarzt kann ich Dir leider nicht empfehlen. Da wird wieder einmal Vio herhalten müssen. ;-) Hattest Du schon mal Deine Region oder die ersten beiden Stellen der Postleitzahl genannt?

Falls Du eine gute Notstation in Deiner Nähe kennst, könntest Du auch dort nach einer Empfehlung fragen.

Ich bin mittlerweile auch sehr kritisch bei Tierärzten (und Humanmedizinern), aber es gibt sicherlich auch gute Ärzte, die das meiste richtig machen, alles ist für keinen möglich.

Und dann muss ich noch sagen: Ich freue mich, dass Deine vier Jungs eine neue Rangordnung ohne große Kämpfe gefunden haben! Ich träume selbst immer noch von vier oder besser sechs Männchen. Unter anderem hält mich bisher die Sorge ab, es könnte irgendwann soviel Streit geben, dass ich dann zwei, drei oder mehr Gruppen hätte oder Tiere abgeben müsste. Beides stelle ich mir schlimm vor. Dabei gibt es ja auch immer wieder Berichte, wo es dauerhaft gut geht und auch Krisen gut überstanden werden wie bei Dir jetzt. Das tut einfach gut.

Gurkenschnäuzchen

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Antwort: Zahnschweinchen Finn - kann ich noch was tun?
« Antwort 42 am: 28. Juli 2020, 17:19 Uhr »
Meine jetzige TA habe ich tatsächlich über die Empfehlung einer Notstation. Von daher scheine ich da ja mal nicht so schlecht aufgestellt zu sein.
Ich meinte jetzt auch eher generell.  :-)
Ausprobieren ist ja immer so eine Sache. Da geht man einmal zum Falschen und kommt mit kaputtem Kiefer wieder heim.  :traurig2:
Das war zwar jetzt ein Extremfall, aber ich habe halt auch sonst schon so ein paar Sachen erlebt, wo ich im Nachhinein nur den Kopf schütteln kann. Man muss nur leider erst mal die Erfahrungen sammeln.

Aber zu deinem Wunsch nach einer Böckchengruppe will ich jetzt gern noch was sagen, weil es mir damals genauso ging.  ;)
Wenn es dein Traum ist, lass nicht aus Angst davon ab. Ein Plan B ist schon nötig, aber es ist definitiv möglich. Ich würde gar keine gemischte Gruppe mehr wollen, so sehr haben es mir die Jungs angetan.

Ich hatte 2, wollte immer mehr und habe mich lange nicht getraut. Dann kam der neue Eigenbau und ein Schweinchen, das dringend ein Zuhause gesucht hat und so gings los 
:mems:.
Was hatte ich Angst als damals Nummer 3 einzog, dann Nummer 4 und letztes Jahr die ungeplante Nummer 5, die noch dazu schon etwas älter war!
Aber ich habe es nie bereut.
Klar, es kann total schief gehen. Die Frage: ‚Kann ich im schlimmsten Fall trennen‘, muss natürlich immer im Hinterkopf sein. Aber zum Äußersten muss es ja noch lange nicht kommen.

Ist halt ein bisschen Feingefühl bei der Auswahl der richtigen Charaktere gefordert. Ich hatte jetzt in der Gruppenkonstellation 7 Böckchen, die nacheinander eingezogen sind (bis auf den Letzten immer 4 Tiere gleichzeitig). Sie alle mussten ihren Platz finden, haben gerappelt, haben sich aber auch wieder zusammen gerauft. Mehr als mal ein angerissenes Ohr oder eine blutige Nase gabs nie. Ich habe manchmal das Gefühl dass viele Halter da zu früh aufgeben, trennen und dann das Kind in den Brunnen gefallen ist. Ich würde jetzt keinem Anfänger dazu raten aber das bist du ja nicht.

Bei mir ging es in 20 Jahren Haltung nur ein einziges Mal schief. Da wurde ein Böckchen so gebissen, dass ich trennen musste. Er war aber auch schon sehr alt, konnte sich nicht mehr  richtig wehren und war vom Wesen her sehr Eigensinnig. Außerdem kam er noch aus der Phase, in der ich meine Jungs nicht kastrieren ließ. Würde ich heute nie mehr machen, aber man muss halt lernen. Zum Glück hatte ich zu der Zeit schon meinen Loki, der ihm dann Gesellschaft leisten konnte. Sonst wäre ich aufgeschmissen gewesen.


Hugomero

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Antwort: Zahnschweinchen Finn - kann ich noch was tun?
« Antwort 43 am: 28. Juli 2020, 17:30 Uhr »
ja genau, Postleitzahl wäre gut :-) vielleicht hat jemand noch eine Empfehlung- ist auch immer die Frage, was macht einen guten TA aus ? da hat jeder auch andere Erwartungen /Ansprüche, mir ist immer wichtig, wenn ich auch verschiede Aspekte auf Augenhöhe besprechen kann; es gibt ja TÄ, die auch kein Schmerzmittel verschreiben oder Röntgen bei Blut im Urin überflüssig finden- solche Erfahrungen haben wahrscheinlich die meisten schon hinter sich
Susi mit Pinola, Chillie ,Yuki und Enya