Autor Thema: Fragen zur Außenhaltung  (Gelesen 20132 mal)

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Lola

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Fragen zur Außenhaltung
« am: 06. Juni 2016, 11:57 Uhr »
Hallo liebe Meerschweinchen-Freunde! :winke:

Da wir mit dem Gedanken spielen in 1-2 Jahren (je nach Dauer der Umsetzung) 4 Notmeeris aufzunehmen, wollte ich mich schon einmal ein wenig schlau machen.

Es ist so, dass die Schweinchen absolut nicht in die Wohnung können (in Außnahmefällen wäre ein kleiner Bereich sicher möglich, aber nicht ununterbrochen), da wir 2 Hunde und 2 Katzen haben und auch die Ratten wären von dem netten quieken sicher genervt auf Dauer (da ja Dämerungs-/Nachtaktiv). Außerdem komme ich aufgrund meiner Allergien mit dem Heu absolut nicht klar. (Ein Grund, warum wir keine Meerschweinchen mehr haben.)

Nun ist es so, dass wir ihnen auf unserem Gartengrundstück locker ein 4-5 qm großes Gehege anlegen könnten. Allerdings hätten sie im Winter (um näher bei uns zu sein) lediglich einen Balkon von knapp 2 qm zur Verfügung. Sprich von Oktober bis März etwa (je nach Wetterlage) wäre der Platz deutlich eingeschränkt.

Der Balkon ist außerdem in Richtung Nord-Osten gelegen, weshalb dort auch nur gegen Abend die Sonne einmal vorbei schaut. Jedoch ist er windgeschützt, da er nur zu einer Seite geöffnet ist.

Bevor ich nun irgendwie anfange zu planen, erst einmal die Frage:

Wäre eine Haltung unter gegebenen Umständen möglich? Würde man den Tieren damit einen Gefallen tun? Oder sollte ich mich von dem Gedanken lieber schnell wieder verabschieden? (Ich will ja Tieren ein besseres Zuhause geben, die vorher nicht so schön gelebt haben...)

Wäre die Idee mit dem Winterquartier auf dem Balkon möglich? Oder sollten sie lieber komplett im großen Gehege bleiben und wir fahren dann immer raus? (Wobei ich hier Angst hätte, dass das Wasser einfriert über den Tag... :traurig:)

Für Antworten und Ratschläge wäre ich euch sehr dankbar!  :g:

Liebe Grüße

Saubergschweinchen

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Antwort: Fragen zur Außenhaltung
« Antwort 1 am: 06. Juni 2016, 13:06 Uhr »
Wenn ich das richtig verstanden habe habt ihr "nur" einen Schrebergarten?
Da müsstet ihr zuerst einmal abklären inwieweit Tierhaltung dort überhaupt gestattet ist. Nicht wenige Gartenkollonien verbieten die dauerhafte Unterbringung von Tieren im Garten. Damit wäre der Plan ohnehin hinfällig.

Die Idee sie im Winter auf den Balkon zu holen finde ich nicht so sehr gut. Außenhaltung stellt besondere Ansprüche und vor allem steht und fällt sie mit einer frostfreien Schutzhütte.
Bei einem 4-5qm großen Gehege hast du die Möglichkeit eine ordentliche Hütte zu installieren, diese muss so massiv und isoliert sein das sie sich im Sommer nicht unerträglich aufheizt und im Winter Schutz vor Frost bietet.

Um die Tiere im Winter draußen zu halten braucht es eine trockene und frostfreie Hütte...damit gefriert auch kein Wasser. Wobei man dazu auch sagen muss das Meerschweinchen bei optimaler Fütterung eigentlich kein zusätzliches Wasser aufnehmen. Es wäre also eher dafür zu sorgen einen frostfreien Futterplatz zu haben um ad libitum Frischfutter anbieten zu können.

Auf dem Balkon wäre für all das kein Platz, also wäre meine Variante der Wahl wohl der Garten. Wobei es für mich persönlich nie in Frage käme meine Tiere fernab meiner Wohnung unterzubringen. Ich denke der Sinn der Haltung wäre verfehlt wenn man nur ein- bis zweimal tgl. zum Füttern und Misten hinfährt. Im Sommer verbringt man natürlich mehr Zeit dort aber Herbst und Winter wäre das doch einer eine stiefmütterliche Haltung.

Dazu habt ihr ja noch jede Menge andere Verpflichtungen...Hunde, Katzen, Ratten und noch Nachwuchs...da bliebe ja nur ein schmales Zeitfenster für die Wutzen. Da müsst ihr wirklich gut überlegen ob das in euren Tagesablauf wirklich rein passt.

Murx Pickwick

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Antwort: Fragen zur Außenhaltung
« Antwort 2 am: 06. Juni 2016, 13:06 Uhr »
Hier wäre erstmal ein paar grundsätzliche Überlegung notwendig ...

Meerschweinchen werden irgendwann alt - oder sie werden auch mal krank oder sind aus anderen Gründen nicht so frostfest, wie normalerweise Meerschweinchen sind. Kannst du dann einen frostfreien Raum garantieren - oder noch besser, einen Schutzraum, der auf ca. 10°C hochgeheizt werden kann, auch, wenn es draußen -20°C hat?

Wenn nicht, ist diese Konstellation sehr ungünstig ... nur wirklich rundum gesunde Meerschweinchen halten Frost aus. Noch schlimmer wird es im Frühjahr und Herbst, wenn es eklig feuchtkalt wird, das geht nicht nur uns durch Mark und Bein ... wenn auch nur eines der Meerschweinchen unter Arthrose oder ähnlichem leidet, hat dieses bei solcher Witterung ein Problem - und braucht ein frostfreies Schutzhäuschen.
Gerade bei Notmeerschweinchen kann man nicht von ausgehen, absolut rundum gesunde Meerschweinchen herzubekommen - die Meerschweinchen wurden vorher von anderen Menschen gehalten und nicht jeder hat ein Gespür für die Bedürfnisse seiner Pfleglinge.

Wie sieht es aus, kannst du sowohl auf dem Balkon, als auch im Draußengehege ein Schutzhäuschen so bauen, daß es zwar luftig ist (also nicht styroporisoliert, das ist ungesund für Meerschweinchen, sondern entweder nur Holz oder mit Kork oder Hanfmatten gedämmt), absolut wasserfest und leicht mit Einstreu, Stroh und Heu zu befüllen, damit jederzeit, auch im Tiefschnee oder bei starkem, mehrtägigem Schlagregen, ein wirklich trockener, luftiger Platz zur Verfügung steht?
Das ist für die Draußenhaltung lebenswichtig für die Meerschweinchen!

4 - 5qm sind nicht sehr viel ... 2qm das absolute Minimum, was man Meerschweinchen zumuten sollte.
Wie stellst du dir da die Einrichtung vor?

Du schreibst, du reagierst allergisch aufs Heu ... gut, im Sommer ist das sicherlich nicht das Problem, da kannst du Wiese pur füttern, ist eh gesünder wie Wiesenheu.
Aber was machst du im Winter?
Hast du da jemanden Zuverlässiges, der für dich den Heuwechsel macht?
Was passiert, wenn sich die Allergie verstärkt? - Das liegt ja leider doch im Bereich des Möglichen und sollte vorher bedacht werden, selbst wenn man von ausgeht, daß die Allergie durch den Spaß an den Tieren doch eher weniger stark wird ...

Lola

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Antwort: Fragen zur Außenhaltung
« Antwort 3 am: 06. Juni 2016, 13:33 Uhr »
Huhu :)

Danke für eure Antworten.

4-5 qm war jetzt erst einmal das, was mir im Kopf herumgeschwebt ist. Etwas größer ist kein Problem. Mehr als 10 qm sind nur nicht machbar.  :nein2:
Ganzjährig wäre die Haltung der Schweinchen dort nicht möglich. Frühjahr, Sommer, Herbst aber kein Problem.

Schutzhütten wären sowieso eingeplant, auch auf dem Balkon. Diese sollten ja nun aber auch nicht riesig sein, damit die Schweinchen sie zur Not auch selbst aufheizen können.
Ansonsten habe ich mich auch etwas schlau gemacht: Es gibt auch Hütten zu kaufen (für Katzen), die ein Heizmodul enthalten. Quasi mit Fußbodenheizung.  :g:
Bauen kann man sowas aber sicher auch selbst?

Ansonsten ist der Balkon überdacht. Viel Regen bekommt er nicht ab. Im Garten könnten natürlich zusätzlich Unterstände angeboten werden. Außerdem hatte ich jetzt einen Platz auserkoren, an dem das Gehege von zwei Seiten windgeschützt ist.

Das Heu ist nur insofern ein Problem, wenn ich es unentwegt in der Wohnung habe. Zeitweilig geht es (ein paar Monate mit Tabletten bei Bedarf auszuhalten), aber nicht auf Dauer. Auswechseln dauert ja auch keine 4 h, daher durchaus machbar. Wenn es im Winter all zu kalt werden sollte müssten sie dann eben doch erst einmal rein. Wobei ich hier auch gelesen habe, dass ein zu schneller Temperaturwechsel auch eher schädlich ist?

Einziehen sollen die Tiere wenn ja auch nicht sofort. Die 1-2 Jahre brauchen wir auf jeden Fall noch. Momentan sind das alles erst einmal Überlegungen, ob die Bedingungen passen würden. Wenn ich merken sollte, dass es mit der Zeit nicht klappt, würde ich niemals Tiere holen.

LG

Hugomero

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Antwort: Fragen zur Außenhaltung
« Antwort 4 am: 06. Juni 2016, 14:44 Uhr »
ja, Temperaturwechsel ist schwierig.. teilweise stellen die Tierarztbesuche für Außenschweine schon ein Problem da..

Aber wie die anderen schon geschrieben haben: Schrebergarten heißt: in einer Gartenanlage, und Ihr müsst hinfahren oder ? Sorry, dass ich so komisch nachfrage.. das gibt defintiv Probleme./ ich weis es von unserem Garten, da sind die Vorschriften (wie überall) so, dass sogar gemeckert wird, wenn das Gras zu hoch ist- . und ich persönlich hätte viel zu viel Angst, dass die geklaut werden oder sonst was passiert
Susi mit Yuki, Enya ,Rosie, Frou–Frou ,Abby und Berly

Lola

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Antwort: Fragen zur Außenhaltung
« Antwort 5 am: 06. Juni 2016, 15:07 Uhr »
Wir haben Glück, dass die Auflagen bei uns nicht so streng sind. Wir müssen 30 h im Jahr dafür "opfern" etwas für die Gartengemeinschaft zu tun und der Garten muss gepflegt aussehen. Das war es dann aber auch schon.  :peinlich:

Ja, wir müssen hin fahren. Es wäre aber auch kein Problem das so ziemlich jeden Tag im Sommer zu machen. Falls es mal nicht klappt wären auch immer noch meine Schwiegereltern oder meine Schwägerin dort, die ebenfalls ihre Gärten in der gleichen Anlage haben und fast täglich dort sind.

An Klauen habe ich jetzt gar nicht gedacht.  :denk: Aber im Endeffekt könnte man die Tiere ja aus jedem Garten mitnehmen oder? Sie nachts in ein kleines Gartenhäuschen zu "sperren" würde diese Gefahr sicher nicht mindern. Schlösser kann man schließlich knacken. :s:
Sie dann abends auch wieder mit nach Hause nehmen auf den Balkon ist auch sicher nicht das wahre oder? wäre ja auch ein ständiges hin und her...

Also werde ich mir das noch einmal durch den Kopf gehen lassen müssen.
Danke nochmal für die Antworten. :dank:

Murx Pickwick

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Antwort: Fragen zur Außenhaltung
« Antwort 6 am: 06. Juni 2016, 15:26 Uhr »
Ich bin einer derjenigen, bei denen Meerschweinchen vom Grundstück "gerettet" wurden ... solange ich dort wohnte, ist nie was passiert, aber die Woche, wo ich umzog und nur noch einmal täglich vorbeischaute, wurden die Meerschweinchen innerhalb einer Woche von der Weide geholt und als Kollateralschaden der Einfangaktion ein paar Kaninchen getötet ... (es waren "Tierschützer"!)
Man hatte das Grundstück offenbar sehr gut beobachtet.

Es ist manchmal sehr schwer, an das Gute im Menschen zu glauben, vor allem, wenn einem so etwas passiert.

Wenn ich mich im Bekanntenkreis umschaue ... wer seine Tiere auf eigenem Grundstück hatte, wurde meist verschont - aber Tiere auf Weiden (einschließlich Pferde!), in Buchten in Schrebergärten oder abseits gelegenen Grundstücken, abseits gelegene Hühnerställe und Volieren etc wurden deshäufigeren aufgebrochen und Tiere entweder entwendet, verletzt oder freigelassen - was Alles auf die gleiche Katastrophe rauskommt.
Gerade Schrebergärten scheinen da ein besonderer Anziehungspunkt nicht nur für Diebe zu sein ...

Ich würd gern was anderes behaupten, weil ich der Meinung bin, daß die meisten Tiere es besser in einer gut durchdachten Außenanlage wie in der Wohnung haben - aber das kann ich nicht, wäre ne glatte Lüge.
Der Beutegreifer Mensch ist die größte Gefahr für Außenhaltungstiere - mit Abstand!

Lola

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Antwort: Fragen zur Außenhaltung
« Antwort 7 am: 06. Juni 2016, 15:43 Uhr »
Da fragt man sich doch...  :wall:

Haus mit Garten wird wohl leider so schnell nichts und nur Balkon fände ich auf Dauer zu eng. In der Wohnung könnte ich ihnen aber auch höchsten 2 qm abzwacken. Ich muss mir das auf jeden Fall noch einmal durch den Kopf gehen lassen. :denk:

Vio

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Antwort: Fragen zur Außenhaltung
« Antwort 8 am: 06. Juni 2016, 16:19 Uhr »
konnte jetzt (wegen zeitmangel wegen meiner prüfung morgen) nicht alles lesen, aber zu den schutzhütten wollte ich noch was schreiben :-)
wichtig ist nicht, dass die klein sind, damit sie sich zusammenknubbeln müssen. das tun sie ja eh, wenn es zu kalt wird ;) wichtig wäre der platz, den sie brauchen, damit sie sich warm rennen können. und ich finde es auch nicht optimal, wenn sie dann im kältesten winter wochenlang nur in einer kleinen schutzhütte sitzen müssen... zumal das ja auch nicht gesund ist ;)
sollte ich mal ein außengehege haben, so beträgt der platz im schutzbereich so viel wie in innenhaltung meine mindestmaße sind, also 1 qm pro schwein, bei mehr tieren dann ab 6 qm oder so ggf. nicht mehr ganz, aber grundlegend schon.
auch wenn man einen überdachten außenbereich noch dabei hat, sollte man auch im winter einen bereich bieten, der groß und geschützt ist, so dass sie genug platz zum flitzen haben.

wenn die grundfläche schon nur 4-5 qm beträgt, würde ich über ein außengehege nicht nachdenken für 4 tiere. ich finde, dass dann da mind. ein schutzbereich von 4qm schon dazu gehört, ganz ohne außenbereich ;)

zudem sehe ich das problem auch mit der entfernung. die meerschweinchen von heute sind nicht mehr so "gesund" wie die vor 20 jahren noch. klingt komisch, aber falsche haltung (alleine heu-fütterung ohne wiese fällt für mich darunter ;) ) und schlechte züchtungen fordern ihren tribut. angenommen, du hast ein krankes tier, was 3 mal am tag medis und überwachung braucht, wie es auf diese reagiert (hierbei meine ich auch naturheilkunde, denn auch da muss man unbedingt beobachten, wie ein tier auf etwas reagiert) - es wäre noch mehr stress, es dann mit nach hause zu nehmen, da unbekannte umgebung und keine freunde. oder wenn alle mitnehmen, dann müsste man aber zuhause ein geeinetes gehege installieren usw.
alles nicht so leicht, klar, man kann glück haben und gesunde tiere erwischen, die 8 jahre alt werden und nix haben... ist aber leider sehr sehr selten, gleich 4 mal so ein glück zu haben ;)

ich sehe da wie steffi aber ehrlich gesagt auch noch ein zeitliches problem...
bitte bei der zeitplanung dran denken, dass meerschweinchen nicht mit "heu + gemüse" abgespeist werden können. meerschweinchen sind grasfresser, keine heufresser. heu sollte es nur als absoluten notnagel geben, z.b. im winter, wenn es kein gras gibt. ansonsten brauchen die kleinen wiese, wiese, wiese (also gras und kräuter) und auch mal zweige. das alles muss gesammelt werden ;) ich sammle 2-3 mal pro woche und weil ich meinen tieren verschiedene wildkräuter bieten möchte, damit sie sich selbst heilen können damit, braucht es schon mal eine std (ich fahre aber auch noch 10-15 min zur tollen sammelwiese, dafür hab ich dann da eben alles vor ort ;) ).
könnte man natürlich nun mit den hunden und den spaziergängen kombinieren :-)
es ist jetzt halt auch nicht klar, wie es sich bei euch alles entwickelt, ein kleingarten ist auf dauer viel arbeit und ein baby auch, zusätzlich zu den anderen tieren und dem "normalen alltagswahnsinn". das alleine wird wohl die ersten monate ausreichen, um euch zusätzlich zu den tieren zu beschäftigen :D

die frage ist einfach: wie viel zeit wird da noch übrig bleiben, um die tiere einfach zu genießen? einfach mal dazu setzen und beobachten? und wenn man sich diese zeit nimmt, kann man das dann guten gewissens oder geht das dann von der zeit ab, die ihr für das baby bräuchtet, für euch selbst oder die anderen tiere, also, bleibt irgendwann was auf der strecke? oder gar man selbst, weil man keine zeit mehr zum essen und schlafen hat? und... macht das dann noch freude oder läuft es darauf hinaus, dass man nur noch arbeitet und keine zeit mehr zum luft holen hat?
es ist halt einfach so, dass meerschweinchen, wenn es optimal läuft, nicht arg zeitaufwendig sind. ich brauche 15 min am tag für den stall aktuell, ansonsten noch rausbringen auf die wiese etc. und ein bisschen futter auffrischen einmal am tag, sind ca. 10 min alles.
alle paar tage eben mal sammeln und dann noch ab und an komplett misten und aufräumen 1-2 std.
aber dann kommen krankheiten dazu, ich hatte im frühjahr 2 sehr kranke tiere, für deren versorgung ich 2-3 std am tag gebraucht habe.
unabhängig davon, dass es nur wenige gute nager-TÄ gibt und wir zu welchen fahren, die 50 min pro strecke entfernt sind, aber die einzigen, die ahnung haben hier im umfeld. und da wartet man dann mit termin abends auch schon mal 2-3 std. und bei dem einen kranken tier war das 2 mal in der woche über 2 monate lang ;)  bedeutet zusätzlich 2 mal pro woche 5 std. das ist natürlich nicht bei allen so, je nach TA. aber die guten sind es eben wert, das muss man aber dann im vorfeld mit einplanen.
da bleibt dann nicht mehr viel zeit für anderes... es muss so nicht kommen, aber es kann und kranke tiere abgeben tut man dann ja auch nicht. aber was anderes bleibt dann auf der strecke und nicht zuletzt ist das dann man selbst...


aber ihr plant ja noch nicht jetzt, die schweine zu holen, sondern eben erst in 1-2 jahren, dann könnt ihr schauen, wie es zeitlich passt :-)


vielleicht wäre ja innenhaltung und fleecehaltung eine option sonst noch?
*Ein Tier zu retten, verändert nicht die Welt.
Aber die ganze Welt verändert sich für dieses eine Tier.*

Liebe Grüße von Vio und der Schweinebande :mms:

Lola

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Antwort: Fragen zur Außenhaltung
« Antwort 9 am: 06. Juni 2016, 17:43 Uhr »
Huhu,

ich habe jetzt einmal ein wenig geschaut. Bei Fleecehaltung hätten sie ja hauptsächlich das Futterheu? Das wären ja dann keine Massen. Also wäre das evtl etwas, womit die Schweinchen und ich über die Wintermonate kommen würden...

Eine riesige Fläche kann ich leider in der Wohnung nicht wirklich bieten. Nun habe ich im Internet gesehen, dass manche aus ivar-Regalen ein mehrstöckiges Gehege gebaut haben. Nur 50 cm fände ich aber nicht tief genug bei Schweinchen. Wenn man aber die 50er-Regale mit den 30er-Regalen kombinieren würde und da jeweils zwei Regale nebeneinander stellt sind das immerhin 80x178 cm (Außenmaß). Sprich knapp 80x160/170 cm (Innenmaß) inklusive zweier weiterer Etagen, die den Schweinchen zur Verfügung stehen würden... Und da ich mir gerade überlege, dass ich sowieso ein Sideboard ins Wohnzimmer packen wollte nächstes Jahr...warum dann nicht beides kombinieren. Dann stünden die Schweinchen auch nicht auf dem Boden.

Bei Fleecehaltung bräuchte man auch keinen riesigen Streuschutz oder?

Das wäre jetzt so eine Alternative...

Im Sommer würde ich den Tieren dennoch gerne den Aufenthalt im Freien ermöglichen.

wenn die grundfläche schon nur 4-5 qm beträgt, würde ich über ein außengehege nicht nachdenken für 4 tiere. ich finde, dass dann da mind. ein schutzbereich von 4qm schon dazu gehört, ganz ohne außenbereich ;)

Die 4,5 qm, die ich momentan im Kopf habe wären erst einmal das feste Gehege. Die Möglichkeit eines zusätzlichen Auslaufs von weiteren 4 qm wäre natürlich unter Aufsicht problemlos machbar. Nur eben nicht ununterbrochen. Allerdings sollten sie im Sommer schon auch ein paar Wochen am Stück evtl. draußen bleiben. Es ist ja auch geplant dann dort öfter zu übernachten, wenn die Laube dann erst einmal komplett fertig ist. (Vorher wird das mit den Schweinchen sowieso nichts.)

Und ja, das Zeitmanagement müsste man dann eben noch sehen. Wiesen für Kräuter und Co. gibt es um die Gartenanlage zu Hauf, da sie sich nun nicht mitten in der Stadt befindet, sondern etwas außerhalb. (Auch praktisch für ausgedehnte Spaziergänge.  :freuen:)


Aber wäre eine halbjährliche Außenhaltung eventuell ein Kompromiss? Wobei dann natürlich jederzeit die Möglichkeit bestünde die Tiere rein zu holen. Vorausgesetzt es wären bei der Fleecehaltung eben keine Unmengen an Heu nötig.  :frage:

Liebe Grüße

Vio

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Antwort: Fragen zur Außenhaltung
« Antwort 10 am: 06. Juni 2016, 18:17 Uhr »
mh, ich verstehe gerade nicht, was fleecehaltung mit dem heu-angebot zu tun hat? das eine hat mit dem anderen ja gar nichts zu tun... heu brauchen sie genauso bei fleecehaltung wie bei streu auch - oder auch nicht, bzw. nur zur not, brauchen tun sie ja wiese :-)

schau mal hier, da kann man mein gehege sehen http://das-meerschweinchen-forum.de/index.php?topic=941.msg11825#msg11825
(immer mal wieder in wandlung  :g:)
eine hohe abgrenzung braucht es bei fleece wirklich nicht, deshalb nutze ich die songmics-regale :-)

bei der regalrechnung verstehe ich nicht, wie du sie zusammenbauen willst, ich kann mir das immer schlecht vorstellen :D
aber wenn die innenmaße nur 80x160/170 cm sind, sind das dann doch nur knapp über 1 qm, also nicht mal genug platz für 2 schweine. und die etagen zählen ja nicht zur grundfläche, kann man als "nette extras" dazu bauen (darf aber dann eben nichts drauf lagern, was die tiere zwingt, die etagen zu nutzen, schweine sind nun mal keine kletterer), aber unabhängig davon sollte eine strecke von mind. 2m eine seite mal 1m bei 2 meerschweinchen da sein, damit sie auch flitzen können.
ein innengehege für 4 schweine sollte dann auch eigentlich mind. 4 qm groß sein (wie gesagt, etagen zählen nicht).
*Ein Tier zu retten, verändert nicht die Welt.
Aber die ganze Welt verändert sich für dieses eine Tier.*

Liebe Grüße von Vio und der Schweinebande :mms:

Piggilotta

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Antwort: Fragen zur Außenhaltung
« Antwort 11 am: 06. Juni 2016, 18:54 Uhr »
Hiho, es gibt noch andere Alternativen zu Heu/Streu, schau mal hier:
Leinstroh

ich selber machs noch anders, hier:
Takka-Tukka-Land

und: es hat noch keine erwähnt, aber ich muss dich schwer enttäuschen:
Meerschweinchen quieken deutlich weniger, wenn sie immer viel Wiese bekommen! Uaah, echt!
Es gibt Ausnahmen, vielleicht habt ihr ja "Glück".


Lola

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Antwort: Fragen zur Außenhaltung
« Antwort 12 am: 06. Juni 2016, 19:32 Uhr »
@Vio: Bei Sägespäne hatten wir es immer so, dass wir noch extra Heu in die Käfige gelegt haben früher. Also nicht nur das zum Futtern, sonder DEUTLICH mehr.

Hm...und cagecalc sagt sogar, dass in dem Teil bis zu 6 Schweinchen leben könnten. Dann ist der in Sachen Meerschweinchen wohl nicht so zuverlässig?  :denk:

@Piggilotta: Aber bekommt man die Matten auch wieder sauber? Da läuft doch sicher auch mal Urin in die Rillen oder?

Das weniger quieken wird den Mann sicher freuen...aber vllt entlocke ich ihnen ja mal eins. Ich freu mich immer so wenn sie quieken. :pfeif:

Vio

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Antwort: Fragen zur Außenhaltung
« Antwort 13 am: 06. Juni 2016, 19:44 Uhr »
also heu brauchen sie bei streu nicht, es sei denn, man nimmt pellets und braucht noch was als überstreu, aber heu stinkt dann doch auch total schnell?

cagecalc kenne ich nicht, aber scheint ja nicht so gut zu sein, vermutlich zu geringe mindestmaße und rechnet die etagen mit zur grundfläche, was nicht richtig.
die allgemeine rechnung sagt immer mind. 0,5 qm pro schwein. weil wir aber unsere tiere gern haben und das wirklich viel zu klein ist und einem gefängnis gleich kommt, nicht nur mental schädlich ist, sondern auch zu körperlichen problemen führen kann, muss 1 qm pro schwein schon da sehr. alles darunter ist unfair den tieren gegenüber, dann sollte man lieber von schweinchenhaltung absehen, sie brauchen eben platz zum flitzen, um gesund und glücklich zu sein :-)
zudem darf man eben etagen nicht mit einbeziehen, schweine rennen und klettern nicht, wie ratten. die fläche auf den etagen ist zusatz, aber darf nicht zur grundfläche miteinbezogen werden. 6 tiere kann man auf einer grundfläche von 5-6 qm halten, aber darunter ist es nicht gut für sie und auch nicht zu empfehlen.
*Ein Tier zu retten, verändert nicht die Welt.
Aber die ganze Welt verändert sich für dieses eine Tier.*

Liebe Grüße von Vio und der Schweinebande :mms:

Lola

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Antwort: Fragen zur Außenhaltung
« Antwort 14 am: 06. Juni 2016, 20:37 Uhr »
Also eigentlich ist cagecalc schon sehr gut. Einfach mal bei Google eingeben. Da steht das auch eigentlich so. Aber ich hab das Ivar eigentlich auch bei vielen gesehen.  :denk: