Autor Thema: Karlis Krankengeschichte - Durchfall und chronische Koliken  (Gelesen 2656 mal)

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Narnia

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Antwort: Karlis Krankengeschichte - Durchfall und chronische Koliken
« Antwort 45 am: 03. Dezember 2020, 22:13 Uhr »
Vielen Dank für Deinen ausführlichen Bericht! Es wäre ja so schön, wenn er dauerhaft die Wende geschafft hätte! Dann werden ja hoffentlich weitere positive Berichte von Dir kommen.

Was mich noch sehr interessieren würde: Wie kann denn so eine Fernbehandlung funktionieren? Ich hatte mir die Website der Dame angeschaut und ja auch Berichte von Vio gelesen. Auf der Website ist von Osteopathie die Rede. Das bedeutet aber Behandlung mit den Händen. Behandlung über das Telefon hört sich für mich eher wie Besprechen an - und damit wollte ich persönlich nichts zu tun haben. Das soll keine Kritik sein, sondern nur die Bitte, ob Du noch mehr beschreiben kannst, damit ich es eher verstehe.  :frage:

Vio

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Antwort: Karlis Krankengeschichte - Durchfall und chronische Koliken
« Antwort 46 am: 03. Dezember 2020, 23:04 Uhr »
@Narnia: ich verstehe, dass es schwer zu verstehen ist, bzw du Fragen dazu hast, vermutlich muss man es einfach auch erlebt haben :-)
Ich kann es dir nur aus meiner Sicht schildern:
Osteopathie ist ja nicht nur "was mit den Händen machen", es gibt verschiedene Richtungen und hierbei - visionäre viszerale Osteopathie bei Traumalösung - geht es darum, gezielt die Energie auf den Schock zu legen, den das Tier erlebt hat und eben was das für Folgen hatte (gerade in Bezug auf Gewebe, viszerale Osteopathie).
Oft muss sowas einfach nur gesehen werden. Bei den Pferden ist es immer am eindrucksvollsten, man steht daneben, redet über den Schock, das Tier reagiert und verändert sich.
Man kann das mit passenden Handgriffen unterstützen, das hilft dem Gewebe (oder auch den Knochen) Schockenergie loszulassen - muss man aber nicht.
Ich arbeite öfter so über die Ferne, gerade bei Menschen ist der Oberhammer, was sich dadurch alles tut. Der Clou ist einfach, den Körper reagieren zu lassen, also biodynamisch zu arbeiten: die Tiere machen instinktiv, was dem Körper hilft, dass sich die Schockenergie freisetzen kann, also zb schütteln, wälzen, Husten. Man muss im Grunde "nur" Sicherheit bieten und das Trauma ansprechen (ist halt gar nicht "nur" 😬).
Menschen sind oft eingefahren, reagieren nicht mehr so natürlich, abgesehen von der Atmung, die viel verrät. Oder Husten. Stimmlage auch. Hast du das richtige Trauma, die richtige Struktur angesprochen, reagiert der Körper einfach so, auch Menschen atmen dann automatischen tief ein oder zittern oder so.
Aber zb spucken oder richtig laut Husten oder sich wälzen 😅 oder auch mal schreien tun sie nicht, das "gehört sich ja nicht". Ich lasse die Menschen, wenn wir am Zentrum des Schocks sind, damit sich der löst, gerne auch auf der Stelle laufen, Husten, spucken, stampfen, hüpfen und vieles mehr.
Da braucht es keine Handgriffe mehr, das wirkt meist Wunder :-)

@Biene 152: 😊 Freut mich sehr, dass es Karli besser geht 🍀 ich hoffe auch, es hält an! :-)
*Ein Tier zu retten, verändert nicht die Welt.
Aber die ganze Welt verändert sich für dieses eine Tier.*

Liebe Grüße von Vio und der Schweinebande :mms:

Irnima

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Antwort: Karlis Krankengeschichte - Durchfall und chronische Koliken
« Antwort 47 am: 05. Dezember 2020, 15:14 Uhr »
Hallo!

Auch von mir ein Dankeschön für die ausführlichen Berichte. Ich konnte zwar nichts Sinnvolles beitragen. Aber durch das Lesen hier lerne ich immer mehr dazu. Hoffentlich brauche ich das nie, aber wenn doch, habe ich schon etwas "im Kopf".
Das mit dem Kastrationstrauma glaube ich nur zu gut. Ich höre das inzwischen relativ oft.
Ich wünsche euch alles Gute weiterhin.

Ach ja: WIr haben auch rötlich-orangen Urin, es gbit Fichte, Tanne, Zeder, Kiefer Hasel,...

Biene152

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Antwort: Karlis Krankengeschichte - Durchfall und chronische Koliken
« Antwort 48 am: 23. Februar 2021, 10:27 Uhr »
Hallo zusammen,

ich muss mich entschuldigen, dass so lange nichts mehr von mir kam.  :peinlich: Tatsächlich habe ich die erfolgreiche Arbeit der Pferdeosteopathin bei meinem Karli auch für mich als Anlass genutzt, Traumata zu bearbeiten. Das ist natürlich ein deutlich umfassenderes Thema als bei Karli, aber ich habe da für mich ganz massive Erfolge erzielt und möchte an dieser Stelle einfach nochmal DANKE sagen an Vio für die Empfehlung!!!  :freu:
Entsprechend war ich in den letzten Wochen/Monaten dann tatsächlich sehr viel mehr mit mir beschäftigt als mit meinen Schweinis, aber das musste eben auch mal sein  :-)

Was Karli angeht, gibt es leider seit ca. 2 Wochen nicht so gute Neuigkeiten. Er war seit dem ersten Termin bei der Pferdeosteopathin tatsächlich weiterhin ein ganz "anderes" Schweinchen und das über mehrere Monate ohne sonstige Veränderungen im Außen von meiner Seite. Absolut aufgeweckt, hatte das erste mal eine ganz tolle Statur, kein Augentränen mehr etc. Alles top also. Leider ist er seit zwei Wochen wieder rückfällig geworden. Gleiche Symptome wie im November. Ich gebe ihm aktuell 2 Klosterfrau-Kapseln (Simeticon) 2x täglich. Heute Morgen wollte ich sie erstmalig ausschleichen, aber sofort kam die Gasbildung wieder. Colosan hatte ich vermieden, da er die Klosterfrau-Kapseln artig nahm, mir jedoch beim ersten Colosan-Versuch trotz Festhaltens fast vom Stuhl gesprungen wäre und fest entschlossen war, nie wieder sein Mäulchen zu öffnen  :g:. Wollte ihm den Stress ersparen, aber ich glaube, so langsam kommen wir nicht mehr drumherum.
Ich sitze gerade in der Arbeit und komme heute erst am Nachmittag heim. Hab schon Angstschweiß, weil ich ihn jetzt nicht beobachten kann und einfach nur hoffe, dass er keine Schmerzen hat.... Bei der Osteopathin habe ich mich schon gemeldet und hoffe, dass wir rasch einen Termin ausmachen können. Dieses Mal möchte ich nicht so lange warten und hoffe, dass ich dem kleinen Karl viel Leid nehmen kann. Sollte das nicht helfen, werden wir wohl doch nochmal auf Ursachensuche gehen müssen. Da die Symptome exakt die gleichen (etwas weniger stark) wie im November sind/waren, habe ich ihm bisher den Stress des Tierarztes erspart. Sollte Selinas Behandlung dieses Mal jedoch nicht erfolgreich sein (ich hoffe, dass sie das sein wird!!!  :traurig:), dann wird uns wohl nichts anderes übrig bleiben.

Ich fürchte jedoch , dass an den Symptomen ich massiv mit Schuld trage :wein:. Ich hatte weniger gefüttert als zuvor, weil ich doch immer einiges wegwerfen musste und hab nur festgestellt, dass die Tiere alle immens viel getrunken haben plötzlich und teils auch sehr kleine und harte/bröckelige Köttel hatten....nun habe ich alles wieder auf ad libitum umgestellt und stelle nur fest, dass die Tiere mehr schlingen (klar, das Futter war ja auch zwischenzeitlich fast alle...)....außerdem hatte ich die Fütterungszeitpunkte ungünstig umgestellt (sehr unregelmäßig). Vermutlich hat Karli sich auch da Probleme eingefangen, auch wenn die beiden Mädels absolut in Ordnung sind. Ich kann also nur sagen: Schande auf mein Haupt und mal wieder ein Grund mehr für ad libitum, gerade bei gesundheitlich angeschlagenen Tieren :grusel: Zu meiner Verteidigung muss ich allerdings sagen (fällt mir gerade erst wieder bewusst ein), dass Karli das Frischfutter auch häufig liegen lässt zugunsten von Heu und Sämereien. Also von dem Weniger an Futter hat er besonders wenig aufgenommen, auch wenn ich möglichst (im Rahmen der Verträglichkeiten) doch versucht habe, möglichst vielseitiges und leckeres Futter aufzutreiben.


Darüber hinaus habe ich jetzt aber zumindest mal aufgerüstet. :g: :g: Meine Tiere kommen diesen Sommer zumindest mal auf den Balkon, damit sie Sonne abbekommen. Eine Wiese habe ich leider nicht zur Verfügung  :wein: Den Bambus, den mir in München niemand abgeben wollte zum Füttern, pflanze ich jetzt einfach selbst (ist bestellt  :g:) und Wiese sähe ich jetzt auch selber, sofern sich nicht bald mal eine hundekotfreie Wiese irgendwo findet. Da in München aber gefühlt jeder einen Hund hat und die natürlich auch immer und überall frei rumlaufen dürfen, ist das wirklich nahezu ein Ding der Unmöglichkeit  :traurig: 

Ich halte euch auf jeden Fall auf dem Laufenden und bitte drückt uns die Däumchen für Selina (Osteopathin)..... ;)

Narnia

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Antwort: Karlis Krankengeschichte - Durchfall und chronische Koliken
« Antwort 49 am: 24. Februar 2021, 17:13 Uhr »
Oh, das ist ja weiterhin aufregend bei Euch!

Zum Thema Traumlösung kann ich nichts beitragen, aber vielleicht ein paar andere Kleinigkeiten nennen:

Colosan haben bei uns bisher alle 5 Tiere, denen ich es geben wollte, bereitwillig bis gerne genommen in der Mischung mit Apfelsaft. Dazu habe ich je nach Gewicht 0,3 bis 0,4ml Colosan auf eine 1ml Spritze aufgezogen und mit Apfelsaft aufgefüllt. Hast Du es so schon mal versucht?

Unsere Tiere trinke so gut wie nie. Es wundert mich schon, dass Deine viel getrunken haben. Was hattest Du denn in etwa in der Zeit mit reduziertem Futter pro Tag den drei an Frischfutter gegeben? Und wieviel bekommen sie jetzt wieder? Sind die Sämereien vielleicht hauptsächlich Mehlsaaten?

Ich mache übrigens das Frischfutter immer möglichst feucht, damit sie auf diese Art zusätzliche Flüssigkeit bekommen. Außerdem gebe ich es in vielen kleinen Portionen über den Tag verteilt, so dass es immer frisch und nicht angewelkt ist. Aber das ist natürlich nicht ad libitum. Bei uns würde endlos Frischfutter gefressen, wenn ich es in beliebiger Menge anbieten würde. Sie bekommen aber auch, jetzt ohne Wiese, etwa 10-15 verschiedene Sorten von Frischfutter täglich. Ich sage nicht, dass meine Methode die perfekte ist, ich schreibe es nur als Vergleich zu Deinen Schilderungen.

Trockene bis bröselige Böhnchen gibt es bei uns zur Zeit auch, weil sie noch mehr als sonst an den Zweigen futtern. Aktuell sind der Schnitt von Apfel und Quitte und Haselzweige besonders beliebt, neben dem Dauerbrenner Ahorn und Rose u.a. Früher haben sie hauptsächlich die grünen Blattstiele, wenige Blätter und etwas Rinde gefressen. Blätter gibt es ja jetzt nicht. Dafür fressen sie diesen Winter nicht nur Rinde und Knospen, sondern dünne Zweigenden, also das Holz. Das scheint ihrer Verdauung gut zu tun. Die Böhnchen gerade unserer beiden großen Jungs hatten oft auffallend gerochen. Ich vermute, das war noch eine Folge der Mangelernährung bei den vorigen Haltern und ggf. daraus entstandene nicht so optimale Besiedelung des Darms. Mit Sobamin war der Geruch weg, kam aber nach einiger Zeit wieder. Ich hoffe, dass die "Holzkur" jetzt dauerhaft mit den "bösen" Bakterien oder Hefen aufgeräumt hat.

Ich weiß aber nicht wie Zweige, falls sie sie bisher bei Dir nicht bekommen, auf eine richtig angeschlagenes und zu Aufgasung neigendes Verdauungssystem wirken.

Bitte berichte auf jeden Fall weiter! Alles Gute für Karli!

Biene152

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Antwort: Karlis Krankengeschichte - Durchfall und chronische Koliken
« Antwort 50 am: 25. Februar 2021, 08:36 Uhr »
Liebe Narnia,

danke für Deine ausführliche Antwort  :-) Ja, es bleibt aufregend. Ich hatte eigentlich gehofft, dass wir jetzt mal ein bisschen länger Ruhe haben.  :wein: Karli wahrscheinlich auch - er sieht deprimiert aus  :grusel:

Das mit dem Apfelsaft ist eine sehr gute Idee, das werde ich mal versuchen :-)

Tja, das mit dem Trinken besteht immer noch. Rekord liegt bei 250ml pro Tag zu dritt. Allerdings ist das auffällig viel. Karli hat damals wo er die starken Bauchschmerzen hatte auch sehr sehr viel getrunken. Nach der Behandlung mit Selina ist das deutlich zurückgegangen. Manchmal habe ich aber auch das Gefühl, dass es Stressabbau oder Langeweile ist. Ich werd mal versuchen, wieder mehr Abwechslung reinzubringen. Dazu muss man noch sagen, dass Karli sehr wenig Frischfutter frisst, auch wenn ich es anbiete. In der Regel bevorzugt er Heu und Sämereien und dann ist es klar, wenn er Durst hat. Trotzdem ist die Trinkmenge sehr hoch. Ich habe auch mal stilles Mineralwasser gekauft und in die Flasche gefüllt (die übrigens dicht ist), weil ich auch das Münchner Leitungswasser im Verdacht habe. Mein Mann und ich trinken das nicht, weil wir danach mehr Durst haben als vorher....außerdem wurden immer wieder hohe Mengen an giftigen Stoffen dort gefunden wie zB Röntgenkontrastmittel, die in Kläranlagen nicht abgebaut werden können. Nachdem mein Mann und ich auch mit Magen/Darm zu tun haben, seit wir hier wohnen, haben wir manchmal auch unsere hoch schädlichen Umwelteinflüsse hier im Verdacht. So ein kleines Geschöpf reagiert da natürlich nochmal stärker drauf. Ein Grund mehr, dem über kurz oder lang hier den Rücken zu kehren, aber das hilft natürlich kurzfristig nicht weiter. Außerdem erklärt es natürlich auch die rasche Heilung durch Selina nicht.

Deine Fütterungsschilderung beruhigt mich etwas, denn dann kann es vielleicht doch nicht allzu stark an meiner Futterumstellung liegen. Es gab schon zwei große Schüsseln pro Tag , also es ist nicht so als hätte ich das Frischfutter auf eine handvoll begrenzt. Anhand Deiner Beschreibung glaube ich, dass ich auch gar kein ad libitum füttere, sondern es ähnlich wie Du halte. Ich füttere mehrfach pro Tag, aktuell wieder deutlich größere Mengen, sodass immer noch etwas von der letzten Fütterung übrig ist (idealerweise von allen Komponenten).

Was die Vielfältigkeit angeht: Ich bin mittlerweile sehr eingeschränkt unterwegs, weil die Tiere einfach so wenig mögen bei mir. Paprika ist der Renner, aber damit habe ich Karli trotz Bio-Qualität jetzt wieder den Rest gegeben, deswegen ist die leider raus (auch die grüne, die ging bislang noch). Ansonsten wird hier bissl Möhre gemümmelt, ab und an mal einen Sellerie (nur Knolle, Staude wollen sie nicht), Eisbergsalat, Endiviensalat, Spinat, Romana-Salat, Brokkoli, ab und an Kürbis, Chinakohl und Grünkohl, wobei letzterer eher verschmäht wird mittlerweile. Habe jetzt erstmalig nen Zuckerhut-Salat erstehen können, der kam auch recht gut an. Gurke und Fenchel gibt es noch, frische Kräuter (Oregano, Petersilie, Koriander, Basilikum, ab und an mal Rosmarin, weil der nicht so gut ankommt) und das war es dann auch schon. Das meiste bleibt allerdings - bis auf den Salat und Chinakohl, ziemlich unbeendruckt liegen....Wegen der Blähungen von Karli traue ich mich bislang nicht an Wirsing, zumal es bei Emma auch blubbert und gluckert im Magen, auch wenn sie sonst sehr gut frisst und fit ist.  Ich biete allerdings pro Fütterung oftmals nur wenige Sorten an, weil ich das Zeug auch gar nicht alles in unserem Kühlschrank bekomme und zum Wegwerfen ist es mir einfach zu schade. Zucchini habe ich auch mal wieder versucht, aber auch die wird verschmäht.

Zweige hatten wir in letzter Zeit sehr wenige. Da gebe ich immer gerne Apfel - der war aber alle. Haselnuss und Birne kommen mäßig gut an bis gar nicht mehr an, da habe ich aufgegeben. Gestern habe ich mich dann mal getraut bei uns zu sammeln, wobei die Zweige unserer Bäume leider mitten auf einer Hundewiese zu Fall kommen und die mag ich dann nicht füttern. Habe kleine Zweige direkt vom Baum genommen, aber das möchte ich natürlich nicht täglich tun - Kiefer kam gut an, da werde ich mich mal um Nachschub bemühen. Leider habe ich mich letztes Jahr bei den Baumpflegearbeiten nicht fragen getraut, da hätte ich Kübelweise Äste haben können. Schön blöd, aber dieses Mal werde ichs einfach machen, wenn die Gärtner kommen  :-)

Ansonsten gibt es frischen Efeu, einen Salzleckstein (den von Vio empfohlenen), aktuell wieder jeden Tag Trinkmoor mit Apfelpektin und Gerstengraspulver, das Karl in großen Mengen vertilgt, genau wie die Damen (also scheinbar gibt es hier dringenden Bedarf), Heilerdekekse. An Sämereien und sonstigen medizinischen Beigaben gibt es Schwarzkümmel, Fenchel, Anis, Mariendistelsamen, Kreuzkümmel, Leinsamen, Senfkörner, Wachholderbeeren, Gewürznelken zur freien Verfügung. Auf Sonnenblumenkerne steht Karl wie ein Irrer, die gab es in letzter Zeit vermutlich in deutlich zu großer Menge als Ersatz für Erbsenflocken, die es im Prinzip überhaupt nicht mehr gibt bei uns....ja und das ist soweit meine Fütterung.

Im Frischfutterbereich gibt es aktuell von der Menge her hauptsächlich Salat - der geht noch am Ehesten. Ich wasche das Futter immer gut und füttere dann nass, also da ist auch viel Wasser dran...Hatte es mal mit Trocknen versucht, da ich da als Problemfaktor bei Karli ausschließen wollte. Da es aber nichts brachte, bin ich wieder auf nasses/feuchtes Gemüse und Salat umgestiegen.

Ich hoffe wirklich, dass ich ausreichend viel Gras auftreiben kann ...Wiesen haben wir ohne Ende, aber leider hunderte Hunde, die da ihr Geschäft verrichten. Die meisten Halter sammeln zwar auf, aber da bleibt ja immer ein Rest über. Mich regt das total auf - ich mag mich auf solche Wiesen auch nicht mehr setzen....Anleinen ist in München ein Fremdwort.

Was bei Karli interessant ist: ich hatte ja schonmal Gras gesammelt. Das hat er betrachtet wie noch nie gesehen, kurz gekostet und sich dann voller Überzeugung wieder dem Heu zugewandt. Die Mädels wiederrum haben das förmlich inhaliert. Ich hoffe, dass er sich da mal mitreißen lässt dieses Jahr  :-)

PS: Als einziges Obst gibt es hier noch Apfel ab und an (immer futtern die Schweine den auch nicht), ansonsten kommt Obst hier nicht so gut an und wird daher auch nicht verfüttert

Biene152

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Antwort: Karlis Krankengeschichte - Durchfall und chronische Koliken
« Antwort 51 am: 01. Juni 2021, 10:23 Uhr »
Hallo zusammen,

um den Thread hier noch abzuschließen: Leider hatte Karli die Grassaison nicht mehr erlebt  :wein: Plötzlich wurde ein Zahn gelb und fiel aus. Er wucherte wild nach - auch die anderen Zähne wurden plötzlich gelb und krumm (inkl. Backenzähne, von denen schon einer verändert war). Karli war weiterhin so tapfer,  freundlich und wollte so gerne zum Fressen kommen, aber hatte sichtlich oft Schmerzen und verbrachte fast die ganze Zeit nur noch im Häuschen :-( Gefressen hat er auch zunehmens schlechter und nahm ab.

Ich ließ ihn erlösen - und hoffe, dass es aus seiner Sicht nicht verfrüht war.  :traurig: Wir konnten bis zum Schluss trotz weiterer Untersuchungen nicht herausfinden, was die Ursache für sein Leiden war und es ging somit stetig bergab. Da ihm Schmerzmittel ja so schlecht halfen bzw. er trotzdem wie ein kleiner plüschiger Ball immer wieder da saß (bzw. fast nur noch) entschied ich mich für die Erlösung. Mimi - seine liebe Freundin - ist nach einem Milztumor, der erst bei einer Kastration (vermeintlicher Eierstocktumor) gefunden wurde, 6 Wochen nach ihm gegangen.  :wein: Nun habe ich noch die kleine Emma, die alles ganz ganz tapfer durchgestanden hat  :lieb: Ich liebe sie sehr und würde sie gerne behalten, aber bei uns stehen nun wahrscheinlich größere Veränderungen an und ich selbst bin nervlich ehrlich gesagt auch gerade ziemlich durch. Ich suche daher aktuell für sie ein gaaaaaanz tolles Zuhause mit vieeel Platz und einer großen Gruppe. Alternativ - wenn sich kein gutes Zuhause findet - bekommt sie natürlich bei mir wieder einen Partner und bleibt :-)

Hugomero

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Antwort: Karlis Krankengeschichte - Durchfall und chronische Koliken
« Antwort 52 am: 02. Juni 2021, 06:30 Uhr »
Oh nein, tut mir sehr leid . Ich verstehe es gut, nach so vielen Krankengeschichten mag und kann man manchmal nicht mehr – aber ich kann mir aktuell doch kein Leben ohne die Süßen vorstellen

Aus welcher Gegend kommst Du denn ?
Susi mit Yuki, Enya ,Rosie, Frou–Frou ,Abby und Berly

Vio

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Antwort: Karlis Krankengeschichte - Durchfall und chronische Koliken
« Antwort 53 am: 02. Juni 2021, 12:21 Uhr »
Mir tut es auch sehr leid, haben ja schon privat geschrieben.
Ich bin sicher, du hast für die Mäusis richtig entschieden und sie hatten ein wunderschönes Leben bei dir  :fr:
Für Emma hoffe ich, findet sich bald ein tolles Zuhause, in das du sie ruhigen Gewissens geben kannst :-) :klee:
*Ein Tier zu retten, verändert nicht die Welt.
Aber die ganze Welt verändert sich für dieses eine Tier.*

Liebe Grüße von Vio und der Schweinebande :mms: