Autor Thema: Unterschlupf für Draußenhaltung  (Gelesen 127 mal)

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plutokrat

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Unterschlupf für Draußenhaltung
« am: 12. Oktober 2021, 08:24 Uhr »
Hallo,

ich habe vor kurzem einen Stall für meine 3 weiblichen Meerschweinchen für die Außenhaltung fertig gestellt.

Der Stall hängt unter einer Schuppenüberdachung (also ohne Füße) und ist absolut Windgeschützt.

Der Stall ist 1,50m breit x 0,60m tief + 0,70m hoch.
In der Höhe gibt es eine zweite Ebende - sodass jede Ebene ca. 30 cm an Höhe hat. Die Ebenen sind mit einer Treppe miteinander verbunden.
Der Stall hat 2 Türen. die linke Tür ist nur mit einem Gtter versehen. die rechte Tür ist unterteilt.
1 Teil ist mit Holz abgedeckt, der andereTeil mit einem Gitter.

Ich hatte geplant hinter der Abdeckung von der Tür einen festen Unterschlupf einzubauen.
Dieser ist ca. 30cm breit x 30cm hoch x 60cm tief mit einem Zugang.

Siehe Skizze im Anhang - grau - ist das Gitter. Der Unterschkupf befindet sich hinter dem rechten oberen 1/4 der rechten Tür. (Braunes 4-eck)

Ich dachte, dass der Unterschlupf für die 3 Meerschweinchen ausreichen würde.
Leider habe ich gestern gesehen, dass das rangniedrigste Tier in den Unterschklupf wollte, während ein ranghöheres (Ihre eigene Schwester) sie wieder raus gebissen hat. Es gab aber kein Blut und auch kein gequiecke.

Die 3 Tiere sind jedes ca 1/2 Jahr alt.

Jetzt habe ich provisorisch 2 zusätzliche kleine Häuser in den Stall gestellt, damit jeder seinen Unterschlupf hat.

Ich denke, dass das für einen sehr kalten Winter zu wenig sein könnte.

Kann mir jemand sagen wie groß der Unterschlupf sein müsste, damit ich alle 3 darin aufhalten?

Unterschlupf verdoppeln? d.h. 60cm Breit - 30cm hoch und 60cm tief mit 2 eingängen? Ich würde dann statt des gitters in der oberen Etage eine Plexiglasscheibe einsetzen.

Targas

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Antwort: Unterschlupf für Draußenhaltung
« Antwort 1 am: 12. Oktober 2021, 08:42 Uhr »
Hallo plutokrat,

Bei mir in der Innenhaltung hat ein ‚kleines‘ Häuschen, in das ein Meerschweinchen reinpasst 30x40cm.
Ein weiteres Häuschen hat bei mir knapp 55x40cm Größe, in das auch mal zwei Meerschweinchen reingehen:
https://resch-nagerhaus.at/produkt/meerschweinchenschloss/
Meerschweinchen liegen in der Innenhaltung nicht aneinandergekuschelt, wenn sie nicht gerade Babies sind, oder sich alle fürchten und zusammendrängen. Ich habe nur wenig Erfahrung mit der Aussenhaltung. Es heißt ja, wegen der Kälte sollte man 4 Meerschweinchen halten, mindestens 3. So pauschal ist das aber nicht. Besteht deine Gruppe komplett aus Männchen? Kastraten? Weibchen?
Es kann sein das du gerade auf die erste Rappelphase zuläufst, in der die Meerschweinchen sich beweisen und ihren Rang ausmachen. Dazu hilft es ein Meerschweinchen mit mindestens 1 1/2 bis 2 Jahren in der Gruppe zu haben, das vorher nicht allein gelebt hat und als Erzieherschwein den kleineren Einhalt und Benehmen lehrt. Wahrscheinlich erzähle ich dir da nichts neues.

Bei Aussenhaltung sollte ja mindestens 10 Grad in einem Schutzhüuschen sein, auch wenn es draußen knackig kalt ist.
Hast du denn dazu schon Bücher gelesen, oder brauchst du einen Buchtipp zur Aussenhaltung?

Vielleicht kann dir auch jemand mit noch mehr Erfahrung in der Aussenhaltung besser weiterhelfen.

Hugomero

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Antwort: Unterschlupf für Draußenhaltung
« Antwort 2 am: 12. Oktober 2021, 08:55 Uhr »
Hallo Plutokrat, herzlich willkommen..zur Außenhaltung findest Du unter der Suchfunktion viele Beiträge, aber auf Anhieb sehe ich zwei Probleme..nur Mädels in der Rappelphase und das Fehlen eines Kastraten und älteren Tieres als Erzieher ( und wie schon geschrieben sollten es außen mindestens vier Tiere sein )

Ich kann es mir leider noch nicht vorstellen, leben die Tiere dann ganzjährig außen , dann kommt es nicht nur auf die Schutzhütte, sondern auch auf ein wirklich gut gesichertes Gehege an..generell können Streitereien auch vorkommen, wenn sie zu nah aufeinander hocken und gerade die Jungen Tiere wollen toben und rennen, die Älteren natürlich auch
Susi mit Yuki, Enya ,Rosie, Frou–Frou ,Abby und Berly

plutokrat

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Antwort: Unterschlupf für Draußenhaltung
« Antwort 3 am: 12. Oktober 2021, 09:28 Uhr »
Hallo,

danke für die schnellen Antworten.

Die 3 Tiere zusammen gekauft und sie kennen sich eigentlich seit der Gerburt. Wie gesat 2 schwestern und 1 etwas um 1-2 wochen ältere.

Eigentlich hatte ich wirklich überlegt noch einen Kastraten zu kaufen.

Allerdings weiß ich nicht, ob dieser mein Problem mit dem - vielleicht -  zu kleinen Unterschlupf löst ;)

Btw:
ich hatte als Kind schon Meerschweinchen bis zu meinem 16. Lebensjahr. Allerdings waren diese Tiere nur im Sommder draußen.
Jetzt habe ich selber Kinder und habe mich deswegen wieder für Meerschwenchen als Haustiere entschieden.
Ich habe also etwas Erfahrung - will nur einiges richtiger machen als damals. ;)

Targas

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Antwort: Unterschlupf für Draußenhaltung
« Antwort 4 am: 12. Oktober 2021, 09:49 Uhr »
Ich kann dir das Buch ‚Traumwohnungen für meine Meerschweinchen‘ von Christine Wilde aus dem Ulmer Verlag empfehlen.
Es ist zwar schon etwas älter, aber bietet wirklich gute Tipps und Sie hat viel praktische Erfahrung mit einfließen lassen.
Ganz schnell kannst du das Buch auch elektronisch mit einer Kindle App beziehen.
Dein Schutzhäuschen ist zu klein, wie du wohl selbst schon gemerkt hast. 😉
Das Buch enthält ein ganzes Kapitel über Aussenhaltung und sogar einen Abschnitt zur ‚ Die Schutzhütte‘.
Wichtig ist erstmal das deine kleinen warm über den Winter kommen. Wenn die Schutzhütte etwas größer ist, und du beispielsweise eine Reptilen Wärmematte mit Zeitschaltuhr und die Leitungen mit einem dünnen Kabelkanal vor anknabbern gesichert verlegst, ist schon viel gewonnen. Wichtig ist, das das rangniedrigste Meerschweinchen auch in den Genuss kommt sich aufzuwärmen. Vielleicht hilft ja das größere Schutzhäuschen innen noch mit einem Brett aufzuteilen, so dass es links und rechts am Brett ausweichen kann, falls es ein anderes Meerschweinchen vertreibt.
Ja, das gleiche Alter deiner 3 Meerschweinchen ist problematisch, nicht nur für jetzt, sondern auch wenn mal ein neues ein altes ersetzen sollte. Denn dann kann es sein das sie nie gelernt haben andere Meerschweinchen zu akzeptieren.
Aber primär wird es jetzt kalt, und die kleinen brauchen Wärme. Prio 2 wäre dann idealerweise ein Kastrat mit mindestens 1 1/2 Jahren z.B. als Zuchtrentner, der in der zuchtfreien Zeit nicht alleine, sondern in einer Böckchengruppe gelebt hat.
Oder eine Notstation fragen, da gibt es sicher auch einige ältere Kastrate.

Targas

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Antwort: Unterschlupf für Draußenhaltung
« Antwort 5 am: 12. Oktober 2021, 10:26 Uhr »
Ich habe auch zwei gleichaltrige Weibchen, die sich von Geburt auf kennen. Allerdings lässt es das ranghöhere Weibchen das rangniedrigere beim Fressen und auch manchmal beim Schlafplatz mit Kopfremplern spüren, das sie hier nichts zu sagen hat.
Dafür ist das rangniedrigste Weibchen am mutigsten von allen. Sogar der Kastrat mit fast 2 Jahren ist nicht so mutig. 🙄
Solang sie sich nicht verbeissen und Blut fliesst, würde ich mich jetzt primär um ein kuscheliges Schutzhäuschen kümmern.
Ganz schnell, aber auf Dauer vermutlich nicht ideal wärmt auch Stroh. Das bringt bloss viel Müll mit sich, und die Gefahr das sich ein Meerschweinchen einen harten Halm ins Auge rammt. Darum haben wir Fleece, incl. Kuschelsachen und Holzgranulat Mix. Für drinnen ideal, für aussen saugt sich das Fleece sicher allein von der Luftfeuchtigkeit her voll.

Targas

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Antwort: Unterschlupf für Draußenhaltung
« Antwort 6 am: 13. Oktober 2021, 16:35 Uhr »
@plutokrat Hat dir der Buchtipp denn weitergeholfen?

Hugomero

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Antwort: Unterschlupf für Draußenhaltung
« Antwort 7 am: 15. Oktober 2021, 19:15 Uhr »
Hallo,

danke für die schnellen Antworten.

Die 3 Tiere zusammen gekauft und sie kennen sich eigentlich seit der Gerburt. Wie gesat 2 schwestern und 1 etwas um 1-2 wochen ältere.

Eigentlich hatte ich wirklich überlegt noch einen Kastraten zu kaufen.

Allerdings weiß ich nicht, ob dieser mein Problem mit dem - vielleicht -  zu kleinen Unterschlupf löst ;)

Btw:
ich hatte als Kind schon Meerschweinchen bis zu meinem 16. Lebensjahr. Allerdings waren diese Tiere nur im Sommder draußen.
Jetzt habe ich selber Kinder und habe mich deswegen wieder für Meerschwenchen als Haustiere entschieden.
Ich habe also etwas Erfahrung - will nur einiges richtiger machen als damals. ;)

Hallo Plutokrat,
ja das mit dem einiges richtiger machen kennen wir leider alle…

Was machen Deine Pläne ? ☺️
Susi mit Yuki, Enya ,Rosie, Frou–Frou ,Abby und Berly

Vio

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Antwort: Unterschlupf für Draußenhaltung
« Antwort 8 am: 17. Oktober 2021, 02:47 Uhr »
Hallo  :winke:

Toll, dass du dich so bemühst und informierst mit den Schweinchen  :freu:
Wie von hugomero schon erwähnt, wäre es super wichtig, dass du den 3en noch ein Schweinchen ab 1,5 Jahre als Erzieher dazu gibst (das könnte der Kastrat sein :-) ). Schweine sind erst mit ca. 1,5 Jahren erwachsen und brauchen bis dahin einen Erzieher, ansonsten können sie später viele Probleme haben und man tut ihnen ohne Erzieher wirklich keinen Gefallen.

Ist der Unterschlupf bzw. das Gehege, was du beschreibst, denn an einen Auslauf angeschlossen? Der Stall, den du beschreibst, finde ich für 3-4 Meerschweinchen deutlich zu klein. Sie sollten schon pro Tier eine qm Lauffläche auf einer Ebene haben. Aber vielleicht meintest du nur die Schutzhütte jetzt? Als Schützhütte könnte es gerade so reichen vom Platz her.

Ich persönlich kann allerdings tatsächlich nur davon abraten, die Schweine draussen zu halten im Winter. Selbst langjährige Aussenhalter mit ganzjähriger Aussenhaltung sind in meinem Umfeld davon mittlerweile wieder abgekommen, weil sie gemerkt haben, dass es den Meerschweinchen nicht gut tut.
Meine Tiere wollten bei halbjährlicher Aussenhaltung (6 qm Voliere, 1 qm beheizbare Schutzhütte...) ab Mitte September wieder ins Haus. Sie können hier selbst wählen und zeigen, wo sie hin wollen, daher haben wir immer deutlich den Unterschied gemerkt. Sie waren drinnen dann wesentlich aktiver und wirkten zufriedener.
Meiner Meinung nach sind unsere Haus-Meerschweinchen, die schon lange nicht mehr mit den Wilden Meerschweinchen in einer Linie verwandt sind oder mit "Natürlicherweise-Draussen-Meerschweinchen" noch vergleichbar wären, meist nicht für das nasse, kalte Wetter im Winter geschaffen. Es gibt sicher seltene Ausnahmen, aber wie findet man heraus, dass sie sich drinnen wohler fühlen? Die wenigsten Aussenhalter testen das aus. Die, die es gemacht haben in meinem Umfeld, waren erstaunt, wie viel besser ihre Tiere dann in Innenhaltung im Winter drauf waren und haben sie drinnen gelassen.
Viele nutzen dazu einen Pool für Hunde und bringen die Tiere im Keller unter.
Dazu kommt erstens, dass man sowieso für extreme Kälte oder Hitze einen Raum haben sollte, in dem man die Tiere dann unterbringen kann im Notfall. So eine Möglichkeit sollte also eh da sein - also kann man sie dann auch in diesem Raum im Winter unterbringen und es austesten.
Und zweitens sind leider mittlerweile die Meerschweinchen immer jünger immer schlimmer krank und deutlich anfälliger als früher  :traurig: Sie werden heute auch in der Regel nicht mehr so alt wie früher, wirken jünger als früher schon älter und haben oft mit 1-2 Jahren schon Erkrankungen. Solchen Tieren sollte man keine ganzjährige Aussenhaltung antun dann, das könnte ihr Leben verkürzen.
Schweinchen müssen auch bei manchen Untersuchungen beim Tierarzt geschoren werden, z.B. für Ultraschall. Gerade Weibchen müssen öfter mal geschallt werden, da sie zu Gebärmutter/Eierstock-Problemen neigen (daher kann ich regelmässiges Urinsticken sehr dringend empfehlen :-) mehr dazu gibts über die Suchfunktion).
Sind sie am Bauch geschoren, können sie im Winter nicht mehr raus.
Allgemein macht es im Winter auch mehr Freude, sie im Haus zu haben, weil man sie draussen dann, gerade bei schlechtem Wetter und Kälte, kaum beobachtet. Sie müssen aber gut beobachtet werden, da sie eben leider zu Erkrankungen neigen und man vieles nur durch das Beobachten bemerkt. Macht mehr Freude eh, wenn man nicht im Regen sitzen muss.

Desweiteren finde ich Aussenhaltung sehr anspruchsvoll, was das Gehege angeht. Ein wirklich geeignetes Gehege ist meist sehr teuer und muss aufwendig gebaut werden.
Pro Tier sollte mindestens eine Lauffläche von 1 qm zur Verfügung stehen, generell auch bei 2-3 Tiere noch nicht unter 4 qm. Bei 3-4 (ich rechne einen Kastraten mal mit ein, kann ich auch sehr empfehlen und ist besser für die Mädels  :g: ) sollte ein Bereich von mindestens 4 qm zur Verfügung stehen - zusätzlich zur Schutzhütte.
Dieser Bereich muss von allen Seiten, auch in der Erde, mit Marder-sicherem Draht (punktverschweisst) gesichert sein. Optimal ist ein Dach drüber.
Bei der Schutzhütte, die gut isoliert werden muss, kann man entweder einen sehr kleinen Raum wählen, den die Tiere durch ihre Körperwärme aufwärmen können oder einen grösseren, den man dann beheizen kann (Frostwächter, Dunkelstrahler etc.). Ich finde grössere Schutzhütten besser, damit die Tiere sich bei schlechtem Wetter dort auch bewegen können und nicht raus in Wind, Regen, Schnee müssen etc.

Ich bin kein Experte, was Aussenhaltung angeht, weil ich bei mir und bei Freunden immer wieder nur erlebe, dass es nicht funktioniert. Bei manchen klappt es angeblich super, das will ich auch nicht bestreiten. Ich hatte in 5 Jahren nun hier über 30 Meerschweinchen und eines davon war draussen aufgewachsen und eine echte Wildwutz mit sehr dickem lockigem Fell. Sie war draussen zufrieden. Kam aus extrem schlechter Aussenhaltung (winziger, nicht isolierter, halbseitig offener Stall mit einem weiteren Schwein), ein Wunder, dass sie da überlebt hat. Insofern war es bei mir in der halbjährlichen Aussenhaltung schon Luxus für sie. Das kann auch der Grund gewesen sein, dass sie zufrieden war. Drinnen war sie auch zufrieden im Winter.
Die anderen Tiere wollten definitiv nicht draussen bleiben, trotz Luxus-Gehege, überdachter Voliere, 2 Seiten der Voliere zu, dritte Seite wettergeschützt zur Hauswand, beheizter Schutzhütte mit Rotlicht, Dunkelstrahler, Kuschelsachen, Heuhaufen, Thermo-Hanf-Isolierung usw...
Freunde von mir haben extrem teure, geniale Gehege aus Volieren mit Gartenhütten etc. - die Tiere sind kränklicher und gestresster und unzufriedener im Herbst und es bessert sich binnen weniger Tage, die sie dann im Notfall-Gehege im Keller sind.
Ich kenne Leute, die draussen halten und 20+ Schweinchen haben in ihrer riesigen Stallanlage. Dies scheint was anderes zu sein, die Tiere wirken zufriedener. Da scheint die Menge der Tiere enen Unterschied zumachen?
Ich kenne aber auch Meerschweinchen, die angeblich total fit und glücklich draussen sind und aussehen wie der lebende tot, mager, struppig, schwere Atmung...

Man muss sich selbst ein Bild machen und es probieren und seine Tiere gut beobachten und ihnen auch die Wahl mit der Innenhaltung lassen (das also mal ausprobieren), denke ich :-)
Aber ich finde den Austausch sehr wichtig und ich kenne wie beschrieben fast nur negative Erfahrungen in Aussenhaltung, daher mein Rat, lieber mit halbjährlicher Aussenhaltung. Jemand anderes würde vielleicht was anderes raten - ich wollte schon länger mal einen Thread zum Thema aufmachen, hab es aber noch nicht geschafft...
Meine Tiere lieeeeben Wärme und liegen sogar im Haus total gerne im Rotlicht oder unter Wärmelampen. Ich persönlich glaube, dass Hausmeerschweinchen wirklich keine Fans von Wind und Regen/Schnee und Kälte sind und ihnen das auch nicht gut tut (man sagt ja, sowas härtet ab - ich habe bei den ganzjährigen Aussenhaltern in meinem Umfeld allerdings das Gegenteil erlebt, die Tiere waren gesundheitlich fitter, seit sie dann drinnen waren).

Tut mir leid, ich hoffe, das entmotiviert dich jetzt nicht... :fr:
Auf Meerschweinchenwiese.de gibts Anregungen für Aussengehege :-)
Falls du magst, hier habe ich den Aufbau meines Aussengeheges geschildert: https://das-meerschweinchen-forum.de/index.php?topic=1248.0 (und den Abbau letzte Woche.)
*Ein Tier zu retten, verändert nicht die Welt.
Aber die ganze Welt verändert sich für dieses eine Tier.*

Liebe Grüße von Vio und der Schweinebande :mms:

Fenella

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Antwort: Unterschlupf für Draußenhaltung
« Antwort 9 am: 19. Oktober 2021, 10:03 Uhr »
Moin,Moin,
meine Tiere leben auch nur halbjährlich draussen. Im Sommer in ihrem Meerchendorf, im Winter im Wohnzimmersaustall. Ich denke nicht, dass sie besonders schlechtwettergeeignet sind. Meiner Ansicht nach ist da ein ausgeklügeltes Equipment von Nöten, damit sie sich bei Regen, Wind und Wetter draussen wohlfühlen.
Ich hätte einfach kein gutes Gefühl dabei, diese Tiere im Freien zu halten, wenn ich selber nicht lange draussen sein möchte.
Aber ein ganz wichtiger Punkt ist, daß ich es liebe, meine Schweinchen zu beobachten. Das ist in der unfreundlichen Jahreszeit nicht möglich. Manchmal sitze ich eine Stunde da und schau ihnen zu, wenn mein Alltag das zulässt. Dafür hab ich sie ja schließlich. :freu:
Sind sie draussen, wo bei mir nicht alles überdacht ist und es regnet, läuft es dann so: Oh, schnell die Schweinchen füttern, es giesst. Hier habt ihr euer schmackofatz, guten Appetit und tschüss. Ab ins Trockene. Die Schweine denken dasselbe, chillen den ganzen Tag in ihren Schutzhütten und warten, bis ich was serviere oder der Regen aufhört.
Das gefällt mir nicht. Im Sommer, wenn ich viel draussen bin, sind sie‘s auch, im Winter sind wir alle zusammen drin.
Ich würde vielleicht auch viel übersehen, was gesundheitstechnisch relevant wäre.
Für mich ist es die optimale Lösung, wie es bei mir ist.
Letztendlich muss das jeder für sich planen und verwirklichen, aber für mich käme reine Aussenhaltung einfach nicht in Frage.
Bei mir ist es allerdings auch so, daß ich auch die Ponys und die Hühner bei schrecklichem Wetter gerne mit ins Haus nehmen würde ;), geht nicht, aber alle meine Tiere können sich zu jeder Tages- und Nachtzeit ins Trockene stellen, das ist mir sehr wichtig.

Targas

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Antwort: Unterschlupf für Draußenhaltung
« Antwort 10 am: 19. Oktober 2021, 12:31 Uhr »
Ich weiß nicht, ob einem eine verschnupfte Meerschweinchen-Nase im Winter draußen so schnell auffallen würde..
Ich habe auch gerade gelesen, das Meerschweinchen nicht durch den Mund atmen können, sondern nur durch die Nase.
Eine verschnupfte Nase bedeutet also auf jeden Fall Atemnot, evtl. Flankenatmung, was man wohl auch dann nie mehr so einfach los wird, und auch schnell den Tod durch ersticken.
Allein deshalb wäre mir eine Winter Aussenhaltung viel zu riskant.