Das Meerschweinchen Forum

Unsere Meerschweinchen ~ Verhalten, Gesundheit & Pflege => Meerschweinchen-Krankheiten => Krankengeschichten => Thema gestartet von: Vio am 21. März 2020, 00:46 Uhr

Titel: Schweinebande-Thread 2020 und 2021
Beitrag von: Vio am 21. März 2020, 00:46 Uhr
Es braucht endlich nach über 3 Jahren mal einen neuen Krankheits-Thread für meine Bande, aber ich mag da auch anderes berichten, daher hab ich es nur Thread 2020 genannt, hier aber in der Kategorie Krankengeschichten gelassen.

Was gibts Neues bei uns?
Da ich so wenig Zeit hab, nur in der kurzen Variante...

Peyton hält sich ganz gut, die Tumore (Kiefer, Zitze, Schilddrüse) sind alle etwas kleiner geworden, aber gehen nicht weg. Ist aber schon super so, bin damit zufrieden. Im Unterleib kann ich nicht einschätzen, wie es sich verändert.
Sie braucht leider Carprofen als Schmerzmittel zum Laufen, aber damit kommt sie gut zurecht.
Bei Bluebelle haben wir leider auch einen Tumor gefunden, in der Milz, Leber sieht strukturell auch nicht gut aus, Lunge auch nicht takko. Zithromax als Antibiotikum hat da etwas geholfen, sie braucht Metacam als Schmerzmittel und ihre kleinen hormonell aktiven Zysten wurden mit Chlormadinon behandelt, ich hoffe, es bringt ihr was.

Ich wünsch mir, dass die beiden Mädchen bitte unbedingt noch diesen schönen Sommer bei uns haben können  :ms2: :klee:

Da Bina als jüngeres Mädchen etwas verloren schien in unserer Gruppe und mit Ennie und Bina im Januar zwei gute Freundinnen/Ziehschwester verloren hatte, was sie sehr bedrückt hat, haben wir entgegen unserer Pläne dann doch vorgestern nochmal ein jüngeres Mädchen aufgenommen.
Claire kommt aus Aussenhaltung bei lieben Menschen, die die Haltung aus Zeitgründen aufgeben möchten.
War natürlich eine kontaklose Übergabe :-)  ;-)

"Claire Maribel", *Juli/August 2017

Blue und Quenni sind total verliebt in Claire, sie hatte zuvor nie einen Kastraten gesehen und bei dem Anblick von Quentin spontan entschieden, dass sie jetzt brünstig ist  :g: Das hat auch Blue mit ihren aktuell etwas schrägen Hormonen auf den Plan gerufen und nun brommseln sie so um sich herum.
Claire ist sehr freundlich und neugierig, aber noch sehr scheu uns Menschen gegenüber, kennt den Kontakt so nicht.
Bina fand sie erst gut, dann aber jetzt blöd, weil sie so viel bei Bluebelle ist und nicht bei ihr :D
Peyton ist grundsätzlich empört, jemand Neues in ihrem Revier, da muss sie erst mal skeptisch sein.
Für 2 Tage ist es aber schon super, es ist wieder viel mehr Leben in der Gruppe, gleichzeitig wirkt Bina weniger hektisch und alles harmonischer. Ich bin froh, dass wir uns so entschieden haben.
Titel: Antwort: Schweinebande-Thread 2020
Beitrag von: Krümelchen am 21. März 2020, 22:32 Uhr
Oh, ist die niedlich  :herz2:

Sie wird sich bestimmt gut einleben und auch Peyton wird sich daran gewöhnen, dass da jetzt ein neues Schweinchen in ihr Revier eingedrungen ist.  :daumen:
Titel: Antwort: Schweinebande-Thread 2020
Beitrag von: zoe am 22. März 2020, 23:04 Uhr
 :freu: da hat sie eines der besten zuhause überhaupt bekommen.
ich gucke mir gern die schweinebande über deinen facebook link an und kann mir gut vorstellen, wie die süsse dort auch rumflitzt :g:
schön beschrieben, liebe vio.
alles gute für euch alle zusammen :freu: :winke: :klee:
Titel: Antwort: Schweinebande-Thread 2020
Beitrag von: Käthe am 14. April 2020, 13:55 Uhr
Willkommen Claire Maribele, ein wunderschöner und klangvoller Name.
Freu mich schon auf ihre Geschichten und vor allem freu ich mich, daß ein neues Schweinchen eingezogen ist. Supi.
Titel: Antwort: Schweinebande-Thread 2020
Beitrag von: Vio am 24. April 2020, 14:23 Uhr
Ich hatte es schon irgendwie geahnt, dass bei Bina was Schlimmes im Gange ist...
Vor 3 Wochen waren wir schon zur Diagnostik beim Tierarzt, doch man sah nichts Schlimmes im Ultraschall.
Sie war nicht gross auffällig, etwas ruhiger als sonst, halt Blut laut Stick im Urin... Antibiotika (nach Antibiogramm und Erregerbestimmung) änderten daran (wie ich vom Gefühl her auch dachte...) nichts, aber sie war darunter wieder aktiver.
Letztes Wochenende dann hatte ich plötzlich das Gefühl, sie würde sterben, obwohl sie nicht arg auffällig war nach wie vor, ausser mehr Müdigkeit und leichtem Gewichsverlust.
Anfang der Woche waren wir deswegen in der Tierklinik und nach 4 Std Wartezeit (  :traurig: ) fand sich im US ein Gebärmutter-Tumor, umgeben von Flüssigkeit.
In der Nacht zum Mittwoch dann setzen Blutungen und starke Schmerzen ein.
Bini wurde Mittwochmittag notoperiert: ihre Gebärmutter war voller Flüssigkeit und vermutlich zum Zerreissen gespannt. Hydrometra - unser Tierarzt hat ja viel Erfahrung, aber hat es bisher nur selten bei Kaninchen und nicht bei Meerschweinchen gesehen. Ich bin bei Anblick der Bilder von der OP sehr schockiert gewesen. Sie muss grosse Schmerzen gehabt haben. Beim Tierarzt war sie schon aufgegast und nicht mehr so gut zurecht...
Obwohl ich so bemüht und früh dran war, war es schon fast zu spät gewesen.

Am Abend nach der OP ging es ihr besser, sie lief herum und futterte auch etwas Bambus. Es ging ihr besser als in der Nacht zuvor. Wir hatten Hoffnung.
Doch dann kippte es in der Nacht zum Donnerstag und gestern den Tag über wurde es trotz aller Mühen schlechter.
Am Abend liess ich sie gehen, sie hat genug durchgemacht in den letzten Tagen.

Nun ist Rubina wieder bei ihrer geliebten Ziehschwester Ennie  :ms2:  :rebo: :obl:

Wir sind sehr traurig. Alle 4 unserer als Baby aufgenommen Schweinchen in den letzten 4 Jahren starben im Alter von um die 2 Jahre an so schlimmen Dingen... Manchmal kann ich es nicht fassen und es hat mein Herz mehr als einmal gebrochen.
Ich halte fest daran, dass sie hier eine schöne Zeit hatten, trotz allem.
Bina war in den 2 Jahren hier nie krank zuvor. Sie hatte sich toll entwickelt, war so eine entspanntere und mutige junge Dame geworden und hat ihr Leben in vollen Zügen genossen.
Sie bleibt als Teil unserer Herzen  :h:

Auf Wiedersehen, liebste Rubini-Dini  :herz2:
Titel: Antwort: Schweinebande-Thread 2020
Beitrag von: Käthe am 29. April 2020, 18:06 Uhr
Mein Beileid  :rebo: und gute Reise liebe Bina  :engel:

Sie hatte ein ganz tolles Leben bei Euch und den anderen Schweinchen. Soviel Auslauf, richtig gutes Futter und ganz viel Liebe... was will Schwein mehr...

Fühl Dich gedrückt... sie ist jetzt auch an einem guten Ort...  :fr:
Titel: Antwort: Schweinebande-Thread 2020
Beitrag von: Vio am 02. Mai 2020, 09:51 Uhr
Danke dir  :fr:
Titel: Antwort: Schweinebande-Thread 2020
Beitrag von: Vio am 24. Mai 2020, 16:59 Uhr
Es hat sich viel getan bei uns... Leider habe ich kaum Zeit, zu berichten.
Wer gerne regelmässig News von uns lesen und Fotos/Videos sehen mag, den lade ich gern ein, unserer Facebook-Seite "Schweinebande" zu folgen :-) : https://www.facebook.com/DieSchweinebande/ (https://www.facebook.com/DieSchweinebande/)

Ich versuche mal eine sehr kurze Zusammenfassung der letzten Wochen:
Peyton hat leider - ggf. durch den Tumor oder ihre Zyste oder aus anderen Gründen hormonelle Probleme bekommen und die Neue, Claire, sehr aggressiv angegangen. Claire wurde das irgendwann zu bunt und hat sich gewehrt und da sie jung und gesund ist, hat Peyton den kürzeren gezogen.
Ich habe das so noch nie erlebt... nach Binas Tod steigerte sich das noch -  und nun war es passiert. Peyton wurde aus der Gruppe ausgeschlossen, massiv von Claire vertrieben, hatte dann panische Angst und sass nur noch im Wohnzimmer.
Peyton ist bald 7 Jahre alt und hat vermutlich 3 Tumore, Kniearthrose und ihr Magen-Darm-System verträgt Stress nicht gut... Sie hat es nicht verdient, in Angst oder alleine leben zu müssen.
Ebenfalls wollten wir Bluebelle, Quentin und Claire nicht trennen, die sich echt gerne haben und gut verstehen.

Also zog nach Tränen, Diskussionen und 2 schlaflosen Nächten aus der Notstation einer Freundin ein Leih-Kastrat hier ein: Cary.
Cary und Peyton bekamen nach Umräumen des Wohnzimmers bei Oma ein schönes Gehege da und Peyton war sehr lieb zu dem sehr schüchternen Cary, griff ihn aber auch wie Claire immer wieder an.
Zwar ist sie sehr zickig, auch zu neuen Schweinchen, aber das kannten wir so nicht.
Da wir und auch Freunde von uns bei hormonellen Problemen mit dem Hormonpräparat Chlormadinon gute Erfahrungen gemacht haben, haben wir es auch bei Peyton probiert.
Mir fällt sowas immer extrem schwer, wer gibt seinem Schwein schon gerne Hormone... Aber alle Alternativen hatten wir ausprobiert und ich hatte wirklich Angst, sie müsste sonst alleine bleiben...
Nach dem Chlormadinon hatte ich innerhalb von Stunden (!) meine entspannte und freundliche Peyton zurück :-)
Ihr Körper konnte endlich vom Dauerstress (ständige Anspannung und Angriffsbereitschaft) runter kommen und sie wirkte wieder viel gelassener und glücklicher, als in den letzten Monaten zuvor.
Ich bin froh, dass wir das probiert haben, so schwer es mir auch fiel.
(Ovogest als Hormonpräparat gegen Zysten kommt für mich nicht in Frage. Nicht nur, dass das so gut wie nie wirkt, sondern auch, dass viele Tierärzte beobachten, dass es scheinbar Gebärmuttertumore begünstigt...
Zudem muss man das 3 mal beim Tierarzt spritzen lassen, Chlormadinon gibt man einmalig oral, das hält dann 3-5 Monate - oder für immer...).

Der dünne, ruhige, schüchterne Cary gefiel und von Anfang an gar nicht. Er war wie tot... auf allen Ebenen.
Kein Wunder, da wohl seit Monaten schon Entzündungs Eiterprozesse in seinem Kiefer wüteten und ihm Schmerzen bereiteten und sein Auge massiv durch ossäre Choristie und Entzündungsprozesse verändert ist, so dass es in der Positon schon nach hinten versetzt war und nicht mehr normal beweglich ist.
Zudem entdeckte ich eine ca. 5cm Umfangsvermehrung im Bauch.
Ich wusste gleich, als ich ihn abgeholt hatte, dass dieser Junge uns nie wieder verlassen wird. Nix Leihkastrat also... er wird bleiben dürfen.
Auch wenn wir am Limit sind und 2 Gruppen in keinem Fall das sind, was wir wollten und brauchten - er hat es so verdient.
Und er schenkt uns jeden Tag so unglaublich viel, denn mittlerweile gehts ihm Dank Mitteln der Schulmedizin, Naturheilkunde und einfach, weil wir ihn in seinem Leid gesehen haben, so unheimlich viel besser.
Er ist ein sehr aufgeweckter, wacher, aktiver Kerl geworden, der etwas zugenommen hat nun auch, weil er wieder besser futtern kann und weniger Schmerzen hat.
Er hat sogar begonnen, zu brommseln :-) Es läuft kein Eiter mehr aus seinem Auge, aber er hat immer noch einen Knubbel am Unterkiefer im Bereich des unteren entzündeten Schneidezahns.
Auf den Röntgenbildern haben wir gesehen, dass dieser Bereich so verändert ist, dass da wohl eine OP folgen muss und der Schneidezahn heraus muss... Wir schauen, wie es sich entwickelt. Ebenfalls war ein Kieferbereich über dem kranken Auge angeschwollen, daher werde ich Anfang/Mitte Juni einen Kontrolltermin mit OP-Option bei unseren Tierärzten ausmachen.

Peyton und er lieben sich sehr und unternehmen viel zusammen, quasseln dabei fröhlich vor sich hin und geniessen ihr Leben wieder in vollen Zügen.
War ich erst so traurig, wie alles gekommen war und dass ich meine Gruppe trennen musste, so bin ich nun immer wieder beschenkt durch die Lebensqualität und Lebendigkeit, die wir Cary zurück schenken konnten und wie gut es Peyton nun auch wieder geht mit ihrem neuen Ehemann  :lieb:
Es ist alles gut so, wie es gekommen ist. Ich würde es nicht mehr anders wollen.
Ich hoffe, trotz der Baustellen, haben beide noch viel schöne Zeit bei uns!
Peytons Tumore wirken stabil und verändern sich nicht, dafür bin ich dankbar und hoffe, es bleibt so.
Die beiden haben ein Gartenabteil abgetrennt bekommen und obwohl der Bambus-Zaun weniger hoch war, als ich dachte, klappt es mit den beiden Kastraten gut. Sie sind sich auch schon mal begegnet und haben einander friedlich angesehen und dann ignoriert, was mir nun auch etwas die Sorge genommen hat, sollten sie sich doch aus Versehen treffen, dass es gleich Kämpfe gibt.
Quentin greift andere Kastraten eigentlich deutlich an und will sie verjagen - vielleicht weiss er, dass Cary nun zur Familie gehört...
In jedem Fall stresst sich keiner durch Jungs durch den Geruch des anderen und alle wissen nun, wen sie da hinterm Zaun hören und riechen :-)

Der ganze Stress hat allen Tieren etwas zugesetzt und ich bin froh, dass nun Ruhe einkehrt.
Cary und Claire hatten bei der Pferdeosteopathin Selina Dörling (Visionäre Pferdeosteopathie) auch eine Sitzung, was beiden wirklich gut getan hat. Gerade Claire, die seit Anfang an unter Anspannung war und wo sich deutlich Schock im Körper fand aufgrund eines alten traumatischen Erlebnisses, kann nun endlich runter kommen und richtig bei uns ankommen.
Claire ist eine ganz süsse und freundliche kleine Dame und ich bin trotz allem froh, dass wir sie damals geholt haben :-) Bluebelle sieht sie als eine Art Tochter, die sie nie haben konnte und Quenni... naja, der findet sie natürlich ziemlich fesch ;)

Bei Bluebelle hat sich der vermutliche Milztumor leider komisch verändert, so richtig einschätzen, was es genau ist, kann keiner. Es wächst langsam, aber ihr Herz scheint nun auch krank... Leider haben wir erst in 2 Wochen einen Herzultraschalltermin bei unserem Kardiologen bekommen. Da das Herz auf den letzten Röntgenbildern deutlich zu gross aussah und schon Luft- und Speiseröhre hochzudrücken schien und es ihr nicht so gut ging, behandeln wir bis dahin auf Verdacht mit ACE-Hemmer.
Das hat ihr wirklich auch gut getan und zusammen mit einigen Dingen aus der Naturheilkunde (z.B. Vitalpilze, Homöopathie, ein Mistelpräparat, Weihrauch) geht es ihr gut.
Da sich um Tumore schnell Entzündungen bilden und wir deswegen ggf. um den vermuteten Tumor im Ultraschall Flüssigkeit sahen, hatten wir noch eine Antibiose zwischen geschaltet. Ob das was gebracht hat, sehen wir dann in 2 Wochen.
Bluebelle hat mittlerweile einen Katarakt und trockene Augen; Nase und Augen sind auch krustig und sie hat 3 entzündete Talgdrüsen im Fell, die ich nicht operieren lassen möchte, sondern deswegen mit entzündungshemmender Creme oder Zugsalbe behandle.
Daher sieht sie etwas mitgenommen aus, aber sie ist nun wieder super drauf, frisst gut, wirkt fröhlich und wetzt aktiv auf der Terrasse und Wiese umher - sogar mehr als Claire und Quentin :D
Ich wünsche ihr, dass es noch lange so bleibt :-)

Quentin ist vor 3 Wochen 4 Jahre alt geworden. Er ist mein ganz besonderer kleiner Schatzi und allerliebster Lieblingsmanni, auch wenn ich davon nun zwei habe, weil Cary mich auch ganz besonders berührt.
Quenni und ich haben eine Menge erlebt in den 3,5 Jahren, die er nun hier ist. Schöne und auch sehr traurige Zeiten... Uns verbindet so einiges und unsere Verbindung empfinde ich als ein ganz besonderes Geschenk  :lieb:

Im Herbst habe ich gemerkt, dass sein Blutzucker zu sinken scheint. Da er findet, dass es Dinge gibt, die privat sind, sehe ich ihn nicht oft pieseln. Als ich es vor ein paar Wochen mal zufällig mitbekommen habe, habe ich per Stick getestet:
Es war laut Stick keine Glukose im Urin.
Das heisst, sein Blutzucker ist in der Norm, zum ersten Mal, seit er vor 3,5 Jahren zu uns gekommen ist.
Ich habe mehrfach getestet und oft genug früher mit einem Blutzuckermessgerät nachgemessen, daher habe ich ihm das nun erspart. Ich bin mir sicher, dass der Blutzucker wirklich in der Norm ist.

Mittlerweile kenne ich in meinem Umfeld nun schon mehrere Schweinchen, bei denen eine Diabetes (also nicht eine Art "Schein-Diabetes", die dann nach einer Antibiose verschwindet; der Blutzucker ist nämlich bei einer Entzündung auch oft kurzzeitig erhöht und sinkt dann durch Bekämpfen der Infektion) nach ein paar Jahren einfach "verschwindet".
Da fehlt es wohl an Forschung, wieso dies so ist...
Quentin hat nichts gezielt gegen die Diabetes bekommen, nur ein Mistelpräparat dauerhaft seit nun über 2 Jahren, durch welches der Lippengrind verschwandt, bei dem 1,5 Jahre zuvor ja sonst nichts half.
Er wurde sonst genau wie ein normales Schweinchen behandelt und ernährt (inkl. Apfel und Möhre jederzeit zur freien Verfügung, da dies meiner Meinung nach auch und gerade für Diabetiker gesund ist).
Insofern kann ich nicht sagen, wodurch das nun gekommen ist.

In jedem Fall haben wir aber natürlich nichts dagegen, sollte der Blutzucker nun immer in der Norm sein  :bravo:
Auch wenn mein Forscher-Herz ja gerne verstehen würde, was bei Meerschweinchen-Diabetes so abläuft und ursächlich ist...


Das waren die News von uns soweit. Ich hänge noch ein paar Fotos der letzten Wochen an :-)
Erst mal vom Umbau des Wohnzimmers und wie nun das Gehege von Cary und Peyton aussieht.
Bild 1 zeigt, wie wir umgeräumt haben. Die alte Heimorgel meines Opas (inkl. der "Fillion-Höhle" darin, falls ihn hier noch einer kennt) musste dafür leider weg.
Bild 2 und 3 zeigen Varianten, wir hatten dann noch für mehr Platz (das Gehege hat sonst leider nur 4 qm, so nun immerhin 6 qm) eine Höhle angebaut, diese ist nun mittlerweile offen und lässt die Möglichkeit, dass die Tiere durchs Wohnzimmer laufen können. Peyton mag das ja sehr gerne und liegt gerne unter der Couch auf dem Fleece dort :-)
Titel: Antwort: Schweinebande-Thread 2020
Beitrag von: Vio am 24. Mai 2020, 17:00 Uhr
Bild 1: So schaut das Gehege der Drei im Schweinchenzimmer aus, wenn diese dann komplett ins Aussengehege ziehen, können PeRy (Peyton und Cary) dann dieses Gehege (7 qm und mit Fläche davor 9-10 qm) bewohnen.

Bild 2 und 3 zeigen die Aufteilung des Gartens. Den Bereich für PeRy stecke ich alle 2-3 Wochen zur anderen Seite um, wenn sie viel Gras kurz gefuttert haben.
Titel: Antwort: Schweinebande-Thread 2020
Beitrag von: Vio am 24. Mai 2020, 17:03 Uhr
Für PeRy habe ich ein kleines Hüttli gekauft und modifiziert, so dass sie immer, wenn sie tagsüber draussen sind, auch einen Rückzugsort haben. Sie lieben es, da die Rampe rauf und runter zu flitzen :-)
Titel: Antwort: Schweinebande-Thread 2020
Beitrag von: Vio am 24. Mai 2020, 17:05 Uhr
Quenni  :lieb:
4 Jahre alt nun schon, wow...

Unser aller liebster, weiser Ruhepol  :lieb:
Titel: Antwort: Schweinebande-Thread 2020
Beitrag von: Vio am 24. Mai 2020, 17:07 Uhr
Peyton  :lieb:

Bild 3 innig mit ihrem Cary  :bravo: :lieb:
Titel: Antwort: Schweinebande-Thread 2020
Beitrag von: Vio am 24. Mai 2020, 17:08 Uhr
Cary  :lieb:

"Careful Iceman", geb. mind. 2014.

Fotos recht von Anfang, da war er noch nicht so gut drauf, auch wenn es ihm schon besser ging.
Titel: Antwort: Schweinebande-Thread 2020
Beitrag von: Vio am 24. Mai 2020, 17:10 Uhr
Ein Text von Cary:

"Hier im neuen Zuhause scheint es noch eine Art Sommerresidenz zu geben.
Ich bin erstaunt!
Aber es gefällt mir unglaublich gut.
Das saftige, leckere Grün ist so verlockend und es wächst mir direkt ins Maul.
Sehen kann ich nicht mehr ganz so gut, ich bin mittlerweile schon älter und meine Augen sind etwas krank.
Aber das macht nichts.
Denn ich fühle.

Ich fühle, wie die Sonne mein Fell wärmt.
Und der seichte Wind umstreicht meine Nase. Ich strecke sie hoch hinaus, um dem kleinen Wind zu begegnen, um zu fragen, was er ist.
Er ist frisch und sanft und er riecht gut.
Er trägt blumige und erdige Düfte umher, schenkt uns so durch sein Wesen Eindrücke und Lebendigkeit.
Ich denke, der Wind und ich, wir werden Freunde.

Ich höre fröhliche Vogelstimmchen und vertrautes Geschnattere von "hinterm Zäunchen".
Da sind andere meiner Art.
Sie wirken glücklich.

Das ist ein guter Ort hier, das finde ich auch.

Da kommt meine neue Freundin beschwingt angelaufen.
Sie hat schon viel erlebt in ihrem Leben.
Ich auch.
Aber wir haben auch noch viel vor!
Wir passen gut zusammen.

Sie lädt mich ein:
auf eine Abenteuer-Tour.
Ich komme!"
Titel: Antwort: Schweinebande-Thread 2020
Beitrag von: Vio am 24. Mai 2020, 17:10 Uhr
 :lieb:
Titel: Antwort: Schweinebande-Thread 2020
Beitrag von: Vio am 24. Mai 2020, 17:11 Uhr
Die Drei
Bluebelle und Claire (Spitzname: "Clairchen" oder "Clairibell", von "Claire Maribell") bei einer Zipfel-Siesta  :lieb:
und Bluebelle  :ms2:
Titel: Antwort: Schweinebande-Thread 2020
Beitrag von: Vio am 24. Mai 2020, 17:11 Uhr
Bluebelle und Claire :-)
Titel: Antwort: Schweinebande-Thread 2020
Beitrag von: Käthe am 24. Mai 2020, 20:43 Uhr
Oh man, ist das süß :lieb:
Die TK von Cary... und die schönen Bilder. Toll...
Als ich am Anfang was von Leihschwein las, hab ich es nicht geglaubt :P
und siehe da, die Auflösung kam tatsächlich, daß er bleibt. Sehr gut :freu:
Alles Liebe nachträglich zu Quennies Geburtstag, er ist so ein Herzchen und strahlt so viel Liebe aus.
Seid alle lieb gegrüßt
Titel: Antwort: Schweinebande-Thread 2020
Beitrag von: Vio am 31. Mai 2020, 16:00 Uhr
Danke dir, Käthe :-)

Ich bin aktuell sehr froh mit der Entwicklung der Schweinchen hier. Bluebelle hatte letzte Woche zu kämpfen, aber scheinbar habe ich sie richtig unterstützt und nun wirkt sie wieder viel viel besser als die letzten Wochen.
Peyton und Cary gehts auch besser bzw. gut. Bei Cary ist die harte Schwellung am Unterkiefer am entzündeten Schneidezahn über die Woche zurück gegangen und der Zahn eitert auch nicht mehr, auch das Auge tränt nicht mehr.
Leider sind die beiden Rentner so aktiv, dass sie aktuell abnehmen, weil sie den ganzen Tag im Garten oder im Wohnzimmer auch noch herumsausen. Beide haben aber Baustellen, die gerade bekämpft werden vom Körper, von daher habe ich Hoffnung, dass sie bald wieder zunehmen :-) Cary wiegt aktuell 970g und Peyton 890g, daher dürften sie gerne zulegen.

Quenni und Claire sind fit und Claire wird mutiger und entspannter, aber es wird noch etwas brauchen, bis sie ganz entspannt ist.

Schöne Pfingsten euch allen :-)

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Zum Bild:

"Ehepaar PeRy":

Careful Iceman ("Cary") *mind. 2014
&
Peyton Sawyer ("Peydie") *13.8.2013

_______________________
"Die kleine Familie"/ "die Drei":

Chosen Quentin ("Quenni") *Mai 2016
&
Claire Maribell ("Clairibell") *Juli/August 2017
&
Beautiful Bluebelle ("Blue/Blui/Belli/Belle") *1.2.2015
Titel: Antwort: Schweinebande-Thread 2020
Beitrag von: Vio am 31. Mai 2020, 16:11 Uhr
Hier ein paar Videos der letzten Tage:

Wir haben das Gartenabteil für PeRy vergrössert. Nun haben sie mehr Platz zum Entdecken und Flitzen.
Cary hat sich darüber extrem gefreut und viel gesungen :D
Hier ab Sekunde 48 ca.:
https://www.youtube.com/watch?v=hUGNL6S5z8Q (https://www.youtube.com/watch?v=hUGNL6S5z8Q)

So können sie nun auch selbst rein ins Haus laufen.
Hier das erste Mal, dass sie das tun: (muss man etwas Spulen bis sie durch den Vorhang schlüpfen) https://youtu.be/wqtzwkaGpWo (https://youtu.be/wqtzwkaGpWo)

Peyton kennt sich aus, aber ich bin wirklich fasziniert gewesen, wie Cary mitgelaufen ist :-) Sie lernen es natürlich entspannt nach und nach voneinander, aber so schnell ist es nicht die Regel und die anderen 3 können z.B. das mit dem Vorhang auch noch gar nicht. Echt klasse!
Danach noch eine kurze Tour durch Wohnung und Wohnzimmer :D

Hier beim zweiten Mal ging es schon recht perfekt: https://www.youtube.com/watch?v=07BkLT-N_GM (https://www.youtube.com/watch?v=07BkLT-N_GM)

Cary flitzt sooo gerne durchs Wohnzimmer und erkundet alles - stundenlang mit kurzen Schlaf-/Futter-/Pieselpausen im Gehege und meist erkundet er zusammen mit Peyton :-)
https://www.youtube.com/watch?v=ZL_BBl-gu5o (https://www.youtube.com/watch?v=ZL_BBl-gu5o)

Und hier noch Grünvernichtung der anderen Drei: https://youtu.be/51bUfsw5_cI (https://youtu.be/51bUfsw5_cI)
Titel: Antwort: Schweinebande-Thread 2020
Beitrag von: Vio am 11. Juni 2020, 19:46 Uhr
Hier ein schönes Video von Bluebelle von gestern:
https://youtu.be/p_yoX3y3dQM

Mich freut dieses Video ganz besonders, da Belli schwer krank ist. Ich finde, sie wirkt grossartig dafür :-)


Wir waren Anfang der Woche zum Herzultraschall und Ultraschall bei unserem Lieblings-Tierkardiologen (Dr. Stosic, TK Duisburg-Kaiserberg).

Leider ist Bluebelles Tumor gewachsen😔 von 1,6 cm (Anfang März) über 1,8 cm (Anfang Mai) auf ca 2,6 cm jetzt. Bild anbei unten.
Zudem werden im eh schon auffälligen Lebergewebe nun auch wohl rundliche Metastasen deutlich.
Der Tumor scheint zudem von zum Teil grossen Gefäßen durchsetzt. Ggf liegt er also auch an einem großen Gefäß und engt es ein, wir wissen es nicht.
Richtig zu einem Organ lokalisieren lässt er sich nicht, er könnte an einer Nebenniere sein, aber sicher ist das nicht.

Auch ist Bluebelles Herz, wie anhand der diesbezüglich auffälligen Röntgenbilder schon zu vermuten war, krank: es geht in Richtung dilatative Kardiomyopathie.
Ihr Herzmuskel ist zu dünn, dem Herzen fehlt es an Pumpkraft und sie hat einen Pleuraerguss.
Vermutlich kommt dies alles auch nicht primär durch eine Herzerkrankung (Röntgenbilder waren diesbezüglich im März noch völlig unaufällig, Herz im Ultraschall im Frühjahr 2019 in Ordnung), sondern durch die tumoröse Erkrankung.

Das war natürlich keine Überraschung, wir wussten ja davon, traurig ist es dennoch.
Zum Ace Hemmer für ihr Herz bekommt Bluebelle nun auch Vetmedin und ein klein wenig Entwässerung mit Furosemid.
Nach guter Überlegung haben wir uns zudem nun auch für Cortison entschieden.
Denn wie unser Kardiologe schon sagte: "ich mache mir keine Sorgen, dass das Herz sie zeitnah umbringt - das wird der Tumor sein...".

Ich hasse es, dass ich ihr diese Medis geben muss, aber ich weiss auch, das es ihr damit besser geht und wir ihr so schöne Zeit schenken können. Sie nimmt sie unkompliziert mit Brei, wie auch die ganzen tollen Dinge aus der Naturheilkunde (z.B. Iscador oral als Mistelpräparat, den Vitalpilz ABM, gute Dinge für die Leber).

Wir können leider nur symptomatisch behandeln, eine Heilung wird es nicht geben.
Wichtig ist einfach Lebensqualität und ihr eine schöne Zeit zu bereiten :-)

Aus der Naturheilkunde bekommt Bluebelle auch einiges, ja schon länger.
Ich denke, dass sie u.a. deswegen auch so gut zurecht kommt. Man merkt ihr nicht viel an. Sie ist wirklich sehr aktiv, frisst gut, atmet meist unauffällig bis höchstens geringfügig pumpig, aber nicht dramatisch.
Ihr Bauch ist mittlerweile auch nicht mehr so aufgegast sondern schön weich, sie ist sehr aktiv und redet zufrieden bei jedem Schritt.
Jemand, der sie nicht kennt, würde vielleicht denken, dass sie einfach etwas struppig/alt aussieht - nicht aber, dass sie so krank ist.
Allein das zeigt mir wieder, dass man Krankheiten den Schweinchen einfach nicht ansehen kann und im Zweifel immer das Maximum an sinnvoller Diagnostik betreiben sollte.
Bluebelles Fell sieht halt etwas kahl zum Teil aus am Hintern und da ihre Augen durch den grauen Star trüb wirken, sieht sie manchmal müde oder anwesend aus.
Aber ihr Geist und Körper ist das nicht: in ihr brennt noch immer das alte Feuer 🔥🌸 :bravo:

Gerade heute Mittag trabte sie beherzt mit einem "und, gibt's nicht doch noch etwas mehr Gurke und vielleicht eine Tomate?!" Blick auf mich zu und sah mich erwartungsvoll, fröhlich und auch ziemlich fordernd an. Da ich gerade nichts hatte, ist sie flotten Schrittes laut tuckernd zur Wiese geflitzt und hat dort gemäht.

Solange es so ist, ist es gut :lieb:
Ich bin froh, dass es ihr aktuell gut zu gehen scheint.
Aber ich kenne Schweinchen gut, ich weiss, wie viel man nicht sieht und wie schnell das kippen kann.
Es könnte noch ein paar Tage gut gehen oder ein paar Monate. Wissen wir nicht. Alles ist möglich.
Wir leben im Moment und geniessen die gute Zeit zusammen :)
Der Fokus liegt definitiv darauf, dass es Belli aktuell gut zu gehen scheint und nicht, wie krank ihr Körper doch ist.
Dieser Fokus wird ihr gut tun😊
vielleicht hilft es nichts, aber es schadet es auch nicht - warum sollten wir nicht positiv denken?
Blue selbst tut es ja auch :) Allgemein ist das etwas, was wir Menschen viel zu wenig tun oder auch gar nicht mehr gut können: im Moment leben und nicht immer über das Grübeln, was da kommen mag...
Wir genießen jeden Tag und hoffen auf noch viele schöne Tage zusammen🙏🏻
Und wenn es irgendwann nicht mehr geht, dann darf sie gehen.
Aber das ist wohl noch nicht heute.

Hier ein Video Bluebelles Herzen: https://youtu.be/cl9TjoRPzg8
Es pumpt nicht richtig, nicht kraftvoll genug. Leistet trotz allem aber eine unglaubliche Arbeit, denn viel merkt man davon noch nicht! Die Medikamente werden ihm helfen, wieder kräftiger zu pumpen.

Das Herz hier im Video schlägt ordentlich und kräftig: es ist ein gesundes Herz. Carys Herz.
https://youtu.be/cl9TjoRPzg8

Man sieht den Unterschied mit etwas Übung, auch wenn die Videos kurz sind.
Titel: Antwort: Schweinebande-Thread 2020
Beitrag von: Vio am 11. Juni 2020, 21:36 Uhr
Und noch ein Video von einem fröhlichen Quentin  :lieb:
https://youtu.be/b4a3T7kq2jg
Titel: Antwort: Schweinebande-Thread 2020
Beitrag von: Vio am 15. Juli 2020, 02:32 Uhr
Bluebelle ist am 13.7. abends über die Regenbogenbrücke gegangen.
Zum Tumor im Bauch und dem Herzproblem, Metastasen in Leber und Lunge, gesellte sich letzte Woche Blut im Urin: Nierenversagen oder ein Gebärmutterproblem (Entzündung oder Tumor).
Wir haben zwar zum Steinausschluss geröntgt (bei unserem neuen TA hier darf man dabei sein netterweise, damit sie nicht so Angst haben), aber nicht mehr geschallt. Wir hätten in keinem Fall was tun können ausser eine Antibiose versuchen, daher haben wir ihr das erspart.
Bis Sonntag war sie super drauf, ich dachte, wir haben noch viel Zeit zusammen.
Am Montagmittag fand ich sie, konnte ihr Köpfchen schon nicht mehr halten und die Füsschen ganz hell. Sie versuchte noch, zu futtern, hatte auch noch Interesse an Dingen, robbte sich noch ein wenig umher...
Da sie nicht nach Schmerzen und Qual aussah (zweites Bild, Bild oben war 5 Std vor ihrem Tod), hab ich sie zuhause gelassen, hatte aber unseren neuen TA für einen Hausbesuch abends im Standby sozusagen, sollte es nötig sein.
Sie hat lange gebraucht, ich glaube, sie wollte nicht gehen...
Claire und Quenni waren immer bei ihr abwechselnd. Quentin blieb bis zum Schluss, als ich mit ihr in den Händen im Hüttli lag, normal wäre er geflüchtet (zweites Bild, Bild unten).

Belli verbrachte 3,5 Jahre im Labor und war jetzt fast 2 Jahre bei uns.
Wir haben sie so sehr lieb gehabt, sie war immer fröhlich, so sanft und freundlich und sehr mutig. Sie liebte es vor allem, auf die Wiese zu traben zum Grasen  :lieb:
In den letzten Monaten haben wir viele schöne Momente dabei verbracht und uns sehr eng angefreundet...
Das waren wertvolle Geschenke, jeder einzelne Moment war so besonders.

Machs gut, meine wundervolle kleine Freundin  :lieb:
Titel: Antwort: Schweinebande-Thread 2020
Beitrag von: Narnia am 15. Juli 2020, 10:47 Uhr
Liebe Vio,

das tut mir sehr leid für Dich und die Schweinchen. Immerhin konnte sie noch viele schöne Stunden dieses Sommers draußen genießen.

Ich freue mich, so traurig der Anlass ist, immer wenn ich lese, dass Schweinchen dem kranken, schwachen Tier nahe sein wollen und lieb zu ihm sind. Wenn eine Gruppe harmonisch ist, ist es offensichtlich nicht so, dass kranke Tiere verdrängt oder angegriffen werden. Wie so oft ist das Verhalten auch in dieser Hinsicht nicht fest "vorprogrammiert", sondern hängt von den Tieren, ihren Erfahrungen, ihrem Verhältnis untereinander, dem Platzangebot und sicherlich auch dem Halter ab. So geben Deine Schweinchen ein schönes Zeugnis ab, wie es in einer kaputten Welt trotzdem liebevoll und barmherzig zugehen kann.
Titel: Antwort: Schweinebande-Thread 2020
Beitrag von: Vio am 16. Juli 2020, 15:24 Uhr
Danke dir, Narnia :-)  :fr:

Ich habe es hier tatsächlich auch schon erlebt, dass sogar zum Teil die liebsten, sozialen Tiere dann die schwerkranken am Ende (oder sogar schon Wochen zuvor) vehement gejagt und weggescheucht haben, also aus der Gruppe verbannt sozusagen. Vielleicht, um die Gruppe durch dieses Tier nicht zu gefährden...
Ist immer unterschiedlich... Kommt wohl auf viele verschiedene Faktoren an.
Aber ich bin froh, dass Bluebelle nun so liebe Begleitung hatte  :lieb:
Titel: Antwort: Schweinebande-Thread 2020
Beitrag von: Käthe am 20. Juli 2020, 20:11 Uhr
Mein Beileid :traurig:
Ich dachte auch, daß sie länger bleibt. Hab auch schon Mal erlebt, daß ein Schweinchen nicht gehen wollte. Wolle hat auch lange gebraucht und ging erst, als wir entschieden hatten ihm zu helfen...
Sie hatte ein tolles Leben bei Dir. Hoffentlich kommen bald wieder bessere Zeiten.
Titel: Antwort: Schweinebande-Thread 2020
Beitrag von: Vio am 18. August 2020, 04:46 Uhr
Bei uns ist ganz viel los gewesen in den letzten Wochen.
Die absolute Kurzfassung:
Claire und Quenni waren traurig allein zu zweit, da abgeben mangels guter Zuhause keine Option war, haben wir uns (obwohl wir echt am Limit sind und aufzustocken nicht der Plan war - traurig sollen die Tiere hier aber auch nicht sein) entschlossen, ein weiteres liebes Mädchen für diese Gruppe aufzunehmen.
Diese wollte ich dann aus der Notstation holen - dort war sie aber mit ihrer kleinen Freundin und am Ende brachte ich es nicht übers Herz, sie zu trennen.
Pheline ist 1 Jahr alt ca, hatte 830g und Wasser von Milben und schlechter Haltung noch ziemlich mit Juckreiz, Krämpfen beim berühren und Aufgasung durch schlechten Darm gebeutelt.
Die kleine Freundin, Filippa, war 7 Monate alt, hatte 510g und sah einfach zu klein aus für ihr Alter...
Sie hatten sich gut eingelebt, auch wenn Claire anfangs etwas gestresst hatte.
Pheli nahm gut zu, Filippa nicht, aber gut, es war viel Stress und wir dachten, sie braucht einfach Zeit.
Sie war so goldig, hatte ein süßes weißes Röckchen und war sehr aktiv, flitzte und sprang den haben Tag draußen auf der Wiese herum, futterte eigentlich auch gut...
Quenni fand Natürlich beide ganz toll und Claire verliebte sich in die kleine Filippa, erzog sie und begleitete sie auf Ausflügen, Schlief mit dem Kopf an ihrem Rücken etc.
Es hätte alles so gut sein können.

Ich fuhr in den Urlaub und war 12 Tage fort, alles war gut, trotz der Hitze. Mama versorgte die Tiere gut.
Am letzten Abend schrieb mich unsere Schweinchen-Fee (kommt, wenn Mama arbeiten ist, um abends schon mal etwas die Schweine zu versorgen) an, dass Filippa starken Durchfall hätte und apathisch in einer Ecke liegen würde.
Mama war nur diesen einen Tag weg, fürs Arbeiten, in meinem Urlaub... Morgens war noch alles okay. Ich konnte sie nicht erreichen und war mitten auf dem breitesten Sandstrand Europas (der Kniepsand auf Amrum) ziemlich Verzweifelt. Zum Glück erreichte ich eine Freundin, die sofort zu uns fuhr. Die beiden versorgten Filippa auf meine Anleitung hin mit so einigem und wir versuchten, ihren Kreislauf zu stabilisieren, aber hatten keine Chance.
Mama kam dann zum Glück noch und sie und unsere Freundin blieben bei Filippa, die dann kurz später starb :(
Wir wissen nicht, was sie hatte, es war einfach nichts auffällig (Atmung und Urin okay, auch Analyse des Durchfalls brachte keine Todesursache) und ging sehr schnell. Da muss mehr im Argen gewesen sein.
Es ist jetzt eine Woche her und wir sind immer noch traurig, dass es dem kleinen Mädchen nicht vergönnt war, länger als die fast drei Wochen bei uns zu sein.
Aber gleichzeitig sind wir froh, dass sie dann doch auch zu uns kam und wir ihr drei wunderschöne Wochen bereiten konnten. Vor allem Mama, ich war ja nur 8 Tage davon da. Ich hatte mich so sehr gefreut, sie kennenzulernen und zu erleben nach meiner Rückkehr...
Hat nicht sollen sein. Sie war so zart, wer weiß, was da war.
Die drei anderen haben sehr gefasst reagiert und sind eine süße Gruppe, aber Filippa und ihre Lebendigkeit fehlt natürlich. Pheline hat sich derweil schon gut erholt, aber braucht immer noch etwas Zeit, gerade ihr Darm.
Das war jetzt das 13. Mädchen, was Quentin in 3,5 Jahren bei uns verloren hat... Es tut mir so leid für ihn, aber er war wieder großartig, hat Filippa nicht allein gelassen und die anderen beiden getröstet.
Ich bin so froh, dass wir ihn haben ❤️

Ich schreibe gerade vom Handy, die Tage stelle ich mal Bilder vom PC aus ein.

Dem "Ehepaar" Peyton und Cary geht's gut :-)
Peyton hatte Geburtstag am 13.8. und ist 7 Jahre alt geworden. Claire hat heute Geburtstag und wird 3 :-)
Titel: Antwort: Schweinebande-Thread 2020
Beitrag von: Vio am 18. August 2020, 20:24 Uhr
Hier ein paar Fotos der kleinen Mausi.

"Filippa Cassidy" 12/2019-10.8.2020  :rebo:

Ich seh noch dein weisses Röckchen überall lang sausen, um die Welt zu erkunden, Flipsi...  :h:
Titel: Antwort: Schweinebande-Thread 2020
Beitrag von: Vio am 18. August 2020, 20:25 Uhr
 Sie war echt goldig, alle mochten sie gern :lieb:
Titel: Antwort: Schweinebande-Thread 2020
Beitrag von: Vio am 18. August 2020, 20:26 Uhr
Hier ist auch Pheline zu sehen auf den ersten beiden Bildern. Sie ist ein ganz besonderes Seelchen, so weich und gefühlvoll und zart irgendwie... so ist auch ihr Fell. Sie ist sehr aufmerksam, mutig und neugierig, gleichzeitig aber auch sehr vorsichtig und skeptisch.

"Georgia Pheline" *7/2019


Bild 3 zeigt Claire, wie sie mit ihrem Kopf an Filippas Rücken schläft. Claire vermisst sie glaub ich sehr.
Wir alle...
Titel: Antwort: Schweinebande-Thread 2020
Beitrag von: Vio am 18. August 2020, 20:29 Uhr
 :lieb:
Titel: Antwort: Schweinebande-Thread 2020
Beitrag von: Narnia am 19. August 2020, 08:11 Uhr
Liebe Vio,

danke für die schönen Bilder und Deinen Bericht. Filippa war ja wirklich ein sehr ausdrucksstarkes und zugleich zartes Wesen. Wie traurig, dass so ein junges Tier schon sterben musste. Tröstlich ist nur, dass sie noch Liebe und Wärme von Menschen und Mit-Schweinchen in den letzten Wochen bekommen hat und dass Ihr sie nicht ohne ihre Freundin in der Notstation zurückgelassen habt.
Titel: Antwort: Schweinebande-Thread 2020
Beitrag von: Fenella am 19. August 2020, 11:51 Uhr
Hallo Vio,
mir tut es auch sehr leid, daß dieses junge, noch so kindlich wirkende Tierchen sterben musste.
Ich kann damit leben, wenn ein Tier geht, das ein langes und hoffentlich schönes Leben hinter sich hat. Das ist dann einfach der Kreislauf des Lebens. Bei einem so jungen Tier habe ich immer daran zu knabbern und denke, jetzt hast du es schön, warum bleibst du nicht noch. Hast jetzt ein cooles Zuhause. Aber es hilft uns nix, manche gehen trotzdem🙁
Liebe Grüße
Titel: Antwort: Schweinebande-Thread 2020
Beitrag von: Vio am 24. August 2020, 11:28 Uhr
Danke euch  :fr:
Mittlerweile nach 2 Wochen ist es besser verdaut, aber ich bin phasenweise immer noch entsetzt, traurig und enttäuscht. Aber was solls...  :traurig:
Titel: Antwort: Schweinebande-Thread 2020
Beitrag von: Krümelchen am 24. August 2020, 17:12 Uhr
Was für ein Schreck, dass Filippa so plötzlich gestorben ist. Das tut mir sehr leid für dich, dass du dieses süße kleine Flitzeschweinchen nur so kurz bei dir hattest ... :traurig:
Aber die kleine Filippa hatte es in deiner Haltung so super gut, sie hatte ja ein Paradies auf Erden mit abwechslungsreichem und gesunden Futter und Bewegungsmöglichkeiten, die sonst kaum ein Schweinchen in Menschenhaltung hat. Sie hatte die schönste Zeit ihres Lebens bei dir!
Titel: Antwort: Schweinebande-Thread 2020
Beitrag von: Vio am 14. September 2020, 18:46 Uhr
Wir haben kein Glück  :traurig:
Längere Geschichte, wer Details wissen möchte, kann sie hier nachlesen: Link (https://www.facebook.com/DieSchweinebande/photos/a.1374669155914469/3184765034904863/)

Machs gut, mein süsses, liebstes, fröhliches Clairchen  :h:

Claire Maribell
18.8.2017-14.9.2020
Titel: Antwort: Schweinebande-Thread 2020
Beitrag von: Fenella am 14. September 2020, 18:52 Uhr
Arme Vio, das tut mir sehr leid für euch🙁
Titel: Antwort: Schweinebande-Thread 2020
Beitrag von: Vio am 14. September 2020, 20:25 Uhr
Danke  :fr:
Titel: Antwort: Schweinebande-Thread 2020
Beitrag von: Narnia am 14. September 2020, 21:21 Uhr
Liebe Vio, schon wieder hast Du den Kummer und Verlust und eines Deiner Tiere. Wie traurig!  :fr:

Ich höre gerade einem unserer neuen Böckchen zu, wie er seinen Kummer oder Stress heraussingt (zirpt). Wir haben ja heute die 2 "alten" und die 3 "neuen" zusammengesetzt. Meerschweinchen sind so extrem sensible und emotionale Tiere, denen die meisten Haltungen und Züchtungen - oft auch aus Unwissenheit - nicht im Ansatz gerecht werden. Du hast Claire Mariebell - welch ein schöner Name! - mehr gegeben, als die meisten Schweinchen in einem ganzen Leben empfangen. Höre nicht auf, den Schweinchen Deine Liebe zu schenken, auch wenn es immer wieder - neben aller Freude - zu Schmerz führt! Die Liebe ist eine Gabe Gottes!
Titel: Antwort: Schweinebande-Thread 2020
Beitrag von: Irnima am 15. September 2020, 14:18 Uhr
Auch mir tut es leid, dass ihr das durchmachen musstet. Auf der anderen Seite denke ich, dass jedes einzelne Schweinchen froh sein kann, genau bei dir zu leben! Ich wünsche dir, dass dir diese Ereignisse mehr Kraft und Energie schenken als rauben.
Alles Liebe!
Titel: Antwort: Schweinebande-Thread 2020
Beitrag von: Vio am 22. September 2020, 11:57 Uhr
Danke euch  :fr: Es war schon sehr hart und traurig, alles :(
Ich hoffe, die 2 Pärchen bleiben jetzt wenigstens noch eine Weile bei uns...
Titel: Antwort: Schweinebande-Thread 2020/2021
Beitrag von: Vio am 15. Februar 2021, 09:53 Uhr
Farewell, Cary 🌈❤️😢
Wir sehen uns wieder, an einem besseren Ort, wo deine Nieren dir nun nicht mehr solche Schmerzen bereiten.

Mein lieber Junge...
Du außergewöhnliches Seelchen, kleiner Märchen-Prinz - du wirst uns so sehr fehlen😔
Danke für die 11 Monate, in denen du so viel Freude und Unterhaltung in unser Leben gebracht hast ❤️
Und vor allem in das Leben deiner geliebten Peyton ❤️

Nun ging es doch so schnell, wenngleich nicht unerwartet, doch wirklich überraschend schnell und deine Nieren waren noch mehr verändert, als gedacht.
So tapfer warst du, so gerne wärst du noch geblieben, so viel hattest du noch vor und so viel wäre da noch zu erkunden gewesen...
Ich ließ dich gehen, denn es wäre nur noch Qual gewesen.

Ich bin sicher, im Regenbogenland gibt es da auch und noch viel mehr, sicher sind da viele grüne saftige Wiesen, liebe Mädels, überall Gemüse-Kringel, gemütliche Kuschelsachen und Zäune zu Nachbarn, die erforscht werden müssen 🌺
Unser Flur wird nun still ohne dich und unser Leben wird auch ein bisschen stiller ohne dich fröhlichen Wirbelwind... 😢

Cary ❤️
"Careful Iceman" - ca. 1/2014 bis 15.2.2021
Titel: Antwort: Schweinebande-Thread 2020
Beitrag von: Vio am 15. Februar 2021, 09:58 Uhr
Carys Nieren waren schon lange angegriffen, es ging ihm sehr gut, aber er ist doch nun sehr schnell ins akute Nierenversagen gerutscht. Ich hatte es im Gefühl, dennoch ging es nun surreal schnell von noch flirten mit seiner Liebsten am Samstagabend und zunehmender Atemnot und Schmerzen trotz aller möglichen Medis am Sonntag.
Ich bin froh, ist er nun an einem besseren Ort ohne Schmerzen, auch wenn es natürlich wie immer weh tut.

Ich muss sobald mal etwas Zeit ist, Fotos und Videos (da habe ich gaaanz viele) von Cary heraussuchen - so ein wundervolles und aufgewecktes Schweinchen war er. Er wird sehr fehlen. Seine "Ehefrau" Peyton ist im Schock - und das, wo sie doch selbst schwer krank ist, ich dachte die ganze letzte Woche, sie wird gehen...
Nun haben wir noch das Pärchen Quentin und Pheline - Line muss Mittwoch kastriert werden. Zuvor will ich keine VG mit Peyton, zumal Line wegen der Hormone sehr zickig ist und die beiden sich nicht so mochten bisher.
Ich hoffe, ich finde nun schnell ein liebes Mädchen für Peydie, so dass sie nicht so arg trauert  :traurig:
Titel: Antwort: Schweinebande-Thread 2020
Beitrag von: Narnia am 15. Februar 2021, 10:29 Uhr
Oh, das tut mir sehr leid für Cary, Peyton und Euch!  :traurig:

Er war so aktiv trotz seiner rund sieben Jahre und der vielen gesundheitlichen Probleme, mit denen er zu Euch kam. Es war eine Freude, in den Videos zu sehen, wie er die Wohnung immer wieder erkundet und vermutlich einfach auch Freude an der Bewegung gehabt hat. Und die enge Beziehung, die im fortgeschrittenen Alter zwischen den beiden Schweinchen neu entstanden ist, ist eine Ermunterung, auch einem alten Tier nach dem Tod eines Partners schnell ein neues passendes Tier zur Seite zu stellen.

Ich wünsche Euch für Peyton die richtige Entscheidung und Trost für das arme Schweinchen - und für Euch!  :fr:
Titel: Antwort: Schweinebande-Thread 2020
Beitrag von: hexe2020 am 15. Februar 2021, 22:40 Uhr
 :troest:

Das tut mir sehr leid, fühle dich gedrückt.
Titel: Antwort: Schweinebande-Thread 2020
Beitrag von: Vio am 19. Februar 2021, 13:30 Uhr
Danke euch!  :fr:
Eine aufregende Woche liegt hinter uns, Montagabend die Vergesellschaftung (schnell und heftig - seitdem sind sie aber zum Glück Freundinnen  :bravo: ) mit dem neuen Mädchen, Mittwoch Linas Kastration - zu letzterem schreibe ich später in Ruhe noch einen Erfahrungsbericht. Der Befund war massiver als angenommen und sie hat zum Glück bisher alles gut überstanden.

Jetzt mag ich erst mal das neue Mädchen vorstellen :-)
Ich kopiere schnell den Text von meiner Facebookseite hier rein aus Zeitgründen:

Herzlich Willkommen in der Familie, kleine Robynn  :lieb:
Du hast Peyton innerhalb von 1-2 Tagen gezähmt und wieder fröhlich gemacht, nach dem Verlust von Cary🙏🏻
Das ist schon echt eine Leistung - wer unsere liebe Peyton kennt, weiß, was ich meine :g:
Ich sehe euch nun nach etwas über zwei Tagen schon immer zusammen: futtern, liegen, Dinge erkunden
- und ich könnte weinen vor Freude darüber, dass mein altes, schwieriges Peyton-Mädchen so zufrieden und glücklich wirkt dabei und scheinbar eine neue Freundin finden konnte.
Das ist sicher auch Carys Verdienst, dass sie sich nun anderen Tieren so öffnen kann. Sie hat alle immer lieb gehabt, sich aber sehr oft selbst ausgeschlossen und war oft ruppig, nicht gut in der Kommunikation und schottete sich lieber ab.
So eine schöne soziale Offenheit und Bindung zu anderen Schweinchen in diesem später Alter erfahren zu können, ist ein Segen und das freut mich sehr für sie.
So ein Glücksgriff mit der kleinen Robynn🙏🏻 danke von Herzen -wieder mal - an Notmeeris Ruhrgebiet e.V
 :herz2:

"Caliope Robynn", *Mitte 2018

(Links im Bild beim Betteln um Kekse beim TÜV, ansonsten kommen sie nicht auf den Arm. Peydie hat schon das Mäulchen voll 😁)
Titel: Antwort: Schweinebande-Thread 2020
Beitrag von: Narnia am 19. Februar 2021, 13:56 Uhr
Wie schön, dass Ihr so schnell ein Mädel gefunden habt und die beiden sich schon mögen!  :freu:

Ich finde es auch ermutigend, dass ein älteres Tier anscheinend auch noch besseres Sozialverhalten lernen kann. Wenn ich es richtig im Kopf habe, war Peyton ja schon rund 6 Jahre als Cary kam. Wenn es sein Einfluss ist, dass es jetzt schnell harmonisch wurde, dann ist das ja schon spät im Leben eines Schweinchen gewesen.

Und Robynn ist eine ganz Schöne! Ein schwarzes Schweinchen - sie ist doch ganz schwarz? - mit normaler Kopfform und Fell ist einer der Träume, die ich in Sachen Schweinchen habe.

Ich wünsche den beiden Mädels und auch der Patientin Lina alles Gute und Euch viel ungetrübte Freude an den Schweinchen!  :fr:
Titel: Antwort: Schweinebande-Thread 2020
Beitrag von: Vio am 19. Februar 2021, 23:27 Uhr
Danke dir :-)
Genau, Robynn ist ganz schwarz, hat aber ab und zu wo ein paar hellere Haare :-)
Bin gespannt, ob sie im Sommer vielleicht etwas dunkelbrauner wird.

Leider ist Robynn aber auch irgendwie krank, sie hat viel Blut im Urin, was trotz Tag 4 AB nun nicht raus geht. Die Scheide ist arg geschwollen und müffelt, hab ich schon in der Notstation gesehen (dort war sie noch nicht lange, Kotprobe war okay, aber sonst war sie noch nicht gecheckt worden, erst mit mir zusammen dann). Sonst ist nichts auffällig...
Nehme sie zur Kontrolle zur TÄ mit nächste Woche, um sie mal röntgen zu lassen, ob da wo ein Steinchen ist.
Kleine arme Maus, wieder viel Stress, aber unerlässlich. Hatte auf eine simple Infektion gehofft und dass es besser wird. Ggf. muss man da aber mehr geduld haben, die Scheide ist wirklich sehr geschwollen (nicht wie bei hormonellen Problemen, sondern eher Infektion) und gefurcht... Mal sehen.

Genau, Peyton ist jetzt 7,5 Jahre alt :-) Ich weiss nicht, ob sie dazu lernt, aber da Robynn so klar und sehr deutlich kommuniziert, scheint ihr das Sicherheit zu geben, dass sie sich ebenso verhalten kann.
Sie war ja 5 Jahre im Labor, dort sass sie mit 5 anderen Mädels zusammen und sie mussten sich um Frischfutter streiten, es gab hauptsächlich Pellets, Heu, etwas Möhre und Wasser. Ab und zu auch Salat, aber weit entfernt von genug Flüssigkeit. Gurken waren Belohnung nach gelösten Aufgaben. Sie war immer die Kleinste und musste sich durchboxen sagte mir die Biologin. So kam sie halt hierher und hatte eine "Haudrauf!" Stimmung. Mit Kommunikation war da nicht viel, sie hat sich gleich mit Hacken geäussert. Das war bestimmt Gewohnheit, um zu überleben.
Nun hatte ich ja zwei Jungschweine, die es ordentlich faustdick hinter den Ohren hatten, die eine, Bina, weil sie so schnell war, dass sie eh keiner erwischte und die liebe Enschi, die sich auch gern mal gekloppt hat. Sie und Peyton hatten sich auch ordentlich anfangs geprügelt. Peyton war natürlich dann kein tolles Vorbild für Ennie ;) Bluebelle, die andere aus dem Labor, war nicht ganz so krass drauf, aber auch eher dabei, dem Gegenüber mal eins drüber zu braten.
Bis Tori kam, gab es dann ja ständig Streit, danach beruhigte sich die Lage. Quentin sah ja schon nicht mehr viel und hat sich lieber in Sicherheit aus solchen Dingen rausgehalten.
Sie hatten ihren Weg gefunden, aber es wurde schnell gehackt oder gemault.
Dann kam die Geschichte mit den Hormonen bei Peyton, wodurch sie eh unausstehlich wurde und den anderen ja zum Teil in den Rücken gesprungen ist und fies zugehackt.
Sie war noch nie dicke mit wem, aber da hat sie echt alle verjagt und sich selbst ausgeschlossen, mehr noch, als vorher. Claire hat sie deswegen dann ja so verprügelt, weil Peyton Claire so oft fies gepiesackt hatte und da war es bei Peyton ganz aus mit anderen Schweinchen und gerade den Mädels.

Mit den Hormonen wurde sie viel friedlicher und da kam dann der Cary und war ganz zärtlich zu ihr (nicht nur, weil es ihm anfangs schlecht ging). Hat sie ohne Sanktionen machen lassen, sie einfach ignoriert, wenn sie übertrieb und hackte und so liess sie es auch bald - brachte gar nichts bei ihm. Er hatte ein dickes Fell ;)
Im Gegenzug hat er immer heftig um sie geworben, sie hat ihn nie drauf gelassen, was ich so gesehen habe, ihn aber immer sehr freundlich in Schach gehalten. Er hat einfach super darauf reagiert, sehr fein und so gab es keinen Grund für sie, handgreiflich zu werden.

Und ich denke, das ist das, was ihr Sicherheit gab. Ein kleines "Nein" in Form von Kopf hoch rucken, reichte aus, dass er sagte "ja okay, dann halt nicht." Andersrum akzeptierte sie so auch sein Nein.

Jetzt kam Robbyn, ich hatte ein gutes Gefühl, auch wenn ich nicht wusste, ob Peyton wieder mit Mädchen klar kommen wird. Erst mal ist Peyton zu ihr hin, hat an ihr geschnüffelt, ihr an den Ohren gezogen ( :roll: ) und ihr fett ins Gesicht gehackt. Glaube, das sollte auch ein Schutzmechanismus sein, Peyton ist nicht böse, nur unsicher.
Robbyn hat sich dann relativ schnell gedacht: nicht mit mir!
Angefangen zu drohen, was Peyton dazu brachte, ihr Fell raus zu reissen. Robbyn hat daher auch durchgegriffen und sie haben sich 2 mal geprügelt, was aber ganz klar zu Robbyns Gunsten ausfiel - sie hatte keinen Kratzer, Peyton beide Mundwinkel angeratscht.
Das war noch in den ersten 2 Stunden. Mehr Handgreiflichkeiten gab es nicht, Peyton hatte dann Angst vor der überlegenen Robbyn und ist erst mal nur noch in einer sicheren Ecke gewesen.
Ich hatte sie dann immer wieder zu Robbyn geschickt und da wurde deutlich, dass Robbyn nichts tut, wird sie nicht angegriffen (was Peyton nun nicht mehr wagte).
Sie ging zu Peyton und schnuffelte an ihr, ging dann weg und frass. Peyton wurde nach und nach entspannter und wenn Robbyn ihr zu nah kam, erstarrte sie aber immer noch. Als Peyton dann aus Versehen Robbyn einmal zu nahm kam, ruckte Robbyn hoch mit dem Kopf und machte sich gross: klares Komm mir nicht zu nahe!
Soweit war das Vertrauen dann noch nicht. Peyton ist gegangen und so war es dann für Robbyn erledigt. Peyton hat sicher mit Hacke oder Verfolgung gerechnet, denn das war das, was sie kannte von den Mädels früher, doch das blieb aus.
Andersherum kam Robbyn ihr dann mal zu nahe, schnüffelte an Peytons Maul, wo Peyton das dann auch versuchte: Kopf hoch reissen, Maul bisschen auf... oh, und Robbyn geht sogleich wieder.

Insofern denke ich, es ist beides: die Sicherheit, dass feine Kommunikationssignale gesehen, erkannt und respektiert werden
und vielleicht auch eine Art Abschauen des Verhaltens.
In jedem Fall auch für mich faszinierend, wie entspannt und fröhlich Peyton nun sein kann. Sie hat null Angst vor Robbyn, jedoch augenscheinlich sehr starken Respekt und würde es sich wohl auch niemals mehr wagen nun, sie anzugreifen oder grob mit ihr zu sein - ist ja auch nicht nötig bei Robbyn :-)
Ich hatte sogar den Eindruck, Peyton ist von Robbyns Art beeindruckt :D

Wäre möglich, dass die Hormone Peyton das Kommunizieren zuvor auch schon schwer gemacht haben, ich glaube aber eher, dass das wenn nur noch dazu kam und der Rest durch Fehlprägung durch das unmögliche Sozialverhalten der anderen, beeinflusst durch ungünstige Lebensumstände etc. (also Frischfutterknappheit z.B.) entstanden ist. Gibt sicher viele Facetten, die das Verhalten der Meerschweinchen beeinflussen und ich kann sie nun nicht alle einschätzen.

Peyton brommselt seit je her ständig mal, das ist meiner Einschätzung nach unabhängig von den Hormonen (hat sich damit auch nicht verändert) und es könnte sein, dass sie einfach 5 Jahre lang die Männchenrolle übernehmen musste in der Mädelsgruppe im Labor.
Cary fand das augenscheinlich heiss und hat ihr dann immer gleich begeistert hinterhergebrommselt ;)

Ich war unsicher, wei Robbyn darauf reagiert, aber sie ignoriert es einfach zu meiner Erleichterung.
Es tut gut, zu sehen, wie fein und mit wie viel Mimik und Gestik Robbyn Peyton Signale gibt. Es war nach den anfänglichen Abwehr-Aktionen keine Spur der Gewalttätigkeit mehr in ihrem Verhalten. Sogar mir gab das Sicherheit, weil ich wusste, ich kann Peyton ohne Probleme immer wieder in ihre Ecke schicken, sie wird ihr nichts tun. Auch wenn Peyton nicht sofort reagierte, wiederholte sie einfach nochmal etwas stärker die Signale.
Das hat mir gut gefallen, so kenne ich es eigentlich von Quentin. Der hatte zwar nicht durchgängig einen Erzieher (nur die ersten 2 Monate und dann ab 6 Monaten wieder) aber er ist wirklich ein sehr sanfter Typ und kommuniziert eine Menge, wie ich finde.

Das alles kann ich fehldeuten, klar. Aber so waren jetzt meine Beobachtungen und Interpretationen :-)
Titel: Antwort: Schweinebande-Thread 2020
Beitrag von: Narnia am 20. Februar 2021, 13:23 Uhr
Herzlichen Dank für Deinen Bericht mit vielen kleinen Einzelheiten!  :bravo:  Gerade diese Feinheiten sind ja lehrreich für uns Leser.

Dazu habe ich aber zumindest zwei Fragen, die ich noch stellen möchte:

Was verstehst Du unter Hacken?

Ich kenne es sowohl als symbolische Handlung, die gar nicht darauf abzielt, den anderen zu treffen, als auch leider als heftigere Form, bei der kleine Bisswunden entstehen. Oder würdest Du das dann als Beißen bezeichnen?

Was bedeutet es, wenn einer mit Fell im Maul dasteht oder dieses auf dem Boden zu finden ist?

Ich dachte zunächst, da werden "nur" Haare ausgerissen. Wenn man sich die kleinen Fellbüschel anschaut, hängt aber meistens ein kleines Stückchen Haut daran, die die Haare auch zusammenhält. Wenn ich dann das "Opfer" untersucht habe, fand ich öfters auch kleine Bisswunden.

Diese Fragen sind für mich wichtig, weil ich ja das Verhalten der Tiere vergleichen und damit u.a. Chancen "ausrechnen" will, wenn ich es weiter laufen lasse. Dabei ist dann wichtig, dass ich weiß, was der andere mit Worten und Beschreibungen meint.
Titel: Antwort: Schweinebande-Thread 2020
Beitrag von: Vio am 21. Februar 2021, 02:10 Uhr
Verstehe ich gut, ist völlig richtig, über Definitionen zu sprechen, damit man sich richtig versteht :-)

Mit Hacken meine ich, wenn sie mit offenem Maul zu hacken, aber nicht rein beissen und Fleisch mit Rausreissen. Ja, dabei können Ritze entstehen, auch super tiefe, aber keine runden Fleischwunden wie bei richtigen Bissen.
Richtige Bisse habe ich im Grunde noch nie richtig gesehen.

Wenn Fell rausgerissen wird, nenne ich das "Fellreissen". Da gibts bei mir auch Abstufungen, es kann sein, dass es wirklich nur Fell ist oder dass so ein Büschel rausgerissen wird, dass noch die Haut dran hängt. Dann gibts
Das Fellrausreissen habe ich bei Quentin und Felix damals über Wochen beobachtet, Felix riss Quenni viel raus, der hatte überall Wunden am Po :( Ich war nicht sicher, Erziehung (Felix hatte da ne ruppige Art...) oder Macht-Kampf?
Das steigerte sich, irgendwann wehrte Quentin sich, Felix hatte dann einen Riss im Ohr, danach Quentin einen tiefen Riss in der Kehlregion - da habe ich dann getrennt.

Ähnlich lief es bei Claire und Peyton, viel in den Hintern hacken und Fellreissen, aber auch einander anspringen im Angesicht und knäulen. Auch da habe ich ja am Ende getrennt.
Wenn sich sowas nicht zeitnah beruhigt oder Hoffnung auf Beruhigung geschieht, da z.B. noch ein Tier hinzu kommt wie bei Tori (da kam das in der Gruppe auch vor, aber nicht massiv), dann sehe ich da nie Hoffnung.
Ich denke, dann gibt es keine Möglichkeit für die Tiere, einen Weg miteinander zu finden...

Heute hab ich Stress bekommen, Robynns Scheide ist extrem angeschwollen und das Blut noch mehr geworden. Die Tä im Notdienst nur Deppen, Stein, Blase, Gebärmutter denke ich nicht.
Ich hab das AB auf Azithromyzin (vorher Cotrim) umgestellt - sichtbare Besserung endlich binnen Stunden.
Jetzt beobachte ich mal, wenn nötig, gehts zum TA nächste Woche, ansonsten erspare ich es ihr. Es wären pro Strecke 45 min Fahrt mindestens und Wartezeit und sie müsste alleine mit, dann anfassen und röntgen - das will ich ihr nun nach zwei Umzügen in kurzer Zeit nicht antun, wenn es nun doch deutlich besser wird.
Titel: Antwort: Schweinebande-Thread 2020 und 2021
Beitrag von: Vio am 22. Februar 2021, 16:12 Uhr
Nun möchte ich noch von Phelines (Lina) Kastration berichten.
Lina ist rechts im Bild (1 Tag nach der OP), neben unserem lieben Quentin :-)

Der Text unten ist aus dem Facebook und jetzt schon 3 Tage alt, die Kastra ist nun 5 Tage her.
Lina geht es körperlich gut, sie leidet aber psychisch unter den Erlebnissen meiner Einschätzung nach. Man darf nicht vergessen, welch gewaltiger Eingriff sowas ist und dass die Meerschweinchen da schlimme Dinge erleben, die sie dann später ggf. noch belasten.
Lina hat nun Angst vor mir, sie befürchtet immer, sie würde hochgenommen, ihr würde was gegen ihren Willen an ekligen Medis ins Maul gestopft oder noch schlimmer, sie müsste wieder zum Tierarzt und würde wieder aufgeschnitten. Wenn ich das Zimmer betrete, erstarrt sie und schaut mich mit einen "was passiert jetzt?" Blick an. Früher war das anders, da hat sie sich über mich gefreut und mir vertraut und auf einen netten Leckerbissen gehofft.

Man darf die Seelchen und Psyche der Tiere nicht vergessen. Daher bemühe ich mich, mit Techniken der viszeralen Osteopathie, den Schock aus ihrem Körper zu holen und habe auch für nächste Woche einen Termin bei Selina Dörling, der Pferdeosteopathin, die uns diesbezüglich schon oft geholfen hat.
Auch an mir musste ich arbeiten, weil ich mir noch viel zu viele Sorgen machte aufgrund der schlimmen Erfahrungen der letzten Jahre und zu panisch war, das wirkt sich auch auf Lina aus.
Ich denke, ich bzw. wir sind auf einem guten Weg :-)

Lina ist nicht ganz glücklich nur allein mit Couch-Potato Quentin, denke ich schon lange. Sie sehnt sich nach mehr Leben in der Gruppe, wie früher. Sie weiss nicht, dass bald die beiden anderen Mädels zu ihnen kommen und wir nur auf ihre Erholung nach der OP warten...
Ich stelle ab und zu was um, aber das ist dann ja auch schnell entdeckt. Eine grössere Gruppe, seien es nur 3-4 Tiere in der Gruppe, ist einfach aber doch was anderes, als Pärchen-Haltung.
Ich werde die Mädchen ab heute Abend schon mal am Gitter laufen lassen, das Gehege im Zimmer also so teilen. Das hatte ich eh vor, dann können sie sich schon ein paar Tage beschnuppern und vorsichtig kennenlernen - Peyton kennen Quenni und Lina ja schon :-) Wenn die OP 8-10 Tage her ist, habe ich ein gutes Gefühl für eine VG.

Aktuell hat Lina oft einfach nur Angst, was als nächstes passiert. Ich habe tolle Höhlen gebaut und schönes Gras beschafft, um sie abzulenken und mit ihr geredet. Was sie versteht, weiss ich nicht, aber ich möchte mich bemühen, ihr zu erzählen, dass es nun vorbei ist mit dem Schrecken, sie alles überstanden hat.
Aktuell gibt es keinen Grund, etwas anderes anzunehmen, auch wenn ich weiss, dass es zu späten Komplikationen kommen kann, weswegen sie ggf als Korrektur erneut operiert werden müsste. Aber ich hoffe, das tritt nicht ein.
Sie soll nun wieder fröhlich sein und alles vergessen dürfen :-)
Ich werde dazu die beiden anderen Mädels nun wohl schon ein paar Tage am Gitter mitlaufen lassen, dass Lina und Quenni sie schon sehen. Zudem möchte ich Lina und auch mir Bachblüten geben, Star of Bethlehem dachte ich.
Ich habe mich in der letzten Zeit mit Psychoneuroimmunologie befasst und denke, wenn sie entspannt und fröhlich sind, kann auch alles besser heilen. Das ist ja keine Überraschung und weiss man eigentlich... die Forschung der Psychoneuroimmunologie bringt es nur klarer und greifbarer Faktenbasiert auf den Tisch.
Vor allem, damit sie entspannt und fröhlich ist, aber auch wegen der Heilung, ist dies aktuell mein Fokus :-)

Für mich ist immer wichtig, abzuklären, ob körperlich noch was nicht stimmt, wenn die Tiere nicht okay wirken. Bei Lina gibt es, ausser ggf. noch etwas Probleme mit der Verdauung, dazu keine Hinweise (Urin okay, sie frisst gut, ist aktiv, läuft redend herum). Die Verdauung kann aber auch noch etwas holprig sein (phasenweise leichte Aufgasung, feste kleine Köttel, sehr viel Durst, deswegen gebe ich so viel Frischfutter und Flüssigkeit wie nur möglich), weil ihr Vagus Nerv (der Nerv, der für die Verdauung zuständig ist, aber auch Kampf-und-Fluchtmechanismus reguliert) noch auf 180 ist, wegen der traumatischen Ereignisse.
Wird sie sich sicherer fühlen und alles vergessen können, wird auch das besser.
Natürlich hatte sie auch viel Antibiotika und der Darm muss bei einer Kastration ausgelagert werden, ihr Darm war zuvor schon nicht gut dran, das spielt alles mit rein.
Ihr ängstlicher Blick aber ist nun nach der Kastra entstanden und zeigt meiner Meinung nach, dass sie Angst hat, was jetzt wieder mit ihr gemacht wird.
Daran möchte ich arbeiten. Nachdem ich da ordentlich an meinen Themen gearbeitet hatte, konnte ich mit ihr auch schon besser umgehen und ihr mehr helfen. Wir finden sicher einen guten Weg zurück ins sorglose Leben :-)
(Für Menschen, die sich nicht mit Schockenergie im Gewebe auskennen, ggf. alles nicht ganz so gut zu verstehen, was ich schreibe. Über die Suchfunktion findet man mehr dazu.)

Manch einer mag das alles für übertrieben oder verrückt halten, ich persönlich denke, dass Tiere ähnlich wie wir empfinden und dass man sich auch um solche Themen kümmern muss nach einem so massiven, traumatischen Eingriff wie Kastration beim Mädchen. Manche Mädels stecken das augenscheinlich weg wie nichts, anderen, sensiblen Seelchen wie unserer Lina, macht das mehr.
Wir sollten auch immer die Psyche im Blick habe und nicht nur den Körper.

Lina hat eine Menge mitgemacht in ihren 1,5 Lebensjahren bis jetzt. Ich werde alles tun, dass sie das nun vergessen kann und sorglos und fröhlich leben, hoffentlich nun mit einem fitteren Körper :-)


Hier meine Gedanken von vor dem Eingriff (geschildert 2 Tage danach) und mein Hadern, ob ich das Richtige tue:

Pheline (Lina) und die Entscheidung zur Kastration

Kurzfassung:

Lina ist vorgestern kastriert worden.
Bei der OP ist zeigte sich, dass ihre Eierstöcke stärker verändert waren als zuvor ersichtlich und die OP dringend nötig war.
Die Süße hat soweit alles gut überstanden und sich bereits einen Tag nach der OP wieder normal verhalten (da entstand dieses Foto), was hoffentlich nun auch so bleibt 🙏🏻
Es verheilt hoffentlich alles gut und sie hat für immer Ruhe mit ihrem Unterleib😊

Langfassung 🙈 😉:
Für Interessierte und falls es nochmal jemandem hilft, der einen ähnlichen Fall hat, habe ich jetzt folgend mehr Details geschildert. (Und auch, wie sehr ich mit dieser Entscheidung gehadert habe, auch wenn mein Bauchgefühl so sehr dafür war, was bestätigt wurde am Ende.)
Wie üblich ist das nun also wieder ein längerer Text geworden - es ist eigentlich dennoch eigentlich eine Kurzfassung aller Gedanken, die ich zum Thema hätte und aller Interventionen, die wir probiert haben, um Lina zu helfen 🙈

Die Entscheidung zur Kastration ist mir natürlich schwer gefallen, es geht hier um eine große OP.
Einmal habe ich gehadert mit der Entscheidung, weil nicht ganz eindeutig war, ob die OP übertrieben oder gerechtfertigt ist.
Es stellte sich bei der OP jedoch heraus, dass Lina ohne Kastration vermutlich nicht so lange gelebt hätte. Der Befund war wie so oft massiver, als im Ultraschall oder vom Allgemeinbefinden her ersichtlich.
Mehr dazu unten im Text.

Desweiteren fiel mir die Entscheidung zur Kastration aber auch schwer, weil wir so viel Pech hatten mit solchen OPs in den letzten Jahren. Wie hatten nun 7 notwendige Kastrationen bei Meerschweinchen-Mädchen in 3,5 Jahren, 5 weitere Bauch-OPs kamen fast dazu, 3 davon zur Korrektur von Langzeit-Komplikationen nach der Kastra.
Zuvor hatten wir über 20 Jahre nicht eine einzige Kastration beim Schweinemädel, Mama sogar seit über 45 Jahren Meerschweinchen Haltung keine Einzige...
Ich bin mir aber nicht sicher, ob wir vielleicht da mal was übersehen haben und eine Kastration ein Tier hätte retten können.

Dennoch nehmen solche Gebärmutter-Geschichten ja allgemein zu, ich sehe das in meinem "Meerschweinchen-Umfeld".
Ich kenne im Monat mittlerweile oft 2-5 Meerschweinchen-Mädchen, die kastriert werden müssen.
In der Regel geht dabei alles gut, wenn diese Tiere noch fit genug sind, nicht systemischer krank und die Probleme rechzeitig erkannt werden und zeitnah operiert wird.

Wir hatten ja leider auch einfach viel Pech in den letzten Jahren, daran haben auch sehr gute Kleinsäuger-Tierärzte mit viel OP Erfahrung und Geschick nichts ändern können.
Bei unseren OPs in diesen 3,5 Jahren sind drei Tiere aufgrund der Schwere der Erkrankung direkt in den Tagen nach der Kastration gestorben und zwei Schweinchen aufgrund von Langzeit-Komplikationen in den Monaten nach der Kastration.
Zudem mussten die Korrektur-OPs vorgenommen werden aufgrund von Abszessen um den Gebärmutterstumpf, Bauchfellriss an der Kastranaht, es kam zu schweren Wundheilungsstörungen etc...
Damit waren wir nicht alleine, auch Schweinchen in unserem Umfeld kämpften mit solchen Folgen der Kastration.

Wer unserer Seite schon länger folgt, wird sich an die Geschichten und unsere Bemühungen rund um Neyla, Blüt, Ennie, Tori, Bina und Claire erinnern.

Ich habe Schweinchen dabei mit Herzinfarkt in meinen Händen sterben sehen und anderes für mich schockierende - in jedem Fall ist das natürlich nicht spurlos an mir vorüber gegangen und hat Ängste geschürt.
Ich hänge sehr an diesen kleinen Wesen und möchte immer nur das Beste für sie.
Ich weiß aber auch, dass alle diese Meerschweinchen nur die Chance der Kastration hatten, sonst wären sie auch gestorben.
Insofern würde ich immer wieder so entscheiden, trotz der Risiken!

Obwohl ich mir ja immer mit der Diagnostik so Mühe gebe, waren die Schweinchen oft einfach auch schon zu krank oder hatten systemische Krankheiten, beispielsweise Krebs wie ein systemisches Hämangiosarkom, was erst nach Pathologie der Organe klar wurde, sonst hätten wir die OP nicht mehr versucht.
Da sie Schweinchen sich trotz schwerer Erkrankungen oft noch so normal verhalten, ist nicht immer klar, dass es so übel aussieht in ihnen und man kann die OP nur versuchen im Zweifel als Chance auf ein Überleben.

Ich möchte auch dazu sagen, dass der Großteil dieser Tiere bereits bei ihrer Ankunft bei uns erkrankt war und Hinweise auf hormonelle Probleme zeigte. Ich habe natürlich kritisch hinterfragt, ob ich etwas falsch mache in der Haltung, was solche Probleme begünstigt.
Da es aber anderen Haltern ähnlich geht und diese Erkrankungen der Sexualorgane beim Meerschweinchen mittlerweile fast so schlimm und häufig scheinen, wie es leider bei Kaninchen der Fall ist, scheint dies allgemein ein zunehmendes Problem zu sein 😔

Als Lina vor ca. 6 Monaten zu uns kam, habe ich schnell geahnt vom Gefühl her, dass irgendwann eine Kastration nötig wird.
Ich wollte aber zuvor alles an Diagnostik und Alternativen probieren, war sie doch erst ein Jahr alt.

Lina war von Anfang an sehr brommselig, daher habe ich sie einen Monat nach Einzug schallen lassen, als sich dies nicht beruhigte (hätte ja durch den Stress kommen oder Rangordnungsgehabe sein können).
Im Ultraschall zeigte sich die Gebärmutter unauffällig, Lina hatte jedoch zwei 2 cm-große Zysten.
Da auch im Urin kein Blut enthalten war, entschieden wir uns für eine Behandlung mit Chlor adinon, was als Hormonpräparat sehr häufig ganz tolle Erfolge bei Zysten erzielt und die Zysten zurück gehen lässt. Symptome verschwinden darunter häufig komplett, so wie es auch bei Peyton der Fall war.

Bei Lina jedoch beruhigte sich ihr Verhalten nur minimal, was mich ahnen ließ, dass da ggf doch mehr im Argen sei, als "lediglich" ein paar Zysten.
Da es ihr aber gut ging und sie nicht darunter zu leiden schien, beobachteten wir sie einfach gut. Mittel aus der Naturheilkunde zur Heilung des Hormonsystems machten leider auch keinen Unterschied.

Lina kam zudem noch ja mit starkem Milben-Befall zu uns, der zu entzündeten Wunden und Krämpfen führte. Zudem hatte sie eine chronische starke Aufgasung, Ballenabszesse auf zwei Pfoten und schien mitgenommen.
Sicher erinnern sich viele, dass wir die damals zusammen mit Lina eingezogene kleine Filippa sehr schnell und plötzlich verloren haben.
Ich weiß nicht, was diese beiden Tiere erlebt haben, aber es hat Spuren hinterlassen und ihren Körpern geschadet.
Filippa war mit ihren ca. sieben Monaten viel zu klein in der Entwicklung und Pheline hatte bereits einen grauen Star auf beiden Augen sowie beide Ohren deutlich im Röntgenbild verschattet, was in der Regel durch chronische Entzündungen kommt.

Daher bestand die Hoffnung, dass es Lina mit der Zeit bei uns immer besser gehen wird.
Leider aber blieb ihr Körper anfällig für Entzündungen und es kam diese hartnäckige Augenentzündung hinzu, der wir kaum Herr werden konnten. Trotz Abstrich, Antibiogramm, passenden Tropfen, viel Darmaufbau und Immunsystemstärkung, Ruhe und guter Haltung schien Linas Körper weiterhin anfällig für diese Infektion.

Nachdem ich dann die zwei Monate am Stück in der Schweiz war, kam ich nach Hause und fand Lina sehr gestresst vor. Ihr hormonell bedingtes Verhalten hatte sich verschlechtert, nun hatte sie auch Blut im Urin. Dieses war zwar nur im Stick deutlich angezeigt und nicht mit dem bloßen Auge sichtbar, aber soweit wollte ich es auch nicht kommen lassen.

Da das Blut im Urinstick (und die Combur Sticks sind sehr zuverlässig, was das angeht) einmal stark angezeigt war und kurz später wieder so gar nicht, wies dies eher auf eine Gebärmutter-Thematik als auf eine nBlasenentzündung hin. Auch mikroskopische Urin-Analysen beim TA bestätigten diese Beobachtung.
Dabei konnten zwar jede Menge Bakterien gefunden werden, jedoch auch keine für Blasenentzündung typischen Leukozyten.
Lina zeigte zudem keine Symptome wie Weinen beim Pieseln oder einen nassen Po, Tröpfchen-Urin etc - jedoch ist dies ja bei Meerschweinchen bei Blasenentzündungen eh nicht unbedingt immer so.

Wir haben Lina erneut geschallt Anfang Januar und fanden da dann nur noch eine kleine 1 cm Zyste. Die Gebärmutter war völlig ohne Befund.
Den Urin ließ ich zum Antibiogramm einschicken und gab anschließend ein passendes Antibiotikum (alles natürlich in Absprache mit unseren Tierärzten, erwähne ich jetzt nur nicht zu jedem Detail).

Der Urin stank mittlerweile auch nach Ammoniak, bestätigte nochmal das Bakterien-Vorkommen.
Das erste passende Antibiotikum (Marbofloxacin) half nur ein paar Tage, dann wurde die Situation wieder schlechter.
Ein weiteres, was laut Antibiogramm passen sollte (Enrofloxacin) wurde probiert, gleiches Problem. Erst das dritte Antibiotikum (Pradofloxacin) und die 4. Woche Antibiose half, dass die Bakterien langsam aus dem Urin wichen und zuverlässig immer weniger Blut im Urin angezeigt war.

Das war mir sehr suspekt, zumal Lina auch dazu überhaupt keinen Blasengries zeigte und das alles also mehr nach einem Gebärmutterproblem aussah, was auch die Tierärztin so deutete.

Zudem kam noch hinzu, dass Linas hormonelles Verhalten sich stark steigerte.
Sie brommselte nun fast ausschließlich, quietschte in hohen Tönen, wurde ihrem eigentlich geliebten Quentin gegenüber (obwohl er sie ganz in Ruhe ließ, der liebe Junge) immer unfreundlicher. Und das den ganzen Tag.

Hier sind Videos dazu:
https://youtu.be/ACQoKxbMDV0

https://youtu.be/bJkYpvpfSrE

Irgendwann fand ich sie sogar beim Ruhen auf einer Stelle brommselnd vor.
Sie tat mir sehr leid und schien auch nicht mehr glücklich.
Sie unternahm viel weniger im Gehege, lief gar nicht mehr durch die Wohnung (früher sehr oft) und lag meist nur ohne ersichtlichen Grund gestresst auf einer Stelle, vor allem oben in der kleinen Hütte.
Das war gar nicht mehr meine fröhliche, unbeschwerte und aktive Lina, die ich von ein paar Monaten zuvor kannte...

Das reichte für mich dann endgültig, um zu entscheiden, dass ich das so nicht weiter für mein Tier als gut erachten kann und einen OP Termin ausmachte.
Wir hatten alle anderen Optionen probiert und konnten Lina nicht helfen. Ihr Körper litt unter dem Stress durch die Hormone und ihr angeschlagener Darm reagierte mit Aufgasungen, Hefen und zum Teil blutigem Schleim auf die Antibiotika. Wie lange kann ein Organismus das so verkraften?
Ich ließ zur Sicherheit noch das Herz schallen, wäre dies krank gewesen, wäre eine OP für mich nicht mehr in Frage gekommen. Aber das Herz zeigte sich kräftig, genauso wie alle anderen Organe.

Wir mussten 2,5 Wochen auf den OP Termin warten und ich konnte Lina bis dahin gut stabilisieren mit vielen verschiedenen Dingen (wäre nun zu lang, alles im Detail aufzuzählen). Die Infektion schien im Griff, der Bauch war weich und die Verdauung normal. Ich habe mir viele Tipps zur Vorbereitung für die OP eingeholt im Vorfeld und auch Studien gelesen zum Thema und Lina so gut ich konnte gestärkt mit verschiedenen Mitteln aus Schulmedizin und Naturheilkunde.
Ich wollte, dass sie die besten Chancen bekommt und ihr Körper so ruhig und stark wie möglich in die OP geht.
Ich hatte so dann ein gutes Gefühl.

Immer wieder stellte ich mir jedoch weiterhin die Frage, ob so eine riskante OP gerechtfertigt ist oder es nicht doch einen anderen Weg geben würde.
Lina hatte keine geschwollenen Zitzen oder Scheide, keinen Fellverlust an den Flanken, keine überaktive Kaudaldrüse oder hohen Blutzucker - das alles wäre so typisch für ein massives hormonelles Problem oder eine Entzündung in der Gebärmutter und hätte mir daher die Entscheidung zur OP deutlich "erleichtert"...

Ich habe mir so viele Fragen gestellt, die auch kein Tierarzt hätte beantworten können, denn keiner wusste, was in Linas Unterleib wirklich los war.

War es wirklich so schlimm bei ihr?
Lediglich das Verhalten zeigte ja, dass hormonell was im Argen ist.
Die Infektion, die zum Blut im Urin führte, war dann ja weg durch die Antibiotika - übertrieb ich, mit dem Drang zur Kastration, sollte man einfach noch warten?
Entschied ich nur so, weil ich schon öfter erlebt habe, bei meinen Tieren und auch in meinem Umfeld, dass alles von außen harmloser wirkt, als es wirklich ist?

Käme, da nun das Blut Aus dem Urin verschwunden war, vielleicht auch nur eine reine Entnahme der Eierstöcke in Frage?
Sollte die Gebärmutter in Mitleidenschaft geraten sein durch die hormonellen Probleme (was man ihr nicht immer ansieht und manchmal erst durch eine pathologische Untersuchung herausfinden kann), dann würden die Probleme jedoch bald wieder beginnen.
Würde ihr Körper dann weitere Strapazen überstehen, weitere Antibiotika, eine weitere OP zum Herausholen der Gebärmutter?
Aber eine reine Entfernung der Eierstöcke war halt wesentlich weniger riskant und besser verträglich...

Ich entschied mich dafür, diese Entscheidung komplett der operierenden Tierärztin zu überlassen, die sehr erfahren ist. Sie sollte über den Bauch öffnen (nicht über die Flanke, wie es häufig bei einer reinen Entnahme der Eierstöcke der Fall ist) und dann entscheiden, was genau gemacht wird.

So nahm ich auch eine mögliche "Schuld" von meinen Schultern, die ich nicht (schon wieder) tragen wollte: hätte ich Lina bei diesem Eingriff verloren, der irgendwie zum Teil ja doch wieder mal auf "gut Glück" geschah, hätte ich damit wieder sehr zu kämpfen gehabt.
Es ist immer leichter, wenn man im Ultraschall sieht, dass etwas in der Gebärmutter etwas deutlich nicht okay ist. Jedoch sieht man leider im Ultraschall zum Teil massive Probleme leider gar nicht (dennoch ist ein Ultraschall natürlich wichtig, er gibt nur keine 100% Sicherheit, dass wirklich alles okay ist, da muss man zusätzlich auf das Verhalten und Befinden der Tiere achten).

Es blieb einfach schwierig für mich.
Ich höre gerne auf mein Bauchgefühl und das riet schon lange zu einer kompletten Ovariohysterektomie, also Entfernung von Gebärmutter und Eierstöcken. Mein Bauch schrie das sogar förmlich und drängte zur Eile, so dass ich zwei Mal in der Praxis anrief während der 2,5 Wochen, ob nicht ein Termin eher frei geworden wäre. Die armen Mitarbeiter da🙈
Mittlerweile wusste ich gar nicht mehr, ob ich wirklich so ein Bauchgefühl habe oder die Nerven verliere und übertreibe.

Ich war daher auch einfach heilfroh, dass da eine sehr erfahrene und kompetente Tierärztin operieren wird, die also von mir die Bitte vernommen hatte, bei der OP je nach Sichtbefund zu entscheiden, ob zu den Eierstöcken die Gebärmutter mit raus geholt wird oder nicht.
Ich bin dankbar, dass sie uns so großartig unterstützt hat und genau unserer Meinung war, ich kenne Tierärzte, die sich nicht getraut hätten, Lina zu operieren, wenn im Ultraschall nichts massiv auffällig war.

Nachher hab ich mich dann noch geärgert, dass ich so feige war und nicht gezielt um die Entnahme der Gebärmutter gebeten hatte. Auf dem Weg zur Abholung der Tiere nach der OP habe ich gehofft, sie hat auch die Gebärmutter entfernt, trotz der eventuellen Risiken der Komplikationen später.
Mein Gefühl war ganz klar dafür und was ich in all den Jahren gelernt habe, ist, dass ich mich eigentlich auf meine Intuition verlassen kann. Dennoch ist das manchmal schwer, wenn ein Tierleben auf dem Spiel steht und einen die Angst beeinflusst.

Tatsächlich erfuhr ich nach der OP bei Linas Abholung erst gar nicht, was genau unternommen wurde, da die Tierärztin kurz zuvor dringend weg musste und durch einen Schichtwechsel der Helfer keiner genau wusste, was sie nun heraus operiert hatte.
Das war für mich kein Problem, ich musste das nicht dringend wissen, Hauptsache war, Lina sah gut und stabil aus.
Sie schlief Zuhause dann noch viel (kurios halb auf der Seite, gut für meine Nerven...🙈) und fing danach langsam wieder mit dem Futtern an.
Das Foto hier zeigt sie genau einen Tag nach der OP, da verhielt sie sich schon fast wieder normal 😊🙏🏻🍀

Quentin war als Begleitung für Lina bei der OP dabei - es war nun für ihn das 7. Mal, dass er Begleitschwein für ein Mädchen für eine große OP war in den letzten 3,5 Jahren.
Mein armer Junge, das ist so ein Stress immer😔
Aber er ist einfach großartig dabei, sehr entspannt, frisst die ganze Zeit, beruhigt die Mädchen und steckt es augenscheinlich weg, als wäre es nichts. Das war auch dieses Mal wieder so.
Quentin ist unser großes Glück und so ein Segen für die Mädchen ❤️

Ich telefonierte dann am Tag nach der OP in Ruhe mit der Tierärztin und sie erzählte mir, dass Linas Eierstöcke sehr schlimm aussahen.
Es gab relativ viele, mittelgroße Zysten (Volumen von ca 100g), so dass sie den Schnitt am Bauch erweitern mussten, um alles gut heraus zu bekommen.
Das Gewebe war bereits stark mitgenommen und porös.
Die Tierärztin sagte, so in der Kombination hat sie solche schlimmen Veränderungen selten gesehen und sie vermutete, dass Lina mindestens schon ein Jahr unter starken hormonellen Problemen leiden musste, da dies nicht innerhalb von ein paar Monaten so eintritt.
Das erklärt wohl auch, warum die Hormone im Herbst keinen großen Erfolg mehr gebracht hätten, die Lage war da vielleicht einfach schon zu schlimm - das ist allerdings nur eine Vermutung, es wirkt ja nicht jedes Mittel immer gleich gut und das Hormonsystem ist sehr komplex.

Es ist davon auszugehen, dass das Blut im Urin Teile der Zerfallsprozesse und Entzündungsprozesse in den Eierstöcken waren.
Laut der Tierärztin "wäre das so sicher nicht mehr lange gut gegangen" - die OP war also doch wohl lebensrettend und ganz und gar gerechtfertigt.

Die Gebärmutter sah äußerlich zwar unauffällig aus, da jedoch die Gefahr bestand, dass sich dort auch schon poröses, ggf nekrotisches Gewebe hätte befinden können (sieht man mit bloßen Auge nicht immer), hat die Tierärztin sie zur Sicherheit lieber mit entfernt. Ich war sehr dankbar dafür, denn das klang sinnvoll.

Mich hat nachher nun doch wieder mal schockiert, dass man trotz guter Diagnostik dies so gar nicht sehen konnte im Ultraschall und Lina Verhältnismäßig wenig vom Körper her auffällig war dafür.
Ich hätte mit mehr Symptomen gerechnet, die Tierärztin war darüber auch erstaunt und dass Lina dennoch noch in so guten körperlichen Zustand war.

In jedem Fall zeigt sich mir da auch wieder einmal - ich denke das so oft - dass, wenn alle Behandlungsversuche fehlschlagen oder nur mäßigen Erfolg bringen, eine solche OP auch bei unauffälligem Ultraschall Befund durchaus gerechtfertigt ist, trotz des Risikos.
Ich bin doch sehr froh, dass ich da auch auf mein Bauchgefühl gehört habe.

Es ist schlimm, dass Lina im Alter von 1,5 Jahren bereits so krank gewesen ist. Sie werden wirklich immer jünger immer schlimmer krank😔
Nun hoffe ich von Herzen, dass ihr Körper sich erholen kann von diesen ganzen Strapazen und dem Stress und so auch die Entzündungsprozesse überall zurück gehen.

Ich habe auch jetzt immer noch Angst, dass es zu Komplikationen kommt, das liegt einfach an meiner eigenen Vorgeschichte mit den vielen Verlusten der letzten Jahre und da muss ich an mir arbeiten und wieder entspannt werden, ganz klar.

Lina sieht aber soweit fit aus, hat sehr guten Appetit und ich hoffe, es bleibt so und heilt alles ohne Probleme ab😊

Wir werden nun nach der noch zur Sicherheit nötigen Antibiose wieder Darmaufbau betreiben und ihren Körper mit viel aus der Naturheilkunde und guter Nahrung bei der Heilung unterstützen.
Daher möchte ich auch noch keine Vergesellschaftung mit Peyton und Robynn, der Stress wäre jetzt nicht förderlich bei der Heilung.

Die hormonellen Probleme werden auch erst nach und nach verschwinden, der Körper braucht Zeit, die Lina in jedem Fall bekommen wird.
Mein kleines liebes Mädchen hat in ihren ersten 1,5 Lebensjahren nun mehr als genug mitgemacht. Ich hoffe, dass nun eine bessere Zeit für sie anbricht🙏🏻🍀
Titel: Antwort: Schweinebande-Thread 2020 und 2021
Beitrag von: Krümelchen am 12. März 2021, 22:52 Uhr
Schön, dass Lina die Kastration so gut überstanden hat! Das ist mit Sicherheit auch dem großen Können deiner Tierärztin zu verdanken. Du warst damit doch in der Praxis am Dorney in Dortmund, oder? Eine bessere Zeit wird für Lina auf jeden Fall jetzt anbrechen, du hast den Weg dafür geebnet.

Robynn ist ein wunderschönes Schweinchen  :lieb:. Wie geht es ihr inzwischen?

Ich hatte vor einigen Jahren auch mal eine schwarze Schweinedame; leider ist sie nur knapp zwei Jahre alt geworden  :wein:. Sie ist plötzlich krank geworden und innerhalb von nicht mal ganz 24 Stunden so verfallen, dass ich sie nur noch einschläfern lassen konnte. Dreimal war ich innerhalb dieser 24 Stunden beim TA, leider wohl bei den falschen (2x Waltrop und 1x Datteln). Die Praxis Dr. Rasim in Recklinghausen kannte ich da noch nicht ....

Schade, dass es dem süßen Cary plötzlich so schlecht ging und er es nicht geschafft hat  :troest:.
Titel: Antwort: Schweinebande-Thread 2020 und 2021
Beitrag von: Vio am 13. März 2021, 00:44 Uhr
Danke dir :-)
Nein, ich war für die Kastra bei Frau D.-Rund in Wesel (Praxis am H.viertel).
Unsere TÄ in der Praxis am D. in D. hätte sie von sich aus nicht kastriert und nur dann, wenn ich es unbedingt möchte. Zudem sagte sie, dass eine Kastration bei Meerschweinchen Weibchen immer noch sehr heikel sei und wirkte da unsicher.

Ja - ich weiss, es ist kein Klacks. Aber sowas macht mich dann natürlich auch selbst unsicher, was die Erfahrungen der TÄ mit dieser OP angeht (im Zweifel und Notfall würde ich aber immer da operieren lassen, sie sind schon gut! Aber bei Lina hatte ich Zeit und wollte die beste Option).
Unser alter TA hatte z.B. nie Zweifel, dass die Tiere nicht überleben könnten. Natürlich kommt es immer auf die Erkrankung an, sind sie generell schwer krank, dann geht es auch nicht gut aus.
Aber bei einem TA, der unsicher ist, weil er bei einer bestimmten OP öfter Tiere verliert (ob das so ist, weiss ich nicht, aber so wirkte es auf mich), möchte ich dann lieber nicht operieren lassen und wähle den TA, der eine gute Quote hat und sich sicher mit der OP fühlt.

Die TÄ in Wesel hat mit weitem Abstand die beste Quote bei Blasenstein-OPs von der Notstation meiner Freundin, zudem hat sie Weibchen in meinem Umfeld sehr gut kastriert. Sie weiss auch, wie oft da was im Argen ist, wenn es so wie bei Lina ist und hat sofort von sich aus zu einer OP geraten - dafür war ich dann ja schon da in genau diesem Moment der Einschätzung, hatte gleich fix den OP Termin gemacht und kurz vorher mit der TÄ alles durchgesprochen.
Da ich nicht wieder (wie bei Ennie damals, was ja am Ende nicht gut ausging) solch eine Entscheidung auf meinen Schultern und rein auf gut Glück nach Bauchgefühl und wenigen Hinweisen vom Tierkörper tragen wollte, falls Lina es nicht schafft, war es mir schon wichtig, dass die TÄ nicht nur operiert, weil ich drauf bestehe.
Sondern weil sie ebenfalls wie ich denkt, dass es nötig ist.
Ich habe mir viele Gedanken zur TA Wahl gemacht und auch den TA in Marl einbezogen, der aber nur mit der alten Ketamin Narkose arbeitet. Das kam für mich aus vielen Gründen dann nicht in Frage.
Meine Lieblingsnarkose ist und bleibt Gas und das ist in Wesel (mit Buprenorphin als Sedativum und Schmerzmittel) auch möglich.

Lina kämpft immer noch mit ihrem geschwächten Körper und Darm, aber ich gebe mir Mühe, dass sie langfristig gesundheitlich stabil wird :-)
Nach nun 3,5 Wochen zeigt sie immer noch mal Brommseln und Quietschen, es ist aber alles schon viel besser geworden. Dennoch braucht sie noch Zeit. Sie hat noch mit Darmparasiten gekämpft (was genau weiss ich nicht, weil die Kotprobe zurückgeschickt kam - 15 Cent Porto zu wenig drauf, seufz...), mit leicht offenen Ballen und ihrem Auge, was aber Dank Manuka Honigwasser besser ist.

Traumalösungsarbeit haben wir gemacht. Ich wollte jetzt auch nochmal eine Fellanalyse für sie machen lassen, ob man so noch Tipps bekommt, wie wir sie unterstützen können :-)
Im Blick habe ich nach wie vor, ob sich der Gebärmutterstumpf entzündet (prüfe ich über Urintests), was leider wohl (auch laut der operierenden TÄ) trotz aller Mühen häufig als Komplikation nach der Kastra vorkommt. Ich hoffe aber nicht und bin positiv gestimmt :-)
Sie wirkt auf jeden Fall sehr zufrieden soweit und ist mein kleiner Augenstern - ich liebe sie sehr :-)

Ich hab noch ein Video von ihr hochgeladen, das war ein paar Tage von vor der OP:
https://youtu.be/Y9WUEZYCldk

Tut mir von Herzen leid mit deiner schwarzen Schweinedam  :traurig: Das ist ja traurig! Manchmal gehts wirklich schnell, aber bestimmt war sie dann auch schon sehr krank... Schade immer  :traurig:

Robynn lebt sich gut ein, danke der Nachfrage! Ihre Scheideninfektion ist fast weg. Es hat sich etwas gezogen, aber die Schwellung war auch ordentlich, das Gewebe übel in Mitleidenschaft gezogen und man sieht immer noch nach 3 Wochen, wie die Scheide weiter heilt. Wer weiss, wie lange sie das gequält hat...
Arme kleine Motti...
US und Röntgen war zum Glück wie erhofft komplett ohne Befund und auch ihr Körper nimmt schon bessere Formen an (dicker Bauch verschwindet, das war keine Aufgasung, aber obwohl sie 100g zugenommen hat, sieht sie nun irgendwie schlanker aus - durch die viele Bewegung?).
AB nehmen hasst sie, mag danach auch keinen Brei, also bin ich flott und es gibt Gemüsekringel im Gehege zur Belohnung :-)
Sie ist sehr mutig und agil und aktiv - bald können sie hoffentlich wieder in den Garten, das wird ihr gefallen.

Die 4 sind ja nun in einer Gruppe und es war anfangs schwierig, weil Robynn zwar fein kommuniziert, aber die anderen manchmal mit erhobenem Kopf anläuft und diese denken dann, sie möchte sie angreifen und drohen ihr. Das will sie aber irgendwie nicht, nur mal so bei den anderen gucken... Aber die anderen fühlen sich bedroht, kein Ahnung warum sie sich so gibt, vielleicht weiss sie das nicht oder hat nie gelernt, dass dies eine Angriffspose ist  :frage:
Ich habe hier ein Video, in dem man es kurz sieht:
https://youtu.be/pSFaQtXFhfw

Für mich wirkte es auch immer wie ein Angriff, aber sie tat dem anderen Tier dann nichts oder ging einfach weg - angreifen schien ihr irgendwie fern und nicht ihre Intention...
So kam es halt anfangs immer wieder zu Zähneklappern in den Tagen nach der VG (bis vor wenigen Tagen immer noch, die VG ist jetzt 2 Wochen her) und es gab auch leichte Hacke zwischen ihr und Quenni. Quentin sieht sie wohl auch nicht gut und ist dann immer etwas schnell mit einem Angriff, das ist normal nicht seine Art.
Aber es war alles harmlos und mittlerweile passt es gut mit den 4en. Lina möchte noch ihre Ruhe und hält sich alle etwas fern, Quenni darf aber neben ihr liegen.
Mit Peyton klappt es mit allen super, ab und an kann sie es aber nicht lassen, Lina in den Hintern zu kneifen, seufz...

Cary vermissen wir natürlich, war so ein besonderer Junge  :lieb:
Aber ich bin sehr glücklich, wieder eine Gruppe zu haben und dass wieder mehr Leben in der Gruppe ist.
Titel: Antwort: Schweinebande-Thread 2020 und 2021
Beitrag von: Narnia am 13. März 2021, 11:31 Uhr
Es freut mich richtig, dass Du jetzt nicht mehr 2x2 Tiere, sondern wieder eine Vierergruppe hast! Bei uns ist es ja bisher nur gelungen von 2 auf 3 zu vergrößern, aber schon das hat viel mehr Leben und Interaktion gebracht. Da kann ich mir die Wirkung bei Euch gut vorstellen.

Ich wünsche Euch, dass die verbliebenen gesundheitlichen und verhaltensmäßigen Problem auch bald überwunden sein werden!
Titel: Antwort: Schweinebande-Thread 2020 und 2021
Beitrag von: Vio am 15. März 2021, 18:50 Uhr
Danke dir, Narnia :-)
Ich glaube, ich habe gar nicht mehr drüben bei dir geantwortet, sorry  :peinlich: Ich folge aber immer, um zu wissen, wie es mit deinen Gruppen weitergegangen ist.

Robynn ist die Scheidenentzündung nun endlich los  :bravo:
Peydie hatte vorgestern Lina auf dem Kieker und hat sie gescheucht - hab kurz Stress bekommen und hatte ein Dejavue, sah mich schon wieder zwei Gruppen aufmachen - das ist aber leider keine Möglichkeit mehr...
Zum Glück bisher keine solche Situation mehr und beide sind entspannt in der relativen Nähe der anderen. Ich hoffe, es bleibt so :-)
Lina stabilisiert sich langsam von ihrer Darmsituation her und ich hoffe, sie bleiben alle erst mal fit jetzt.
Für Robynn und Lina hatte ich ja noch Traumalösungen angestrebt und nun läuft bei Lina noch eine Fellanalyse mit Bioresonanz, weil ich mir Tipps erhoffe, wie ich ihren Körper noch besser in die Balance bringen kann :-)
Titel: Antwort: Schweinebande-Thread 2020 und 2021
Beitrag von: Vio am 28. März 2021, 01:34 Uhr
Hier im Video sieht man später, wie es aktuell in unserem Gehege aussieht:
https://youtu.be/2RYltHqrc9g

Die letzten Tage habe ich immer wieder beobachtet, dass Lina gestresst wirkte, wenn Robynn oder Peyton in das neue große Hüttli kamen und sie schon drin lag. Sie erstarrte dann oft kurz, wappnete sich zum Angriff, riss den Kopf hoch und öffnete schon mal zur Abwehr das Maul. Klapperte auch manchmal mit den Zähnen.
Die beiden tun ihr nichts und haben ihr Verhalten einfach ignoriert. Lina hat sich dann auch beruhigt und weiter geruht oder gefressen.
Dennoch wiederholte sich diese Situation immer wieder und auch, wenn Lina in das Hüttli kam und die beiden schon drin waren, schien sie dies sehr zu stressen.
Solch ein Stress ist nicht gesund, Lina liebt das Hüttli aber und hat dies somit in Kauf genommen.
Kommt Quenni rein reagiert sie nicht und unten im Gehege, wo ja deutlich mehr Platz zum Ausweichen und Flüchten ist, reagiert sie so auch nicht auf die zwei anderen Mädchen.
Ich denke, sie kennt sie noch nicht so gut und kann sie nicht einschätzen, auf engerem Raum macht ihr das Angst.
Sie scheint weiterhin mehr zu erblinden durch ihren grauen Star, was auch dazu beitragen könnte.

In jedem Fall fand ich es so nicht gut für sie und habe daher das kleinere Hüttli wieder rein gestellt.
Wir haben lange wegen der Position überlegt, so viel Platz ist ja jetzt auch nicht mehr...
Nun steht es schräg vorm großen Hüttli, das scheint gut zu sein und wenn sie aus den Fenstern raus schauen, schauen sie auf jeweils das andere Hüttli.

Lina fand die Idee sehr gut und wirkte gleich sichtlich entspannter.
Quenni ist vor Freude erst mal 8 Mal die Rampe vom kleinen Hüttli rauf und runter😅
Lina und er liegen gerne ganz dicht beieinander, egal wo, das ist also auch im kleinen Hüttli kein Problem.

Robynn und Peyton haben das kleine Hüttli von unten angeschaut und sind aber tatsächlich bisher nie hoch gelaufen, während wir da waren. Sie sind immer im grossen Hüttli. Das hat uns sehr gewundert, sind die beiden doch sehr aktiv und neugierig, aber wir hatten ihnen gesagt, wir holen das kleine Hüttli, damit Lina da etwas Ruhe hat. Oder sich halt der "Betrieb" im großen Hüttli etwas entzerrt.
Haben sie das wohl verstanden und gehen jetzt nicht in "Linas Hüttli"? 😅🤷🏼‍♀️ Warten wir es ab.

In jedem Fall scheint das für Lina nun viel besser zu passen und alle finden es auch toll, unterm Hüttli hin und her zu flitzen, also ist es gut für alle.
Wir können auch zum Glück so in der Position (fast) noch überall hin im Gehege und gut säubern oder beobachten🙈

Meine Mutter sagte: "das wird immer verrückter hier! Die tanzen uns auf der Nase herum, können sie nicht mit dem großen Hüttli zufrieden sein?"
Tja, ich finde es nachvollziehbar, dass Lina gestresst war und es ist gut, dass wir das erkannt haben und etwas dagegen tun können😊
Natürlich muss sie nicht in irgendein Hüttli, aber wenn sie das doch so gern mag? Wir hatten ja die Möglichkeit, etwas zu ändern, warum es dann also nicht tun. 😊
Die Tiere sind in ihren Bedürfnissen halt oft auch sehr ähnlich wie wir.
Ich würde ganz ehrlich auch eher ungern in einem großen Bett mit meinem Freund und dazu noch mit zwei mir nicht ganz so vertrauten Frauen ruhen 🤔😅
Titel: Antwort: Schweinebande-Thread 2020 und 2021
Beitrag von: Narnia am 28. März 2021, 12:07 Uhr
Für Euch ist das Saubermachen und Füttern durch das zweite Hüttli sicherlich nicht einfacher geworden. :putze:  Aber Lina hatte ja erst vor kurzem die OP zu verkraften und, soweit ich mich erinnere, früher massiven Streit mit Peyton gehabt. Daher kann ich verstehen, dass Du die Lage entspannen wolltest. Und da sind die Bedürfnisse oder Befindlichkeiten der Tiere ausschlaggebend - nicht unsere nüchternen Überlegungen. Gerade in zwischenmenschlichen Dingen sind wir Menschen ja auch nicht so vernunftgeprägt.  :roll:

Ich bin gespannt wie es sich weiterentwickelt mit den beiden Häusern und der Gruppe. Vielleicht wird Lina ja noch entspannt genug im Umgang mit den beiden anderen Weibchen, dass sie dann, obwohl sie die Wahl hat, dennoch irgendwann in das große Haus geht. Vielleicht wächst auch die Distanz in der Gruppe wieder. Das wirst Du ja sehen und kannst so oder so weiter Einfluss nehmen.  :tee:
Titel: Antwort: Schweinebande-Thread 2020 und 2021
Beitrag von: Vio am 02. April 2021, 13:49 Uhr
Wie ich befürchtet hatte, hatte sich bei Lina eine Fettgewebsnekrose an einem Ovarialstumpf gebildet. Das ist leider eine häufige Komplikation nach kastration  :traurig:
Sie hatte etwas Matschkot, ihr Blick war nicht ganz okay und sie äußerte beim Tragen Schmerzen. Urin zeigte ab und zu einen winzigen Hauch von Blut im Stick an, aber so extrem wenig, das konnte auch durch den Matschkot im Urin verfälscht sein. Keine Parasiten im Kot.
Im Ultraschall am Montag in der Klinik sah man leichte Flüssigkeit am Gebärmutterstumpf. Also kein dramatischer Befund, aber es muss operiert werden. Mein Bauch riet ganz entschieden zu Eile.
Wir waren sehr früh dran mit einer Not OP gestern, dennoch war es fast zu spät:
Die Fettgewebsnekrose war bereits an den Dickdarm angewachsen und dicht an der Blase. Genau sowas hatte ich befürchtet. Hätten wir über Ostern gewartet, es wäre ggf wohl zu spät gewesen und hätte nicht mehr operiert werden können...
Lina hat die OP super überstanden und sich bereits sechs Std danach normal verhalten, noch etwas müde, aber sehr gut gefressen.
Ich hoffe, sie erholt sich vollständig und es kommt nicht zu weiteren Entzündungen nach dieser OP 🙏🏻

Die Tierärztin ist Frau Hupf. in der Praxis am Dorney in Dortmund. Sie hatte bereits bei den gleichen Komplikationen vier Schweine in meinem Umfeld operiert und einen excellenten Eindruck bei uns hinterlassen. Sie operiert, wie wir es bevorzugen, mit Gasnarkose und einem Mittel zur Schmerzausschaltung bzw Sedierung.
Ich muss sagen, nach ihrer kompetenten Betreuung von gestern - ich bin schwer begeistert und habe vollstes Vertrauen zu ihr.

Denn leider ist auch Robynn sehr krank. Sie kämpfte ja lange mit der Scheidenentzündung, die sie beim Entzug vor 6,5 Wochen mit brachte, was mir schon so komisch vor kam. Aber Röntgenbilder und Ultraschall ergaben ja nichts und die Antibiotika griffen am Ende.
Nachdem sie 4,5 Wochen AB bekam war die Entzündung vor zwei Wochen gut abgeheilt und die AB wurden abgesetzt.
Montag war noch alles okay, Mittwoch war die Scheide wieder geschwollen und stank drei Meilen gegen den Wind nach Fisch...
Robynn schaute nicht ganz glücklich, hatte in 1,5 Wochen über 130 g zugenommen, was unverhältnismäßig viel war, hatte eine Aufgasung, Matschigen Kot, Urin aber unauffällig im Stick. Was mir komisch war: sie legte sich ungewöhnlich oft ab beim Laufen... Das kam mir alles nicht gut vor und mir schwante Böses, ich dachte, man müsste sie auch kastrieren, weil da was in der Gebärmutter sein könnte.
Ich habe Mittwoch Nachmittag in der Praxis angerufen, ob sie auch zwei Not OPs am Donnerstag machen können im Notfall (können sie🙏🏻 trotz absolutem TA Mangel im Moment, für Notfälle schaffen sie Möglichkeiten. Gott bin ich dankbar für diese Praxis!). Nachher hab ich mich geschämt, dass ich so die Nerven verloren hab und die Situation ggf überdramatisiert habe.

Dennoch lag ich nicht ganz falsch.
Wir haben bei Robynn viel freie Flüssigkeit im Bauch gefunden, Hinweis auf Tumore oder eine starke Entzündung. Komisch deswegen, weil sie ja erst so lange und verschiedene AB hatte. Abstrich von der Scheide wurde genommen und Eingeschickt gestern.
Im Ultraschall zeigten sich die Organe sonst nicht weiter auffällig, jedoch zu tasten war im Bereich des Gebärmutterhalses eine Verhärtung, die auch schmerzhaft schien.
Die Tä sagte, wenn wir nichts finden, müssen wir auf Verdacht operieren. Im US haben wir leider Gebärmutter und Eierstöcke gar nicht gesehen. So kann man nicht gut bewerten, was da ist oder nicht. Andererseits ein gutes Zeichen, wenn man da nichts sieht.
Es wird aber wo etwas sein, wenn es immer wieder zu solchen Entzündungen kommt und dann noch so stark.
Der Plan: auf das Ergebnis vom Abstrich warten, erneut schallen, ggf. OP als Versuch, was man findet.
Robynn hatte ich sofort Mittwoch wieder Antibiotika gegeben und gestern schon wirkte sie besser vom Verhalten.
60g hat sie nun in zwei Tagen abgenommen, da sie gut frisst, könnte das das Wasser im Bauch sein, was sich zurück bildet.
Die Aufgasung wird weniger und sie wirkt auch vom Blick und Verhalten besser.
Dennoch sind die AB natürlich nicht die Lösung. Wir werden sehen.

Bitte drückt doch Daumen für meine kleinen lieben Mädchen! 🍀❤️
Beide bekommen ganz tolle Dinge aus der Naturheilkunde und Homöopathie, die sie bestimmt gut unterstützen bei der Heilung :-)
Titel: Antwort: Schweinebande-Thread 2020 und 2021
Beitrag von: Narnia am 02. April 2021, 19:32 Uhr
Ach, nein, das ist ja schade für Deine beiden Mädel und tut mir auch leid für Dich, dass es immer noch keine Ruhe gibt! :traurig:  Ich wünsche beiden baldige und vollständige Genesung!  :gube:

Vielleicht war Lina in dem großen Hüttli auch empfindlicher, weil sie sich wieder krank fühlte? Wie sich die Gruppe entwickeln kann, wird sich vermutlich erst zeigen, wenn alle hoffentlich bald gesund sind - von den chronischen Problemen von Quentin und Peyton abgesehen. Aber zur Zeit scheinen ja die beiden relativ jungen Tiere sogar mehr angeschlagen zu sein.  :traurig:
Titel: Antwort: Schweinebande-Thread 2020 und 2021
Beitrag von: Vio am 03. April 2021, 00:10 Uhr
Danke dir  :fr:
Ruhe wäre schön, da hoffe ich seit Jahren drauf...
Das ist ja immer so mit den jüngeren Tieren und dass diese flotter gehen als die älteren und chronisch kranken   :traurig: , Quenni ist jetzt 4,5 Jahre hier und Peyton 2,5 Jahre.
Quenni hat 13 Mädels verabschieden müssen und Peydie 4 Mädels und Cary :(

Ich glaub, das ist generell so bei Lina. Sie war schon immer sehr empfindlich und mochte Nähe mit den anderen Mädels nie, das durfte nur Quenni immer dicht bei ihr liegen :-)
Natürlich hab ich mir schon gedacht, dass mit ihr was nicht stimmt und deswegen auch den Stress vermeiden wollen als wir das große Hüttli gekauft hatten.
Aber vielleicht waren es auch von Anfang an die Hormone und jetzt das Unwohlsein und sie genießt es doch nochmal, mitten bei den anderen zu liegen.
Ich glaube aber, dass ihr das einfach zu eng ist und zu wenig Ausweichmöglichkeiten. Sie lebte ja auch in einem kleinen Stall bevor sie zu uns kam, ggf kommen da auch Erinnerungen hoch.
In jedem Fall gehen Robynn und Peyton nach wie vor nicht in ihr Hüttli 😅👍🏻
Das klappt echt super, sie hat da ihre Ruhe und Quenni liegt auf ab und an bei ihr drin und ansonsten auch im großen Hüttli.
Titel: Antwort: Schweinebande-Thread 2020 und 2021
Beitrag von: Krümelchen am 03. April 2021, 20:13 Uhr
Gaaaanz viele Daumendrücker  :daumen: :daumen: :daumen: :daumen: für die beiden tapferen kleinen Patientinnnen Lina und Robynn!
Gut, dasss die beiden bei dir leben; du hast so ein enormes Wissen und eben auch das richtige Bauchgefühl, das du in deine Entscheidungen für Diagnostik und Therapie mit einfließen lässt.
Titel: Antwort: Schweinebande-Thread 2020 und 2021
Beitrag von: Vio am 04. April 2021, 00:38 Uhr
Danke dir  :fr: :-)
Ich bin Nervlich etwas durch und schleiche überbesorgt um Lina herum, sie ist sicher schon genervt. Ich hoffe einfach, es heilt alles und entzündet sich nicht neu 😢
Und bei Robynn, es wird mit der Entzündung, aber irgendwas stimmt ja nicht... Bin natürlich auch besorgt und gespannt, was die Woche bringt.
Langsam kann ich nicht mehr, es ist Privat bei uns viel los, die Arbeit sehr fordernd und ständig solche Sorgen.
Ich hoffe, es wird bald wieder ruhiger hier, das würde ich auch den Tieren soo sehr gönnen 🍀

Ich hoffe, euch geht's gut und schöne Ostern euch allen!
Titel: Antwort: Schweinebande-Thread 2020 und 2021
Beitrag von: Krümelchen am 04. April 2021, 13:33 Uhr
Schöne Ostern wünsche ich dir und deiner Familie auch!
Vio, du hast alles menschenmögliche für Lina getan und auch Robynn hast du ja in verschärfter Beobachtung und zurzeit wieder unter AB-Therapie. Wäre am Dienstag denn das Abstrichergebnis da?

Wenn Lina sprechen könnte, würde sie dich bestimmt früher ins Bett schicken:  :g: Schimpf-muig, Zweibein, es ist schon ganz spät, ab in die Schlafhöhle, sonst zwicke ich dich *ganzstrengschau*!
Titel: Antwort: Schweinebande-Thread 2020 und 2021
Beitrag von: Vio am 07. April 2021, 23:52 Uhr
Danke dir, Krümelchen  :fr:

Lina schlägt sich soweit ganz gut, ganz gefällt sie mir noch nicht und seit heute wissen wir, dass sie eine bakterielle Infektion im Unterleib hat/hatte, ggf. kam es deswegen auch zu den Problemen. Wer weiss, ob wir dieser jemals Herr werden können, die passenden AB bekommt sie ja schon die ganze Zeit. Aber ich hoffe es.
Ihr Darm läuft noch nicht wieder ganz 100% rund und ich hab Sorge, dass alles zu viel für ihren angeschlagenen Darm war, aber sie frisst gut, Böhnchen sind klein aber okay meistens und ich gebe mir Mühe, dass alles heilen kann  :klee:

Bei Robynn hatte sich nichts gross weiter verändert unter der Antibiose. Geschwollene Scheide, fischig riechender Ausfluss... Ihre Augen zeigten immer wieder Unwohlsein. Obwohl sie aktiv war, gut frass (Stressfressen?) stimmte einfach was nicht. Die viele Flüssigkeit in ihrem Bauch liess ja nichts Gutes vermuten und auch die lange Infektion nicht. Der Abstrich kam ohne Befund zurück, keine pathologischen Keime.
Wir entschieden uns für eine Probe-OP, heute notfallmässig eingeschoben, da sonst keine Zeit die nächsten Tage.
Robynn durfte am Ende für immer einschlafen  :rebo: :traurig:
Sie hatte einen Eierstocktumor, der bereits massiv mit der Niere verwachsen war, an die Bauchwand und an andere Organe wie den Darm. Im Ultraschall sah man beide Male nichts davon.
Die Tierärztin hat sich grosse Mühe gegeben, aber ihn nicht lösen können und musste nach 45 Minuten schweren Herzens aufgeben. Robynn muss grosse Schmerzen gehabt haben und hätte nie wieder ohne Qual leben können.

Wir haben nur 7 Wochen mit ihr gehabt leider, aber das Beste draus gemacht.
Ich hatte schon so eine Ahnung und liess die Tiere gestern Abend im Wohnzimmer laufen, da hatten sie Spass und das hat Robynn immer viel Freude bereitet :-)
Hier das Video dazu: https://www.youtube.com/watch?v=KaKWF7DEH78 (https://www.youtube.com/watch?v=KaKWF7DEH78)

Sie wird uns, vor allem Peyton auch, sehr fehlen, so eine süsse, neugierige, mutige, aufgeweckte und fröhliche kleine Maus  :lieb:

Caliope Robynn - 5/2018-7.4.2021




Titel: Antwort: Schweinebande-Thread 2020 und 2021
Beitrag von: Narnia am 08. April 2021, 11:38 Uhr
Ach nein, das ist aber sehr traurig! :traurig: Die arme Robynn hat trotz ihrer Schmerzen sich bei Euch so gut eingelebt, mit Peyton Freundschaft geschlossen - und jetzt das ...  :wein:

So sehr Euch als Menschen das schmerzt, ist ja vermutlich jetzt auch die Dreiergruppe gefährdet? Wenn Lina und Quentin so eng aneinander hängen, wäre Peyton ja "alleine" oder vielleicht auch wieder unfreundlicher gegen Lina?

Schafft Ihr es bei allem was gewesen ist und vor Euch liegt, wieder schnell ein neues Weibchen dazuzunehmen? Aber das brächte natürlich auch neuen Zeitaufwand. Ich würde Dir so sehr wünschen, dass es mal eine lange Zeit Ruhe und nur Freude an den Schweinchen gibt, arme Vio!  :fr:
Titel: Antwort: Schweinebande-Thread 2020 und 2021
Beitrag von: Vio am 08. April 2021, 18:23 Uhr
Danke dir  :fr:
Nein, wir möchten kein weiteres Tier. Zumal Lina noch mit ihrer Verdauung kämpft und im Moment absolut keinen Stress haben darf. Ich weiß auch nicht, ob sich bei ihr nicht wieder was entzündet oder wie lange sie bleiben kann, ob sie überhaupt heilen kann...
Dazu kommt, dass Peyton gesundheitlich auch zwei Monate weiter ist und schleichend immer schlechter atmet. Ich weiß nicht, wie viel Zeit ihr bei uns bleibt. Das kann morgen zu Ende sein oder in ein paar Monaten.

Es würde uns auch überfordern jetzt.
Aber Quenni kümmert sich gut um Peyton, sie ist nicht alleine😊
Er wechselt immer wieder zwischen den Mädchen und vielleicht werden die beiden sich auch noch grün irgendwann, wenn man so sagt 😅

Ist echt schade mit Robynn, es war wirklich eine schöne Vierer Gruppe. Aber ich habe bei den Dreien wie es jetzt ist ein ganz gutes Gefühl 😊 ist immer was anderes, ob ein Tier geht und es dann drei sind und sie zuvor schon eine Gruppe waren oder ob eines neu dazu kommt.
Titel: Antwort: Schweinebande-Thread 2020 und 2021
Beitrag von: Krümelchen am 10. April 2021, 13:31 Uhr
Oh das ist aber traurig, dass Robynn so einen schlimmen Befund hatte und die TÄ ihr nicht mehr helfen konnte!  :traurig:

Gut, dass die kleine schwarze Schönheit bei dir gelebt hat, dadurch hat sie trotz allem eine schöne Zeit gehabt mit viel Bewegungsmöglichkeit und gutem Futter. Ich habe mir das Video angesehen, es ist schön zu sehen, wie die Schweinebande umherflitzt!  :-)
Titel: Antwort: Schweinebande-Thread 2020 und 2021
Beitrag von: VincentsDamen am 10. April 2021, 19:40 Uhr
Guten Abend,

"hübsches Mädel" hatte ich mir auch gedacht, bevor ich las das du sie hast gehen lassen müssen.

Das ist immer traurig und tut mir leid, vor allem wenn man so viel Mühe investiert hat und nichts half.

Liebe Grüsse

 :winke:
Titel: Antwort: Schweinebande-Thread 2020 und 2021
Beitrag von: Vio am 16. April 2021, 23:11 Uhr
Danke euch ❤️
Sie fehlt halt, war gerade so eine schöne Gruppe geworden.
Mit den Dreien klappt es ganz gut im Moment, Peydie lässt Lina soweit in Ruhe und Lina hat auch kein Interesse an ihr, allgemein reicht es ihr, ab und zu ein anderes Schwein zu sehen und hin und wieder neben Quenni zu schlafen und sonst ihre Ruhe zu haben.
Peydie hält sich auch an Quenni und der wiederum pendelt zwischen den beiden.
Sie fressen friedlich zusammen, Ausflüge werden aber nicht unternommen im Moment. Scheint auch keiner zu brauchen.
Die Tage hatte ich eine große Höhle mitten im Gehege mit tiefer Decke, das kam bei allen gut an und Quenni hat sogar fleißig gepopcornt😁
heute hab ich umgeräumt, nun haben sie eine relativ geschlossene Ecke mit viel Heu drin zum Wühlen.
Die Natur legt immer mehr nach und wie schon in den letzten Wochen haben wir heute wieder viele Gräser, Kräuter und Zweige gefunden😍

Lina schlägt sich tapfer, ihr Darm war etwas kritisch aber beruhigt sich langsam. Ob der Rest heilen kann in ihrem Bauch bleibt abzuwarten. Sie ist noch müder und ruhiger als sonst, war aber eine heftige OP und ist erst zwei Wochen her, zudem muss sie noch bis in ein paar Tage Antibiotika bekommen
Ihre Schmerzen scheinen aber nachzulassen und sie tuckert auch fröhlich beim Laufen durch das Gehege und freut sich auch mal, was anzusehen oder zu entdecken.
Ihr Häuschen liebt sie aber am meisten und da geht Peyton nach wie vor auch nicht rein, nur Quenni ab und zu mal😁
Aktuell mag sie frische Artischockenblätter (u.a. Für die Leber gut) sehr gerne :-)
Aus der Naturheilkunde bekommt sie so einiges im Moment, was ihren Körper hoffentlich gut unterstützt.

Peydie und Quenni sind auch stabil. Peydie liegt immer wie ein Croissant in ihren Kuschelrollen und kann mit den arthrotischen Hüfte und Knien danach kaum laufen 🙄 also kommen die Rollen und der Ärmel nun weg, so leid es mir tut. Sie hat ja genug Kuschelsäcke etc.
Quenni hat seit über 2 Jahren viele Knubbel am Körper. Da eine OP an ca 20 Stellen nicht in Frage kam und Cortison auch nicht, weil er damals noch Diabetiker war, hatte ich die nicht punktieren lassen.
Sie haben sich nicht groß verändert. Sind zum Teil höchstens ein klein wenig größer geworden.
Einer am Bauch über einen Hinterbein hatte sich die Tage geöffnet und es kam stinkender Eiter raus😳
Damit hab ich nicht gerechnet, ob das alles Atherome sind?!
Ich hab den mit Wasserstoffperoxid (3%) und NaCl gespült und Manuka drauf und rein.
Er war am nächsten Tag zu und es kam kein Eiter mehr.
Schmerzmittel hat er bekommen, Homöopathisch auch was und AB halte ich nicht für nötig.
Die Tä hätte die Knubbel erst letzte Woche gesehen und wie zuvor 5 weitere Tä würde sie die auch einfach in Ruhe lassen und geht, wie ich auch, nicht von etwas Schlimmem aus, wenn diese ja nun schon so lange ohne Konsequenz oder großartige Veränderung bestehen.

Hier ein Video vom Entdecken der neuen Gestaltung des Geheges heute :-)
: https://youtu.be/dyjRIQpntGM

Und noch eines von meiner süßen tapferen Lina beim Blaubeeren Schmaus (sie nimmt aber immer nur eine 😅):
https://youtu.be/uKQSwC-R0S8
Titel: Antwort: Schweinebande-Thread 2020 und 2021
Beitrag von: Hotelleitung am 17. April 2021, 05:54 Uhr
So niedliche Schweinchen!  :lieb:
Bin schwer beeindruckt von deinem Gehege!
So viel Platz und Abwechslung für die Wutzen!
Titel: Antwort: Schweinebande-Thread 2020 und 2021
Beitrag von: Vio am 17. April 2021, 23:23 Uhr
Danke :-) Wir geben uns Mühe, sie haben alle schlimme Dinge erlebt und sollen es nun, trotz ihrer Baustellen toll haben.
War natürlich mit 6 Schweinchen viel mehr los im Gehege, das vermisse ich schon auch, aber ich weiss auch, dass das aktuell nicht gut wäre aus vielen Gründen. Wir streben ja die Aufgabe der Haltung an und ich denke, dieses Mal schaffen wir es auch auf lange Sicht gesehen. Irgendwann fange ich dann mal wieder an in ein paar Jahren :-)

Ich hoffe, bald wird es wärmer, denn die Kleinen lieben es draussen natürlich auch sehr und haben da ja auch ein sehr schönes Aussengehege :-)
Titel: Antwort: Schweinebande-Thread 2020 und 2021
Beitrag von: Hotelleitung am 18. April 2021, 07:44 Uhr
Das kommt mir bekannt vor...
Ich hatte auch schon mal sechs eigene Schweinchen und nebenher noch einige Notfellchen, die ich an passende Menschen vermittelt habe.
Aus mehreren Gründen musste und wollte ich dann auch für eine gewisse Zeit aufhören, aber da auch ab und zu welche von meinen ehemaligen Vermittlungstieren zurückkamen, hat das einige Jahre gedauert.

Nun habe ich nach einer Pause mal wieder "klein" angefangen, weil ich diese kleinen Wesen so vermisst habe.
Titel: Antwort: Schweinebande-Thread 2020 und 2021
Beitrag von: Vio am 19. April 2021, 00:02 Uhr
Das finde ich toll, dass du auch Nottiere aufgenommen und vermittelt hast - und zurückgenommen im Falle des Falles :-)
Mir wird es auch sehr schwer fallen, ich lebe seit ich 6 Jahre alt bin (also seit 23 Jahren) mit Meerschweinchen und habe mich abgöttisch in diese Schnütchen verliebt  :lieb:
Wir wollen auch schon länger reduzieren und es klappt nicht, zum Teil natürlich auch, weil wir der Sucht immer wieder verfallen sind  :g:

Allerdings muss ich dazu sagen, dass das Missglücken der Aufgabe der Haltung daran lag, dass die Mädels, die wir holten, immer unerwartet schwer krank waren und noch vor den Tieren starben, die wir nicht abgeben können (den Kastraten und die bald 8 Jährige).
Ich arbeite halt seit etwas über 3 Jahren die Woche über im Ausland im Rahmen meiner Promotion. In der Zeit haben wir 13 Meerschweinchen verloren, 8 davon in den letzten 15 Monaten. All diese Tiere kamen neu zu uns, zum Teil noch jung und waren sehr schnell sehr schwer krank. Wir hatten in den letzten 3,5 Jahren 14 BauchOPS, darunter 8 Kastrationen, viele NotOPs trotz frühzeitiger Diagnostik.

Wir haben meine 94-jährige Oma bis vor wenigen Wochen gepflegt, was sehr zeitintensiv und mental fordernd war (wir haben es am Ende nicht mehr ausreichend zu zweit geschafft - sie ist jetzt im Heim, aber für uns noch keine Entspannung, da viel Papierkram und im Heim läuft noch einiges falsch) und zwei grosse Haushalte - es sind aber nur meine Mutter (auch Vollzeit berufstätig und 63 Jahre alt bald) und ich, die sich um alles kümmern können.
Nun müssen wir hier raus, eine neue Wohnung finden, haben dabei ein paar Ansprüche (Ruhe, kleiner Garten), alles schwer in Corona-Zeiten. Wir müssen auch die beiden Wohnungen hier auflösen, bei der von meiner Oma ist das viel Arbeit, weil sie viel gesammelt hat.

Nach all den kranken Tieren, die auch sehr diffuse, nicht bekannte Krankheiten hatten zum Teil, was uns mental, finanziell und zeitlich schon lange über eine Grenze gebracht hat. Ich hatte meist 5-6 Tiere in der Gruppe und gebe locker 1000 Euro pro Schwein im Jahr für den TA aus - und ich gehe da natürlich nicht für Kleinigkeiten hin, die ich selbst behandeln kann. Ich mache schon einiges selbst an Diagnostik, einfach auch, weil die TÄ meist eh keine Ahnung von Schweinchen haben und ich meist mehr Wissen und Erfahrung aufweisen kann (traurig, aber leider wahr).

Ist nicht witzig, dass ich meine ja leider oft schwerkranken Tiere immer wieder alleine lassen muss und meine Mutter damit belasten muss. Sie fühlt sich sehr überfordert mit den Erkrankungen der Tiere und ist selbst am Rand der Kräfte aufgrund der vielen Jahre (an die 10 Jahre), die sie meine Oma pflegen und mich alleine mit durchbringen musste. Sie hat weder ein eigenes Sozialleben noch Hobbies - hat sie keine Zeit für und am Ende des Tages auch keine Kraft mehr.
Ich möchte auch mal etwas unbeschwert sein und nicht immer um ein Tier Sorge haben müssen.

Von daher wird uns die Pause gut tun, auch wenn die Kleinen fehlen werden. Aber es gibt einfach immer seltener gesunde Schweine, auch wenn sie jung sind und zu uns kommen echt immer irgendwie die ganz kranken Tierchen...
Wir können einfach nicht mehr, nicht nach all den Jahren - bevor ich in der Schweiz war, hatten wir ja schon jahrelang kranke und alte Tiere bewusst aufgenommen und auch heftige Geschichten erlebt.
Ich hänge zudem den halben Tag am Handy, um Menschen mit kranken Schweinchen zu beraten und bin auch im Schweinchen-Tierschutz aktiv. Das werde ich auch nicht aufgeben und ich werde weiter forschen und Erfahrungen in meinem Umfeld sammeln, was den Kleinen hilft, wenn sie erkranken, um immer mehr zu erfahren und besser helfen zu können :-)
Aber ich möchte im Ausland meiner Arbeit nachgehen können ohne Sorgen um meine Tiere, denen ich gerade nicht beistehen kann, ohne Sorgen, meine Mutter noch weiter über die Grenze zu belasten und wenn ich zuhause in Deutschland bin, möchte ich mich auch mal ausruhen können und mit meiner Mutter einen Ausflug unternehmen - das ging nämlich wegen meiner Oma fast nie in den letzten 7 Jahren. Wir waren auch so lange nicht im Urlaub bzw. wenn, dann war ich alleine weg.
Ich möchte auch nicht meine gesamte Freizeit beim TA verbringen, die guten TÄ sind nämlich leider 45 min Fahrt weg, da geht dann schon mal ein halber Tag drauf. Wenn man nur 2-3 Tage die Woche zuhause ist und dort alles regeln muss, auch für die nächste Abwesenheit wieder, dann ist jede Minute gold wert.
Ich mag, wenn es wieder geht, dann auch meine Oma im Heim besuchen gehen, mal meinen Vater sehen, mal Freunde treffen.

Ich liebe meine Tiere über alles und mache all dies gerne für sie, aber ich sehne mich nach einer Pause für mein Herz, damit es sich erholen kann. Denn auch die Krankheiten meiner Oma und ihre Veränderungen in den letzten Jahren waren für mich nicht so einfach zu verkraften, dazu so einiges, was sonst noch schief lief und mich Kraft gekostet hat. Ach ja und nebenbei noch die Promotion :D

Zudem möchten wir dann in ein paar Jahren, wenn meine Mutter in den Ruhestand geht, zur Grenzregion umsiedeln, dass ich in der Nähe meiner Arbeit leben kann (ich werde dort bleiben).
Dort muss ich erst gute TÄ finden und Urlaubsbetreuungen, ein soziales Schweinchen-Umfeld - aktuell sind da gute Adressen sehr sehr rar...
Dass ich pendle, ist auch zum Teil, weil ich meine Schweinchen aktuell da nicht gut halten könnte oder nicht so, wie hier (auch finanziell nicht, alles sehr teuer da).
Wenn ich dort besser Fuss gefasst habe und alles passt, fange ich dann mit der Haltung wieder an.

Aber nun, die 3 sind ja aktuell noch da und ich hoffe, entgegen ihrer Baustellen, können sie auch noch eine ganze Weile bleiben  :lieb: :-)
Titel: Antwort: Schweinebande-Thread 2020 und 2021
Beitrag von: Narnia am 19. April 2021, 12:05 Uhr
Ich kann Dich gut verstehen, liebe Vio.  :fr:

Solange ich denken kann hatten wir Tiere im Haus. Dann kam im Erwachsenenalter eine lange Phase ohne Tiere. Heute kann ich es mir wieder nur schwer vorstellen, ohne Haustiere zu leben. Aber diese Jahre ohne sie waren auch sehr angefüllt - auch mit vielen schönen Dingen. Ich kenne auch Phasen von sehr wenig Schlaf, viel Arbeit und noch einigem anderen, was Zeit und Energie gekostet, aber auch Freude gebracht hat. Diese Beanspruchung geht leidlich gut für einige Monate oder Jahre, gerade wenn man jung ist, aber nicht unbegrenzt.

Ich wünsche Dir und Deiner Mutter, dass Ihr die richtige Wohnung und bald Entspannung und mehr Freiraum finden werden. :allgu:
Titel: Antwort: Schweinebande-Thread 2020 und 2021
Beitrag von: VincentsDamen am 19. April 2021, 17:44 Uhr
Hallo,

ich kann deine "Müdigkeit" gut nachvollziehen. Man steckt viel Liebe, Zeit, Geld und Energie in die Tiere und nicht immer wird das alles belohnt. Ich war im Hunde-Tierschutz aktiv bevor wir Kinder bekamen. Zeitweise gaben sich die Hunde geradezu die Klinke in die Hand. Manchmal glich meine Wohnung einem Lazarett. Manche Tiere blieben nur kurz, andere länger, andere begleitete ich über den Regenbogen.

Man braucht Zeiten im Leben, in denen man sich unbeschwert und frei fühlt. Man möchte und muss sich nicht immer mit der Sorge um Andere herum quälen. Und wenn die Tiere zu einer Dauersorge werden, dann braucht man auch Pause und Freiraum, bis man wieder den Wunsch hat sich so intensiv um ein Wesen zu kümmern.

 :fr:
Titel: Antwort: Schweinebande-Thread 2020 und 2021
Beitrag von: Hotelleitung am 19. April 2021, 19:12 Uhr
Unglaublich, dass du das alles unter einen Hut kriegst!
Mich hat schon Arbeit und die Pflege meiner Mutter plus zwei ebenfalls pflegebedürftige Wutzen an die Grenzen gebracht.
Aber das ist bei dir ja noch viel mehr Belastung und Einsatz und Anspruch! Respekt!
Titel: Antwort: Schweinebande-Thread 2020 und 2021
Beitrag von: Vio am 20. April 2021, 12:07 Uhr
Danke euch :-)
Ja, waren echt heftige Jahre - sicher für viele Menschen. Ich bin immer froh, dass ich kein krebskrankes Kind habe, ich verfolge da einige Geschichten im Facebook und werde dann immer ganz demütig, gerade bei diesen unheilbaren aggressiven Gehirn-Tumoren (DIPG / AT/RT).
Da hab ich dann irgendwie keine Probleme mehr... Es gibt so viel Leid auf der Welt, ich bin oft total glücklich mit dem, was mir geschenkt wurde im Leben :-)
Dennoch ist man halt manchmal unzufrieden oder fühlt sich über die Grenze belastet. Ich bin nicht der Typ, der herum meckert und nichts ändert, aber vieles lässt sich nicht von jetzt auf gleich ändern und ist ein längerer Prozess, das nagt dann manchmal schon an der Kraft.

Nun hoffe ich einfach auf ein bisschen Erholung in der nächsten Zeit :-)

Ich freu mich gerade sehr über meine Gruppe 🤩
Versuche, vom Handy Fotos anzufügen von gestern und heute. Weiß nicht, das Verkleinern am Handy mit einer App geht noch nicht gut🙈 und die Namen der Bilder🙈 da muss ich mir noch was anderes einfallen lassen.

Peydie brommselt halt leider viel nach den anderen, ich müsste ihr eigentlich die Eierstöcke mit Zysten entfernen lassen, die Hormone decken es nicht mehr. Aber bei einer fast 8 jährigen mit einigen Baustellen? Puh. Ihr geht's nicht schlecht, auch wenn ihr Körper unter dem Stress sicher etwas leidet. Werde mich da nach Alternativen nochmal umhören.
Lina hat deswegen immer noch etwas Angst vor ihr, sie will nicht angebrommselt und bestiegen werden 🙈

Aber sie ruhen auch zusammen und essen friedlich nebeneinander. Für Peydie ist das schon ganz toll, sie hatte ja auch sehr aggressive Zeiten.
Quenni wirkt auch zufrieden :-)
Ich bin froh, sie wirken zu Dritt gut und es scheint für alle soweit zu passen.
Titel: Antwort: Schweinebande-Thread 2020 und 2021
Beitrag von: Vio am 20. April 2021, 12:19 Uhr
Diese Heuecke ist total beliebt :-)
Und ich freue mich, wie viel Grün man mittlerweile wieder findet😍
Titel: Antwort: Schweinebande-Thread 2020 und 2021
Beitrag von: Hotelleitung am 20. April 2021, 14:01 Uhr
Schön anzusehen!

Was hast du da außer Gras noch so an Grünzeug reingelegt?
Titel: Antwort: Schweinebande-Thread 2020 und 2021
Beitrag von: Vio am 20. April 2021, 14:23 Uhr
Neben Süßgräsern auch drei Sauergräser (Hängesegge, Flatterbinse, Hainsimse), dann ganz viele Kräuter (Giersch, Vogelmiere, Gundermann, Storchschnabel, Scharbockskraut, Lupine, Spitzwegerich, verschiedene Ampfer Arten, verschiedene Klee Arten, Luzerne, Löwenzahn Beifuß, Kompasslattich, drei verschiedene Arten Taubnessel, Brombeerblätter, angetrocknete Brennnessel, wenige Blätter Hahnenfuß gegen Darmparasiten, Malve, Oregano und ggf jetzt Pflanzen, die ich vergessen habe), Efeu und verschiedene Zweige (Nadelhölzer: alte Kiefer-Zweige, junge Kiefer-Zweige, Lärche, zwei Tannenarten ; Laubbäume: Zweige mit Knospen oder jungen Blättern von: Birke, Haselnuss, Schwarzerle, Eiche, Linde, Buche, Hainbuche, Goldulme) :-)
Titel: Antwort: Schweinebande-Thread 2020 und 2021
Beitrag von: Hotelleitung am 20. April 2021, 14:33 Uhr
Holla, die Waldfee!  :aug:

Ich habe hier letztens schon mal im Grünfutterbereich gestöbert und festgestellt, dass ich a) ziemlich wenig kenne, was Wutzen fressen dürfen, b) dementsprechend unsicher und c) auch noch ziemlich "schissig" bin.
Habe wahrscheinlich viel zu viel Angst, ich könnte meinen zwei Schweinchen  (die vorher bei den alten Besitzern bestimmt auch nicht sehr vielfältig ernährt wurden) was falsches geben oder sie kriegen Blähungen, weil sie es nicht gewöhnt sind...
Momentan füttere ich gerade Gras an.
Haselnusszweige mit Knospen kann ich sicher auch anbieten, nicht?
Titel: Antwort: Schweinebande-Thread 2020 und 2021
Beitrag von: Katharina am 20. April 2021, 16:36 Uhr
Wir können einfach nicht mehr, nicht nach all den Jahren...

Im ersten Moment bin ich erschrocken...Vio ohne Meerschweinchen? :traurig: Unvorstellbar...

Aber die Entscheidung ist wohl richtig und es ist auch wichtig es rechtzeitig zu merken, wenn man nicht mehr kann und die Belastung einfach zu groß wird. Ich war vor etwa 20 Jahren auch einmal in einer ähnlichen Situation wie Vio jetzt - höchste Belastung in beruflicher, privater und familiärer Hinsicht, Stress, viel Kummer und große Sorgen. Die Meerschweinchen aber gaben mir Trost und waren ein Ruhepunkt in all diesem Chaos. Aber auch da gab es viel Kummer und "Sorgenschweinchen" in der großen Gruppe von Nottieren, die ich damals hatte.

Als ich dann Häuschen und Garten aufgeben musste und der Umzug in eine kleine Wohnung mit Mini-Garten anstand, habe ich mich von den wenigen Meerschweinchen getrennt, die ich damals noch hatte. Geplant war das zunächst nicht, ich wollte die Meerschweinchen unbedingt behalten, aber es wäre bestimmt nicht gut für sie gewesen. Ich fand recht gute Plätze für sie - trotzdem war das alles ganz schrecklich für mich. Im Nachhinein betrachtet, war es jedoch sehr gut, dass das damals alles so kam. In der kleinen Wohnung hätten die Meerschweinchen zu wenig Platz gehabt und ich war psychisch schlichtweg am Ende. Ich wäre den Tieren vielleicht bald nicht mehr gerecht geworden. Während der Umzugsphase wurde ich ernsthaft krank, bin völlig zusammengebrochen und musste monatelang ins Krankenhaus. Tiere hätte ich damals gar nicht mehr versorgen können. Der Entschluss, die Haltung aufzugeben, kam damals also gerade noch rechtzeitig.

Ein paar Jahre später ging es mir wieder viel besser...nach dieser "Meerschweinchen-Zwangspause" waren meine Lebensumstände wieder so, dass ich mir die Haltung von Meerscheinchen wieder vorstellen und mir das zutrauen konnte. Und seitdem habe ich auch wieder Meerschweinchen und bin sehr glücklich mit ihnen. Trotzdem kam ich in den letzten Jahren immer wieder an den Punkt, an dem ich mir überlegt hatte, die Haltung auslaufen zu lassen und sie dann aufzugeben. Ich hatte "Pech" mit dem Gesundheitszustand von manchen Tieren, die ich in den letzten Jahren aufgenommen hatte, bzw. ich kann mich nicht damit abfinden, dass Meerschweinchen heutzutage wohl kränklicher sind und eine kürzere Lebenserwartung haben als "früher". Es schockt und verstört mich immer wieder, wie jung manche Tierchen schon sterben....und ich fühle mich so hilflos dabei. Soviel Kummer....und dann immer diese Selbstvorwürfe, vielleicht etwas übersehen oder ganz falsch gemacht zu haben.

Trotzdem habe ich mich jetzt nach langem Überlegen dazu entschlossen, ein letztes Mal die Gruppe wieder zu komplettieren. Seit Freitag wuseln hier also wieder fünf Meerschweinchen herum. Drei Monate lang waren Anton und Fluffy jetzt nur noch zu zweit....und das war nicht so schön für sie. Der Hauptgrund, warum ich mich jetzt gegen eine Aufgabe der Haltung entschieden habe, war Anton. Das Kerlchen ist jetzt gute zwei Jahre alt, seit einem Jahr hier und hatte zuvor bereits mehrere Platzwechsel und abgebrochene Vergesellschaftungsversuche in Weibchengruppen hinter sich. Er saß zuletzt auch ganz alleine, weil er angeblich "zu wild" wäre. Davon konnte ich aber gar nichts bemerken; Anton ist hier bei uns weder aggressiv, noch rüpelhaft. Er ist sehr lieb und zutraulich, ganz normal lebhaft und interessiert an Weibchen, wie das ein so junges Tierchen sein soll. Anton soll nicht nochmals den Platz wechseln müssen.

Die letzten Jahre bei uns waren schlimm...ich habe zwar nicht so viele Tiere wie Vio verloren, aber sie gingen alle viel zu früh. Das war sehr traurig für mich und für die Meerschweinchen muss es ganz schrecklich sein, wenn ihre Freunde sterben, enge Freundschaften auseinandergerissen werden und sich die Gruppe dauernd verändert. Ich hoffe sehr, dass wir jetzt etwas ruhigere Zeiten erleben dürfen und diese Gruppe viele schöne Jahre miteinander haben kann. Es wird meine letzte Meerschweinchengruppe sein. Ich liebe meine Tierchen über alles, aber irgendwann mal ist die Kraft erschöpft und man tut den Tieren und sich selbst nichts gutes, wenn man sich zu viel zumutet und die Haltung emotional oder aus anderen Gründen nicht mehr gut bewältigen kann. Ich spüre da auch langsam das Alter...

Ich wünsche dir und deinen Tierchen alles Gute, Vio... :fr: du wirst bestimmt die richtigen Entscheidungen treffen.
Titel: Antwort: Schweinebande-Thread 2020 und 2021
Beitrag von: Hugomero am 20. April 2021, 22:18 Uhr
Holla, die Waldfee!  :aug:

Ich habe hier letztens schon mal im Grünfutterbereich gestöbert und festgestellt, dass ich a) ziemlich wenig kenne, was Wutzen fressen dürfen, b) dementsprechend unsicher und c) auch noch ziemlich "schissig" bin.
Haselnusszweige mit Knospen kann ich sicher auch anbieten, nicht?

Kannst du füttern, auch später die Blätter..nur nicht erschrecken , verfärbt den Urin rot
Titel: Antwort: Schweinebande-Thread 2020 und 2021
Beitrag von: Vio am 21. April 2021, 12:05 Uhr
@Hotelleitung:
das verstehe ich, das ging mir am Anfang ähnlich :-) Im Facebook gibt es eine gute Gruppe zur Pflanzenbestimmung für Kleintierhalter, falls du Facebook hast.
Du kannst sonst auch hier Fotos einstellen und fragen, was es ist: https://das-meerschweinchen-forum.de/index.php?topic=115.210

Zum Angrasen: ich halte es so, dass ich lieber gleich ausreichend Gras gebe, damit ihnen das immer zur Verfügung steht. Also nicht nur eine kleine Menge und dann steigernd etwas mehr.
Ich habe noch nie angegrast und sehr gute Erfahrungen damit. Das Problem ist vermutlich eher, dass sie das Gras zu sehr rein schlingen, als dass man sie langsam daran gewöhnen muss.
Das kann man vermeiden, in dem man ihnen genug bietet - so sehen sie schnell, es ist ausreichend da, sie können entspannt futtern :-)
Schlingen sie dennoch arg, kann man anfangs das Gras etwas mit Heu mischen. Also auch genug Gras anbieten, dass sie jederzeit was haben, aber durch das Heu können sie es nicht so runterschlingen, sondern müssen es raussuchen :-)
Ich würde halt kein Weidelgras gezielt sammeln - aber das eh pauschal. (Zur Weidelgrasthematik, falls noch nicht bekannt: https://das-meerschweinchen-forum.de/index.php?topic=1286.msg25259#msg25259 )

Selbst sehr schlecht ernährte Meerschweinchen vertragen neue Futtermittel (durchaus auch in grösseren Mengen und ohne Anfüttern) meiner Erfahrung nach in der Regel ohne Blähungen. Ich, viele Freunde und auch die Notstationen, mit denen ich im Austausch bin, füttern alle nicht an. Schlechte Erfahrungen gibt es da nicht, selbst bei vielen Tieren nicht. Die Notstatione können gar nicht anfüttern, weil ständig neue Tiere kommen. Sie wären immer nur mit Anfüttern beschäftigt und geben daher alles immer gleich ohne Anfüttern rein, auch Gras und Kohl. Wenn du unsicher bist, füttere ruhig langsam an, soll jetzt nicht heissen: hau einfach alles rein.
Ich wollte dir nur Mut machen: meiner Erfahrung nach kommt es nicht so leicht oder schnell zu richtig krankhaften Blähungen.
Bzw. muss man immer Bedenken, dass Meerschweinchen Gras und Co. ja im Blinddarm vergären und eine gewisse Gasbildung da auch normal ist. Die Tiere bekommen dann einen kleinen Grasbauch und verhalten sich normal, sind aber nicht krankhaft gegast oder sowas.

Sollte es doch mal zu Bauchweh kommen, kann ich Colosan empfehlen und Simeticon (aus den Magen-Darm-Entspannung Kapseln von Klosterfrau, bekommt man im Amazon oder DM :-) ). Das kann man für den Notfall ja immer zuhause haben.
Meist haben Blähungen aber eine krankhafte Ursache, das liegt bei einer guten Ernährung meiner Erfahrung nach niemals daran, sondern ist in der Regel bei den Organen zu suchen. Sehr häufig äussern sich Blasenentzündungen beim Meerschweinchen z.B. über Darmprobleme als erste Anzeichen.
Daher empfehle ich immer, den Urin regelmässig oder gerade, wenn es Probleme mit dem Darm gibt, mittels Combur-Teststreifen zu testen. Das gibt oft schon erste Hinweise, ob da ein Problem vorliegt oder nicht.

Finde es klasse, dass du auch sammelst :-) Zum Glück gibt es kaum wirklich giftige Pflanzen für Meerschweinchen.
Hier sind die wichtigsten Giftpflanzen aufgelistet: https://meerschweinchenwiese.de/ernaehrung/bestimmungshilfen/top-10-giftpflanzen
Und vielleicht hilft dir diese Sammelhilfe für den Anfang hier: https://meerschweinchenwiese.de/ernaehrung/bestimmungshilfen/wiese-pfluecken-fuer-anfaenger

Genau, Hasel ab ins Schwein :-)


@Katharina: das verstehe ich natürlich auch gut und ja, wie du schreibst, sie werden immer jünger immer schlimmer krank  :traurig: auf Dauer kann man das nur gut durchhalten, wenn man ein stabiles soziales und wohnliches Umfeld hat und sonst keine nervlichen Belastungen.
Wenn das phasenweise nicht gegeben ist und man sich erholen muss, ist eine Pause besser. Auch wenn man die Tiere dann sicher vermisst - aber es gibt ja auch noch andere schöne Dinge im Leben :-)
Tut mir leid, dass auch die letzten Jahre für dich nicht einfach waren und du deine Süssen ziehen lassen musstest  :fr: Ich hoffe, die jetzige Gruppe bleibt ganz lange bei dir!
Titel: Antwort: Schweinebande-Thread 2020 und 2021
Beitrag von: Hotelleitung am 21. April 2021, 15:54 Uhr
Vielen Dank für die tollen, ausführlichen Antworten! Finde ich klasse!   :dank: :herz2:

Ich werde noch mal in den Ernährungsbereich wechseln, damit das hier nicht zur allgemeinen Beratungsecke ausartet...  :sorry:
Titel: Antwort: Schweinebande-Thread 2020 und 2021
Beitrag von: Vio am 07. Mai 2021, 15:50 Uhr
Gerne! :-)

Den Dreien hier geht es gerade zum Glück allen sehr gut :-) Lina kam letztens sogar unter mir grasen (Bild 2), als ich im Streubereich hockte, um ein Foto von Quenni zu seinem Geburtstag zu machen. Ich war sehr von ihrem Vertrauen gerührt, zumal ein Jahr mit vielen Medis und 2 grossen OPs in den letzten 3 Monaten hinter uns liegt, die leider nötig waren, damit es ihr besser geht. Sie scheint aber dennoch zu merken, dass ich natürlich nur ihr Bestes möchte :-)
Es passt gut mit ihnen so zu Dritt zum Glück.

Mein Programm zum Verkleinern der Bilder hat aufgegeben irgendwie, muss mir da sobald Zeit ist mal was anderes überlegen. Hab nun schnell per "E-Mail senden an" verkleinert zur Not.
Titel: Antwort: Schweinebande-Thread 2020 und 2021
Beitrag von: Vio am 19. Mai 2021, 23:38 Uhr
Peydie hat sich in Line verliebt❤️
Das freut mich sehr für sie, sie war sehr enttäuscht und traurig nach dem Verlust von Cary und Robynn in so kurzer Zeit.
Oft schläft sie ganz dicht bei Lina und legt ihren Kopf in Linas Nähe oder direkt an sie❤️
Sie muss sich auch immer zu Lina in Kuschelhöhlen quetschen, Lina dulded auch dies und legt ihren Kopf Richtung Peydie.
Hier ein paar Fotos aus den letzten Tagen von den beiden. Oft hab ich sie auch nicht gestört mit Fotos und sie in Ruhe gelassen.

Lina scheint das so okay zu finden, vielleicht mag und genießt sie sogar die Nähe?😊

Ich freue mich in jedem Fall für beide🙏🏻
Lina konnte ja auch lange wegen der hormonellen Probleme nicht mal im Ansatz Nähe zulassen.
Man sieht zudem leider, dass sich Peydies Gesundheitszustand aktuell verschlechtert.
Umso wertvoller, dass sie so einen guten Anschluss bei Lina und Quentin gefunden hat und sich nicht isoliert, wie sie es ja auch wegen der hormonellen Probleme lange getan hatte. Zwar brommselt sie noch häufig hinter Lina her, was diese mit einem Quietscher quittiert und dann ist es auch gleich wieder okay.

Ich hoffe, sie hat trotz allem noch viel Zeit hier❤️
Ich würde es allen Wünschen, sie haben ja alle genug Freunde verloren im letzten Jahr.
Titel: Antwort: Schweinebande-Thread 2020 und 2021
Beitrag von: Vio am 19. Mai 2021, 23:38 Uhr
Und noch Fotos.
Auch von Lina, wie sie gemütlich unterm Dunkelstrahler ruht :-)
Titel: Antwort: Schweinebande-Thread 2020 und 2021
Beitrag von: tupe am 21. Mai 2021, 22:25 Uhr
Die Lina sieht ja total niedlich aus, wie sie da entspannt liegt.  :lieb:
Ihr weiterhin gute Besserung.

weil die TÄ meist eh keine Ahnung von Schweinchen haben und ich meist mehr Wissen und Erfahrung aufweisen kann (traurig, aber leider wahr).
Ich finde ja, dass das die ganzen Krankheitsgeschichten nochmal viel zermürbender macht, als sie es von den Schweinchen her sowieso schon sind.
(Ich bin ebenfalls in einer doofen Tierarztsituation: der nächste TA, der Ahnung von Schweinchen hat, ist 1h entfernt und hat so überfüllt, das man dort mit Notfällen nicht einfach vorbei kann. Für den übernächsten fahre ich dann schon 2h.)

Ich muss/möchte leider außerdem deinen Thread auch mal kurz für eine persönliche Beratung missbrauchen, sorry:
Wo gibt es denn Kuschelhöhlen (diese hier (https://das-meerschweinchen-forum.de/index.php?action=dlattach;topic=1776.0;attach=6651;image)) mit zwei Eingängen? Ich such mich schon eine Weile dumm und dusselig, bisher ohne Erfolg.
Titel: Antwort: Schweinebande-Thread 2020 und 2021
Beitrag von: Vio am 23. Mai 2021, 01:14 Uhr
Dankeschön :-)

Ach, das macht doch nichts! Immer gern fragen, ist kein "missbrauchen" eines Threads :-)
Der Kuschelwürfel war ein Geschenk einer lieben Freundin im Jahr 2017, aber ich glaube, er war von "The Cosy Hut": thecosyhut.de
Die gleiche Freundin schenkte mir auch von dort ein Kiwi-Bettchen :-) Sind wirklich tolle Dinge!

Das mit den Krankheiten ist wirklich schade. Unter anderem ein Grund, warum ich die Haltung erst mal auslaufen lassen muss  :traurig:
Sobald ich aber wieder in einem stabilen mentalen und sozialen Umfeld wohnen kann (also: in einem Land und nicht mehr in zwei Ländern, zudem müssen dann gute TÄ in der Nähe sein und auch Leute für Urlaubsbetreuung etc.) möchte ich dann wieder Schweinchen haben.
Ich habe mich daran gewöhnt oder gewöhnen müssen, dass sie heutzutage so oft schon jung schwer krank werden und früh sterben  :traurig: Aber mir hilft es immer, dass ich ihnen die Zeit, die sie hatten, dann wenigstens wunderschön gestaltet und alles für ihre Wohlergehen getan habe, was in meiner Macht stand...
Tut mir leid, dass es bei euch mit den TÄ auch so schwierig ist! Kenn ich gut...
Woher kommst du denn ungefähr? (wenn du es schreiben magst :-) )
Vielleicht kenne ich da irgendeinen TA in der Nähe, den ich dir als eventuelle Empfehlung nennen könnte, ich schreib ja gute TA Adressen immer auf Listen. Aber natürlich kenne ich nicht überall wen.
Titel: Antwort: Schweinebande-Thread 2020 und 2021
Beitrag von: Vio am 23. Mai 2021, 01:18 Uhr
Hier noch ein Update zu meinen Motten:

Lina war Freitag wieder zum TA zum Ultraschall. Es war die dritte Kontrolle, wie nach der letzten OP (vor 7 Wochen) nun alles verheilt. Man sieht man Narbengewebe am linken Ovarialstumpf, aber keine Flüssigkeit.
Das bleibt hoffentlich nun so🙏🏻
Zwar sieht man Verwachsungen ggf. nicht zuverlässig im Ultraschall, würde es aber, wenn ihr dies Schmerzen bereiten würde, wohl hoffentlich wieder deutlich anmerken.

Lina geht es aktuell aber wirklich sehr gut, es ist eine reine Freude für mich, sie jeden Tag so fröhlich und fit zu erleben :lieb:
Unsere Tierärztin gestern hat auch noch gelobt, wie gut sie aussieht und sich macht.
Lediglich Linas Böhnchen könnten nun noch wieder etwas schöner werden, sind etwas kleiner als normal, weicher und verbogen (keine Parasiten nachweisbar aktuell). Aber ihr Darm hat viel viel mitgemacht und bis er sich erholt, so weit, wie möglich, dauert es sicher.
Wichtig ist, dass es ihr gut damit geht und sie keine Bauchweh/Aufgasung hat und dies scheint nicht der Fall :-)
In drei Wochen ist die nächste Ultraschall-Kontrolle (dann 10 Wochen nach der letzten OP) und wir hoffen, alles bleibt nun immer gut bei Lini❤️🙏🏻

Gestern hat sie tief geschlafen und wohl wild geträumt.
Ich hab zufällig gefilmt, es ist so niedlich: https://www.youtube.com/watch?v=djIZfBKc1Gk (https://www.youtube.com/watch?v=djIZfBKc1Gk)


Quentin war auch beim Schall, einfach mal so ohne Indikation. Wir haben ein paar Baustellen gefunden, die ihm aktuell aber nicht zu schaffen machen. Ich werde ihn da naturheilkundlich unterstützen, das nimmt er gut an :-)

Peydies Herz ist leider, eventuell durch ihre Tumore, geschädigt worden und sie benötigt nun Herzmittel (Vetmedin). Sie war erst vor 3,5 Monaten beim Herzultraschall und da war alles top...
Es war nicht klar, ob das Vetmedin anschlägt, hat es aber zum Glück.
Hier Vergleichsvideos, ihre Atmung vor https://youtu.be/SkK8KqVbJFs (https://youtu.be/SkK8KqVbJFs) und nun mit den Herzmedis: https://youtu.be/SkK8KqVbJFs (https://youtu.be/SkK8KqVbJFs)
Naturheilkundlich habe ich mich für ein Crateagus-Präparat entschieden für sie :-)
Reishi als Vitalpilz würde ich ihr auch gerne geben, aber sie findet Vitalpilze irgendwie nicht so (Reishi hab ich allerdings gerade noch nicht da, die anderen möchte sie nicht, schmecken ggf. aber auch verschieden).

Ich bin sehr froh, dass das Vetmedin so gut wirkt.
Peydie wirkt auch sonst gut, singt beim Laufen, frisst gut, ist sehr aktiv und aufmerksam :-)
Sie liegt immer viel bei Lina und sonst bei Quenni, ist nie alleine.
Ich frage mich, ob der Verlust von Cary und Robynn ihr das Herz "gebrochen" haben... Sie ist sehr sensibel und leidet immer mit allen Freunden mit :traurig:
Andererseits befürchte ich eben, könnten die tumorösen Prozesse in ihrem Körper dem Herzen zugesetzt haben.
Wenn dem so wäre, dann helfen die Herzmittel leider nur bedingt, da das Problem dann nicht grundlegend beim Herzen liegt. Dies ist immer schwer zu sagen.
Im August wird sie 8 Jahre alt, im September vor 3 Jahren kam sie aus dem Labor zu uns. Ich wünsche mir einen weiteren schönen Sommer (wo bleibt er nur...) für meine tolle kleine Maus :-)

Wie dem auch sei, mehr kann man nicht wirklich tun. Naturheilkundlich bekommt sie sonst noch ein Mistelpräparat, was sowohl gegen Tumore, als auch für die Unterstützung des Herzens wirkt :-)

Also im Grunde habe ich drei Tiere mit Baustellen, denen es aber gerade allen gut geht  :klee:
Ich geniesse jeden Moment mit den Süssen ganz bewusst  :herz2:

Titel: Antwort: Schweinebande-Thread 2020 und 2021
Beitrag von: tupe am 23. Mai 2021, 12:16 Uhr
Das ist ja schön, dass es gerade allen Schweinchen soweit gut geht.  :-)
Da kann man mal durchschnaufen.

Vielleicht kenne ich da irgendeinen TA in der Nähe, den ich dir als eventuelle Empfehlung nennen könnte,
Danke für das nette Angebot. Ich habe allerdings schon verschiedene Notstationen und Tierschutzvereine hier in der Region gefragt und die gehen alle mit ihren Meerschweinen zu dieser einen Tierärztin, die 1h von mir (und  teilweise auch von diesen Notstationen) entfernt ist. Ich werde trotzdem mal auf dein Angebot per PN zurückkommen, vielleicht wurde dir ja ein ultimativer Geheimtipp zugetragen.  :-)

Danke auch für den Tipp mit TheCosyHut.  :sobl:  Dooferweise wurden dort diese Kuschelwürfel mit zwei Eingängen leider vor ein paar Jahren aus dem Sortiment genommen. Nunja, muss ich am Ende dort doch mal fragen, ob mir eine vielleicht Extrawurst gebraten bzw. genäht wird.
Titel: Antwort: Schweinebande-Thread 2020 und 2021
Beitrag von: Ephedra am 24. Mai 2021, 00:40 Uhr
Das mit den Tierärzten kenne ich  :roll:  Vor ca. 2 Jahren bin ich zu sämtlichen Tierärzten hier in Leipzig gerammelt, um mal ordentliche Röntgenbilder von den Zähnen machen zu lassen und irgendeinen Tierarzt zu finden, der meinem Willi unter Gasnarkose die Zähne schleift. Da hat mir Vio auch sehr geholfen!  :lieb:
Titel: Antwort: Schweinebande-Thread 2020 und 2021
Beitrag von: Vio am 24. Mai 2021, 20:04 Uhr
Ich hatte ja nun ENDLICH - nachdem ich halb NRW durchgetestet habe - endlich eine tolle Tä gefunden und nun, zwei Monate später, kam heute die Nachricht, dass sie weg zieht und die Praxis verlässt  :traurig:
Wirklich, ich bin so traurig. Ich hab da alle möglichen Leute schon hingeschickt und war mit immer sicher, dass das endlich ein guter Tipp ist. Es waren alle begeistert und ich wurde endlich mal verstanden, wenn ich beim TA was erzählt oder vorgeschlagen hab. 😅 auch wenn ich im Ausland auf der Arbeit bin, hätte ich Mama da einfach hinschicken können, ist auch nur 25 min Fahrt mit dem Auto von uns.
Hat mich also echt getroffen  :traurig:

@tupe: Das Ist ja schade, dass sie keine Kuschelwürfel mehr anbieten  :traurig: das wusste ich nicht, sorry!
Titel: Antwort: Schweinebande-Thread 2020 und 2021
Beitrag von: Vio am 30. Mai 2021, 01:31 Uhr
Heute mal ein paar Fotos ohne Schweine :-)
Sorry wegen der miesen Qualität, ich kann immer noch nicht gut verkleinern im Moment.

Bild 1: Ich war am Dienstag auf der Rigi, einem Berg in der Zentralschweiz :-) Das ist so nicht ganz 1,5 Std Autofahrt von meinem Schweizer Zuhause weg.
War ein Ausflug mit meinem Prof und uns Doktoranden und sehr schön  :bravo:

Bild 2: Heute war ich dann in meiner deutschen Heimat mit meiner Mutter auf einem nordrhein-westfälischen "Berg" wandern :D . Also auf einer Halde.
Dort gab es ganz viel Inkarnatklee  :lieb:

Bild 3: Sonnenuntergang auf der Halde - Blick durch Wicken.
Titel: Antwort: Schweinebande-Thread 2020 und 2021
Beitrag von: Vio am 30. Mai 2021, 01:35 Uhr
Bild 1: Wir haben viel gefunden auf der Halde heute - das ist zu viel für drei Schweine  :g: Aber sie knabbern tapfern daran :-)

Bild 2: Diese Figur von Lina habe ich geschenkt bekommen von Pegapigs DESIGNS :-) https://www.pegapigsdesigns.com (https://www.pegapigsdesigns.com) (Findet man auch bei Facebook).
Ich habe mich sehr gefreut  :bravo:
Linas Blick ist super getroffen, wie filigran alles gestaltet ist - wirklich der Wahnsinn❤️
Die Dahlie auf dem Rücken der süßen Figur steht für Dankbarkeit - die grünen Flügel für Glück, Gesundheit und Leben💚
Titel: Antwort: Schweinebande-Thread 2020 und 2021
Beitrag von: Vio am 13. Juni 2021, 00:40 Uhr
Lina war gestern bei der Ultraschallkontrolle 10 Wochen nach der Stumpfpyometra-Not OP, welche wiederum 6 Wochen nach der Kastration war.
Zum Glück scheint alles gut verheilt soweit, wir haben beim Ultraschall nichts auffälliges gefunden und Lina macht auch einen guten Eindruck und zeigt keine Bauchweh beim Tasten😊🙏🏻
Das heißt zwar nicht, dass es nicht noch zu Komplikationen kommen kann, aber ist ein gutes Zeichen und macht Hoffnung🍀

Hoffentlich bleibt also alles gut und sie hat nun ein schönes Leben - ohne zig körperliche Baustellen, wie bisher.
Dankeschön, für alle gedrückten Daumen und guten Gedanken, die Lina in den letzten schwierigen Monaten geschickt wurden❤️🙏🏻

Aktuell bekommt sie keinerlei Medikamente mehr (nach zuvor bis Mitte Mai 5,5 Monaten dauerhaft Schmerzmittel und fast durchgängig AB und zuvor ja auch schon...😔), nur noch Darmaufbau mit Huminsäure und das klappt gut so😊
Ihre Pfoten sind nicht wund, ihre Augen sind okay, ihr Darm scheint sich zu erholen.
Sie sieht wirklich gut aus und ist besser zurecht als bei ihrem Einzug vor 10,5 Monaten - ich bin sehr zufrieden und froh darüber🙏🏻
Ich hab die süsse Mausi sehr lieb  :lieb:
Titel: Antwort: Schweinebande-Thread 2020 und 2021
Beitrag von: Vio am 13. Juni 2021, 00:41 Uhr
Quenni hat ja einige körperliche Problemzonen, aber ist wirklich gut drauf  :lieb:
Unser bester Junge  :h:
Hier verspeist er in der Mittagssonne in der Voliere eine Paprika.
Titel: Antwort: Schweinebande-Thread 2020 und 2021
Beitrag von: Vio am 13. Juni 2021, 00:42 Uhr
Peydie gehts sehr gut mit ihren Herzmitteln  :-) Dieses Mädchen ist auch echt einfach ein Wunder  :lieb:
Ich hoffe, wir können in genau 2 Monaten ihren 8. Geburtstag mit ihr feiern und dass sie noch lange hier eine schöne Zeit hat  :klee:

Hier grast sie gerade eifrig  :g:
Titel: Antwort: Schweinebande-Thread 2020 und 2021
Beitrag von: Vio am 13. Juni 2021, 00:50 Uhr
Meine Süssen  :lieb:

Aktuell fühlen sie sich draussen leider nicht so wohl. Sonst sind sie tagsüber alleine über die Terrasse zur Wiese, das tun sie nicht dieses Jahr. Auf der Wiese wollen sie meist schnell zurück.
Tagsüber gehen sie kaum in die Voliere essen, auch wenn dort das beste Frischfutter ist - sie sitzen lieber in dem kleinen Hüttli...
Und nachts trauen sie sich gar nicht raus  :traurig:
Sonst haben sie es draussen so geliebt, sind auf die Wiese gegangen, nachts auch mal im Hüttli gespeist...
Ich glaube, dass die Igel sie nachts mit ihren puffenden Geräuschen irritieren - meine Mutter hatte sich die Tage da auch mal gefürchtet  :g:
Nun füttere ich die Igel weiter weg von der Voliere und hoffe, dass es besser wird und wenn sie wieder länger am Stück draussen sind.
Die Voliere ist sehr geschützt und gemütlich eingerichtet, sie haben sich sonst auch immer wohl gefühlt...
Jetzt steht auch schon noch zusätzlich ein Mini-Trampolin im Gehege, damit sie noch näher über sich einen Schutz haben zusätzlich zu Unterständen, Blätterdächern etc....

Sie müssen aber nicht auf Teufel komm raus draussen sein, wenn sie nicht wollen. So kommen sie nun, wenn ich im Ausland bin in der Woche für die Arbeit, in ihr Zimmer im Haus. So ist das auch einfacher für meine Mutter.
Und wenn ich am Wochenende zuhause bin, kommen sie raus in das Aussengehege und ich beobachte, wie es läuft.
Es soll ja eh sehr warm werden, da ist es im kühlen Haus schöner für sie - dennoch bin ich etwas traurig, dass sie es dieses Jahr draussen nicht so geniessen, wie sonst. Es war immer DAS Highlight für sie und weil wir wohl umziehen werden/müssen und dort die Voliere nicht mehr aufbauen werden, wird es der letzte Sommer mit dieser Gelegenheit sein...  :traurig:
Mal sehen, ob sie es wieder beginnen zu mögen, wenn die Igel weiter weg sind.

Hier kann man ein Video sehen:
https://fb.watch/64Y__Jv6-D/

Das war heute Abend, da wollten sie nicht lange auf der Wiese sein - Lina war da ja sehr deutlich :g:
(Sie waren nachmittags auch schon - und das sehr zufrieden - über eine Stunde auf der Wiese, das war wohl genug.)
Daher hab ich sie dann auch gleich wieder in die Voliere gelassen, dort haben sie dann auch gut gespeist.
Es war wohl einfach Abendfutter-Gemüse-Zeit :-)
(Sieht man ab 3:30, Rest vom Video ist nach dem Reinlaufen eher langweilig)